Dienstag, 28.04.2015

DFB-Chef Niersbach:

Keine alleinige Bayern-Dominanz

Wolfgang Niersbach erachtet eine jahrelange alleinige Dominanz von Bayern München im deutschen Fußball als unwahrscheinlich. Zudem äußerte er sich zur Freiburger Doping-Komission.

"Prognosen sind schnell widerlegt": Niersbach glaubt nicht an eine langjährige Bayern-Dominanz
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"Prognosen sind schnell widerlegt": Niersbach glaubt nicht an eine langjährige Bayern-Dominanz
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"Prognosen im Fußball sind schnell widerlegt. Wenn wir jetzt sagen, die sind auf Jahre unschlagbar, wird sich das schnell ändern, das garantiere ich ihnen", sagte der Präsident des DFB am Dienstag in einem Interview mit Sky Sport News HD.

Der FC Bayern habe allerdings "eine Ausnahmestellung seit Jahrzehnten", sagte der 64-Jährige. Es sei die größte Leistung des Verein, "in dieser Konstanz an der Spitze" zu bleiben: "Viele andere haben es nach oben geschafft, es hab viele große Duelle. Mit Hamburg, Köln, Gladbach, jetzt Dortmund - aber immer war Bayern dabei."

Kommission soll "Durcheinander bereinigen"

Der DFB-Präsident hat zudem die Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin aufgefordert, das "Durcheinander im öffentlichen Erscheinungsbild zu bereinigen" und Vorwürfe konkret zu benennen. "Man sollte aus dem Bereich der nebulösen Verdächtigungen heraustreten und konkret werden", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes am Dienstag im Interview mit Sky Sport News HD.

Der DFB sei "bereit zur Mitarbeit, wir stehen in Kontakt". Die Kommission solle aber "vielleicht erst mal das Durcheinander im öffentlichen Erscheinungsbild bereinigen. Wenn es Vorwürfe gibt, sollte man sie uns und auch den Vereinen VfB Stuttgart und SC Freiburg, die genannt worden sind, konkret vorlegen".

DFB hätte früher kontrollieren sollen

Er gestehe gerne ein, sagte Niersbach, dass der DFB früher auf das Phänomen Doping hätte reagieren können. "Gerne gebe ich zu, dass der DFB damals besser früher mit den Kontrollen angefangen hätte", sagte der 64-Jährige.

Der inzwischen aus der Freiburger Kommission zurückgetretene Doping-Experte Andreas Singler hatte am 2. März ohne Absprache mit den Kollegen vermeintliche Erkenntnisse aus seinem Gutachten veröffentlicht. Darin wurden Dopinganschuldigungen gegen den SC Freiburg und den VfB Stuttgart sowie den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in Bezug auf die 70er/80er Jahre erhoben. Es folgten gravierende Querelen innerhalb der Kommission.

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