Mittwoch, 01.04.2015

HSV im Abstiegskampf

Beiersdorfer: Neue haben mehr gezeigt

Der Hamburger SV kämpft wie schon im Vorjahr um den Klassenerhalt, nur ein Zähler trennt den Bundesliga-Dino aktuell von einem direkten Abstiegsplatz. Ein Grund für die Hamburger Probleme der letzten Jahre sind die vielen Transfers, die ohne Wirkung blieben. Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer sieht die Problematik und weiß auch, worin sie begründet liegt.

Dietmar Beiersdorfer zeigt sich von den Leistungen der Neuzugänge enttäuscht
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Dietmar Beiersdorfer zeigt sich von den Leistungen der Neuzugänge enttäuscht
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"Es funktioniert beim HSV seit Jahren nicht, weil die Mannschaftsstruktur nicht gefestigt ist. Das müssen wir ändern. Wir müssen eine klare Linie reinbringen, die vorgibt, welche Spieler und Trainer für uns infrage kommen", betonte Beiersdorfer in der Sport Bild.

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Allerdings sei bei den Winter-Einkäufen auch Pech dabei gewesen: "Wir haben Ivica Olic bekommen und waren mit den Winter-Transfers zufrieden. Marcelo Diaz, den wir aus Basel geholt haben, sollte das Spiel von hinten lenken. Er hat sich verletzt. Auch Olic, der eigentlich nie ausfällt, hat sich verletzt. Aber richtig ist: Alle neuen Spieler haben vorher mehr gezeigt als bei uns."

Beiersdorfer verteidigt Transfers

Insgesamt rund 36 Millionen Euro hat der HSV unter Beiersdorfer bislang ausgegeben, doch der Ertrag ließ zu wünschen übrig. "Fangen wir mit Pierre-Michel Lasogga an. Er war wegen Verletzungen nie in einer körperlich 100-prozentigen Verfassung. Deshalb konnte er uns nicht so helfen, wie wir uns das erhofft hatten. Dass er nur zwei Tore geschossen hat, tut uns weh", gab der 51-Jährige zu.

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Genauso sei es "bei Lewis Holtby. Er hat einige gute Spiele gemacht, hatte im Januar eine gute Vorbereitung und hat sich dann verletzt."

Nicolai Müller erzielte derweil für Mainz in der Vorsaison zehn Tore, beim HSV ist er bislang kein Faktor: "Wir haben ihn geholt, um Schnelligkeit ins Spiel zu bekommen. Er konnte das ein paarmal andeuten. Aber natürlich ist er auch hinter seinen Erwartungen geblieben. So können wir jeden Spieler durchgehen. Ich glaube, dass es zum Zeitpunkt der Verpflichtung kein Fehler war, diese Spieler zu holen."

"Entscheidenden Schritt noch nicht geschafft"

Dennoch nimmt Beiersdorfer aber die Klubführung hierbei in die Pflicht: "Wir haben es nicht geschafft, der Mannschaft ein Konzept zu geben. Also kann man sagen: Wir haben den entscheidenden Schritt noch nicht geschafft. Der muss jetzt folgen." Ein erster Schritt war die Trainer-Notbremse, Sportdirektor Peter Knäbel ersetzt den entlassenen Joe Zinnbauer vorerst.

"Wir haben uns den Markt angeguckt und kamen zu dem Schluss, dass es am besten ist, wenn es Peter macht. Er kennt die Mannschaft. Er braucht nicht sechs Wochen, um sich ein klares Bild zu machen", erklärte Beiersdorfer: "Dazu haben wir Peter Herrmann geholt. Einen ganz erfahrenen Co-Trainer. Wir glauben, dass es für uns so die beste Lösung ist. Jetzt müssen wir es ausfechten."

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Adrian Franke
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