Freitag, 17.04.2015

Beckenbauer zum scheidenden BVB-Coach

"Bayern will Jürgen Klopp nicht"

Der Kaiser äußerte seine Hochachtung und sein Verständnis für die Entscheidung des BVB-Coaches. An der Seitenlinie der Bayern werde man Jürgen Klopp jedoch vorläufig nicht sehen.

Beckenbauer hält sehr viel von Klopp, an der Bayern-Seitenlinie sieht er ihn jedoch nicht
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Beckenbauer hält sehr viel von Klopp, an der Bayern-Seitenlinie sieht er ihn jedoch nicht
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Im Rahmen der Präsentation der Partnerschaft des FC Bayern mit dem US-Nachrichtenportal MSN in New York war der Rücktritt des BVB-Coaches zum Saisonende eines der Top-Themen. "Ich hoffe, er bleibt in der Bundesliga. Er ist ein exzellenter Trainer, ein exzellenter Mensch und hat einen sehr guten Charakter", lobte Beckenbauer.

Zuletzt standen immer wieder Gerüchte im Raum, Jürgen Klopp könne Pep Guardiola als Übungsleiter bei den Müchnern beerben. Dazu nimmt der Kaiser klar Stellung: "Jeder will ihn haben, aber nicht Bayern München. Wir haben mit Guardiola einen hervorragenden Coach."

"Klopp braucht eine neue Herausforderung"

"Ich verstehe ihn. Er hat dieselbe Motivation, doch die Spieler sind nicht mehr so dabei wie vor fünf Jahren", so Beckenbauer weiter: "Bei mir war das genauso - ich war sechs Jahre Trainer der deutschen Nationalmannschaft, aber dann realisierte ich, dass sie keine Motivation mehr haben."

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Von 1984 bis 1990 coachte der heute 69-Jährige die DFB-Auswahl. Nach dem Triumph bei der Weltmeisterschaft 1990 trat er allerdings zurück. "Bevor das jemand merkte, dass ich nicht mehr motiviert bin, hörte ich auf. Genauso ging es Jürgen. Er fand heraus, dass sein Job erledigt ist und jetzt braucht er eine neue Herausforderung", gibt sich Beckenbauer verständnisvoll.

Auch eine weitere Sensation der letzten Tage ließ der Weltmeister von '74 nicht unkommentiert: "Es war einer dieser Tage an denen kein Spieler seine Leistung abrufen konnte", erklärte Beckenbauer die 3:1-Schlappe der Münchner in Porto. "Nach zehn Minuten liegst du 2:0 zurück. So viele Fehler, das habe ich noch nie gesehen", meckerte er.

"Dachte, sie haben Schlaftabletten genommen"

"Ich dachte sie haben Schlaftabletten genommen! Porto war viel schneller, hatte viel Power. Das hat mich verärgert." Die Hoffnung auf das Rückspiel hat Beckenbauer jedoch noch nicht aufgegeben: "Sie können 2:0 gewinnen. Sie haben eine Chance", prophezeite er.

Angesichts des Zehn-Punkte-Vorsprungs auf den Liga-Zweiten wurden zuletzt Stimmen lauter, der Rekordmeister sei nicht gerade zuträglich für die Ausgeglichenheit und Spannung im deutschen Oberhaus. "Die Dominanz der Bayern ist kein Problem, doch wenn du die Champions League gewinnen willst, brauchst du eine starke Liga mit vielen Spielern. International gehört Bayern zu den Top-Teams", befand der ehemalige Bayern-Trainer. Mit Leistungen wie gegen Porto gewinne man allerdings gar nichts.

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