Mainz- Manager kritisiert Ex-Keeper Müller

Heidel: "Das ist kein guter Stil"

Von Michael Berndt
Sonntag, 05.04.2015 | 16:07 Uhr
Christian Heidel kritisiert das Verhalten von Heinz Müller
© getty
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Mainz-Manager Christian Heidel hat im "Doppelpass" bei Sport1 zum "Diktator"-Vorwurf seines Ex-Keepers Heinz Müller gegenüber Thomas Tuchel Stellung genommen. Darüber hinaus sprach der Sportchef des FSV über über die Zukunftsplanungen des ehemaligen Trainers und die Schmerzgrenze bei Spielerverkäufen.

"Es wundert mich ein bisschen, dass Heinz Müller nach fünf Jahren Mainz auf die Idee kommt, wie schlimm das da alles war. Komischerweise fällt ihm das mit dem Diktator-Vorwurf genau dann ein, als er nicht mehr erste Wahl war", so Heidel kritisch.

Nachvollziehen kann er die Vorwürfe nicht: "Wenn er jetzt mit den Kindereien kommt, dass die Shampoo-Flaschen aus seinem Spind irgendwo hingestellt worden, dann tut er mir fast schon leid. Das ist kein guter Stil. Alles das, was Thomas Tuchel vorgeworfen wird, ist totaler Quatsch! Dem Thomas die Ehrlichkeit abzusprechen, das ist nicht Ordnung."

Müller hatte Tuchel vorgeworfen, eine automatische Vertragsverlängerung durch eine Verbannung aus dem Kader verhindert zu haben. Außerdem erhob er Klage wegen nicht gezahlter Prämien vor Gericht.

"In Hamburg ist sehr viel möglich"

Heidel gab zudem eine Einschtzung zuTuchels Zukunft ab. Der Schwabe wird laut übereinstimmenden Medienberichten von RB Leipzig und dem HSV umworben.

Heidel hat im Poker um den Coach einen klaren Favorit: "Thomas Tuchel gehört in die Bundesliga und nicht in die zweite Liga. Thomas wird darauf achten, dass er zu einem Verein mit Perspektive geht und in Hamburg ist sehr viel möglich. Er könnte dort sehr viel bewegen. Die Stadt mit dem Umfeld riecht nach Champions League. Vielleicht reizt ihn aber auch ein langfristiges Projekt in der zweiten Liga. Ich habe keine Hintergrundinformationen."

Keine Ausstiegsklausel bei Geis

Bei der eigenen Kaderplanung für die kommende Saison macht sich Heidel indes keine Sorgen: "Ich habe in einer großen deutschen Zeitung gelesen, dass Johannes Geis eine Ausstiegsklausel von fünf Millionen Euro hat. Ich kann sagen: Es gibt keine Ausstiegsklausel und auch bei allen anderen Spielern von Mainz nicht."

Wirtschaftlich registriert der Manager eine positive Entwicklung bei den Rheinhessen: "Die Schmerzgrenze ist bei unsmittlerweile in einer anderen Dimension. Wir hatten ein zweistelliges Angebot für Shinji Okazaki im Winter und wir haben nein gesagt. Aber es gibt bei jedem Spieler von Mainz eine Schmerzgrenze. Wenn ich irgendwann mal so weit bin zu sagen, ein Spieler bei Mainz ist absolut unverkäuflich, dann haben wir es geschafft!"

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