Nach Wettskandal

Schnitzler: Droht Bewährungsstrafe?

SID
Dienstag, 28.04.2015 | 16:37 Uhr
Rene Schnitzler spielte einst für den FC St. Pauli
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Der ehemalige Profi Rene Schnitzler muss wegen seiner Verwicklung in den Fußball-Wettskandal von 2008 eine drastische Strafe befürchten. In dem Prozess vor dem Bochumer Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag zwei Jahre Haft auf Bewährung für den früheren Spieler vom Zweitligisten FC St. Pauli beantragt.

Schnitzler wird zur Last gelegt, etwa 100.000 Euro vom niederländischen Wettanbieter Paulus R. angenommen zu haben, um insgesamt vier Spiele der Hamburger zu manipulieren. Unter Verdacht stehen die Partien des FC St. Pauli am 11. Mai 2008 gegen Alemannia Aachen, am 26. September 2008 gegen Hansa Rostock sowie am 18. Mai 2008 und 23. November 2008 gegen den FSV Mainz 05.

Laut Anklage sollten die Kiezkicker die genannten Spiele allesamt verlieren, einmal mit mindestens zwei Toren Unterschied. Bis auf die letzte Partie sind die angeblich vereinbarten Spielausgänge auch eingetreten.

Schnitzler bestritt seine Beteiligung an Spielmanipulationen und beantragte Freispruch, da er niemals auf den Spielausgang Einfluss genommen habe. Nicht geklärt ist zudem, ob er seinerzeit auch gegen seinen eigenen Verein gewettet hat. Der 30-Jährige bestreitet das.

"Täglich gezockt"

Nach Bekanntwerden des Wettskandals im Jahr 2010 war er allerdings vom DFB bereits für zweieinhalb Jahre gesperrt worden. Damit war seine Profikarriere, die bei Borussia Mönchengladbach begonnen hatte, beendet. Seine Spielsucht hat Schnitzler vor den Richtern in Bochum aber zugegeben, seit seinem 18. Lebensjahr habe er "täglich gezockt".

Gegen einen weiteren Angeklagten beantragte das Bochumer Landgericht ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung. Das Strafverfahren gegen den ehemaligen Pauli-Spieler Björn Brunnemann war zuvor gegen Zahlung von 2000 Euro bereits eingestellt worden. Die Urteile sollen am Donnerstag gesprochen werden.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung