Mittwoch, 15.04.2015

Rangnick über die Transferpolitik und Traditionsklub-Debatte

Rangnick: Wollen weitere Talente holen

Ralf Rangnick hat mit RB Leipzig große Ziele und will nach der spektakulären Verpflichtung von Werder-Stürmer Davie Selke auch weiterhin Bundesliga-Talente zum Zweitligisten lotsen. Eine Rückkehr auf den Trainerstuhl schließt der Sportdirektor nicht aus - und meldet sich außerdem zur Traditionsdebatte zu Wort.

Ralf Rangnick will mit den Red Bull- Millionen so schnell wie möglich in die Bundesliga aufsteigen
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"Natürlich verdient er auch bei uns gutes Geld", stellte Rangnick in der Sport Bild mit Blick auf die Selke-Verpflichtung klar: "Aber er hatte Angebote von Vereinen, die mehr bezahlt hätten. Entscheidend ist für uns sein Motiv: Er glaubt daran, dass unser Weg mit seiner Karriereplanung einhergeht. Er macht jetzt vielleicht einen Schritt zurück, um dann mittel- bis langfristig zwei nach vorne zu machen."

Immerhin will der 56-Jährige mit RB möglichst schnell in die Bundesliga aufsteigen und den Kader dafür weiter aufbessern: "Wir werden auch weiterhin versuchen, hoch talentierte Spieler zu uns zu holen - möglicherweise auch aus der ersten Liga - und dafür vielleicht auch gutes Geld in die Hand nehmen." Gleichzeitig aber sei dabei Vorsicht geboten.

"Je mehr Geld ich für einen Spieler ausgebe, desto größer ist das Risiko. Uns geht es dabei vor allem um eine klare Ausrichtung. Wir verpflichten nur dann ablösepflichtige Spieler, wenn sie zwischen 17 und 23 Jahre alt sind", betonte Rangnick, der aber hinsichtlich des Risikos auch betonte: "Wenn der FC Bayern für unseren Joshua Kimmich mehr ausgibt als wir für Davie Selke, lässt sich darüber komischerweise niemand aus. Obwohl Selke über 20 Erstliga-Spiele absolviert hat und Kimmich noch kein einziges."

Kein Interesse an Traditionsklub-Debatte

Dennoch gab auch der Leipziger Sportdirektor zu: "Es ist richtig, dass wir privilegiert sind, weil wir Mittel zur Verfügung haben, die andere nicht haben. Aber das alleine ist es doch nicht. Sonst würde Augsburg nicht um die Qualifikation zur Europa League mitspielen, und der HSV und Stuttgart würden nicht unten stehen."

Immerhin nehmen "auch Vereine wie Greuther Fürth, Paderborn und jetzt vielleicht Darmstadt und Ingolstadt anderen "großen" Traditionsvereinen Plätze in der ersten Liga weg. Es könnte jetzt ja sogar passieren, dass der HSV und der VfB Stuttgart absteigen. Im Gegenzug wäre es möglich, dass Ingolstadt und Darmstadt aufsteigen. Dann würden auch kommende Saison zwei kleinere Vereine den großen ihren Platz wegnehmen."

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Letztlich sei die sportliche Leistung entscheidend. "Jeder, der am Ende der Saison auf einem Aufstiegsplatz steht, hat es aufgrund seiner sportlichen Leistung verdient - ganz egal, ob es sich dabei um einen großen oder kleinen Klub handelt", betonte Rangnick weiter.

Rangnick: Schließe Trainer-Comeback nicht aus

Womöglich hat der einstige Hoffenheimer Trainer darauf bald wieder direkten Einfluss auf dem Platz. Nachdem Thomas Tuchel RB abgesagt hat und auch der aktuelle TSG-Coach Markus Gisdol keine Option ist, geht die Suche nach einem neuen Trainer weiter. Rangnick selbst wird dabei immer wieder ins Gespräch gebracht und betonte: "Das schließe ich nicht aus. Aber ich bin für den Cheftrainer-Posten nicht meine Wunschlösung."

Die Alternativen sind allerdings rar gesät: "Für den offensiven, schnellen Fußball, für den wir stehen, gibt es nicht so viele Trainer, die im Profi-Bereich schon Erfahrung gesammelt haben. Thomas Tuchel war einer der Kandidaten. Wir werden sehen, ob wir eine optimale externe Lösung finden. Es ist aber auch durchaus möglich, dass wir mit Achim Beierlorzer weitermachen."

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