Schalke-Boss kündigt Konsequenzen an

Tönnies droht lauffaulen Profis

SID
Sonntag, 12.04.2015 | 15:40 Uhr
Schalke-Boss Tönnies ist mit einigen seiner Spieler nicht zufrieden
© getty
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Die Geduld von Schalke-Boss Clemens Tönnies mit einigen wenig engagierten Profis des Traditionsklubs scheint am Ende zu sein. "Wir werden uns von einigen Spieler verabschieden, die meinen, sie müssten nicht laufen", sagte der 58 Jahre alte Aufsichtsratsvorsitzende von Schalke 04 am Sonntag im Sport1-Doppelpass und kündigte personelle Konsequenzen zur neuen Saison an.

Am Samstag hatten die Königsblauen beim torlosen Unentschieden gegen den SC Freiburg erneut enttäuscht und waren im dritten Ligaspiel in Folge ohne Torerfolg geblieben. "Das Problem im Moment ist eine Einstellungssache. Die Spieler sind gestern hochmotiviert rausgegangen und dann war auf dem Spielfeld nichts zu sehen von der Motivation. Ich habe keine Mannschaft gesehen, die gewinnen wollte. Und das fordere ich ein", betonte Tönnies am Sonntag.

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Die Champions-League-Teilnahme schreibt der Fleisch-Großproduzent aus Rheda-Wiedenbrück ab. Man müsse das Ziel Europa League "jetzt mit allen Mitteln erreichen". Sportvorstand Horst Heldt habe den Auftrag, "die Mannschaft in der Sommervorbereitung punktuell zu verstärken, und dann packen wir es wieder neu an".

Wunschspieler Sami Khedira

"Ich habe eine Riesenmeinung von Sami Khedira, weil er ein Leader ist und die Mannschaft fördern kann. Er ist wahnsinnig gut angesehen in der Nationalmannschaft. Wir haben uns mal unterhalten. Jetzt ist es die Aufgabe von Horst Heldt und seinem Berater zu versuchen, eine tragbare Lösung zu finden", sagte der Tönnies.

Der Vertrag des 28 Jahre alten Mittelfeldspielers bei den Königlichen läuft am Saisonende aus. Allerdings dürfte Khedira angesichts seiner Gehaltsvorstellungen auf Anhieb zu einem der Topverdiener bei den Königsblauen aufsteigen.

Was wird aus Höwedes?

Gelassen sieht Tönnies die Gerüchte über einen Weggang von Weltmeister Benedikt Höwedes (27) in Richtung Tottenham Hotspur: "Ich bin sehr nah an Benedikt Höwedes dran. Wenn da etwas spruchreif wäre, dann wäre ich der Erste, der das wüsste. Ich gehe nicht davon aus, dass da schon irgendetwas vereinbart ist."

Eine Ausstiegsklausel mit dem Abwehrspieler sei allerdings vertraglich vereinbart. Er würde Höwedes einen Wechsel ins Ausland nicht übel nehmen. Tönnies: "Ich hätte garantiert feuchte Augen, wenn er uns verlässt."

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