Fussball

Der HSV? Stets bemüht

Von SPOX
Bruno Labbadia muss aus nichts möglich schnell eine ganze Menge machen
© getty

Neues Spiel, neues Glück am 29. Spieltag und doch ist es am Ende wieder der HSV, der liefert. Es tut uns ja leid, lieber Hamburger SV, aber wir müssen die Steilvorlagen natürlich verwandeln. In Köln herrscht gähnende Langeweile, Bremen tauscht erfolgreich den Torwart. Thomas Tuchel hat derweil noch viel zu lernen.

Auf Ebbe folgt Ebbe: Weil wir selbstverständlich wissen, dass der durchschnittliche Hamburger es derzeit nicht einfach hat, bringen wir die neueste Parade an Negativzahlen des Bundesliga-Dinos schnell hinter uns. Also. Der HSV schoss in den letzten sechs Spielen kein Tor mehr, das ist natürlich neuer Vereinsrekord. Bester Torschütze der letzten Wochen, genauer gesagt seit dem 28. Februar? Zoltan Stieber, der bei der 1:2-Niederlage an besagtem Tag gegen Eintracht Frankfurt traf.

Heimschiedsrichter: Der letzte Sieg des HSV ist nun schon zwei Trainer her und doch hat sich nicht viel verändert. Offensiv harmlos, defensiv schwammig. Dazu die Disziplin - in den letzten fünf Spielen zückte der Unparteiische gleich viermal die rote Karte gegen Hamburg. Jaroslav Drobny, Cleber, Johan Djourou und Valon Behrami durften früher duschen gehen. Den einzigen weiteren Platzverweis sah Matthias Ostrzolek am 23. Spieltag.

Comeback: Ein bisschen Nostalgie muss dann auch noch kurz sein. Den letzten Sieg mit dem Hamburger SV feierte Labbadia vor gut fünf Jahren beim VfL Bochum. Mit Frank Rost, Jerome Boateng, Ze Roberto, David Jarolim, Mladen Petric und Ruud van Nistelrooy gelang ein 2:1-Auwärtserfolg, nur um anschließend mit zwei Pleiten in Folge von Platz vier auf Platz sieben zu rutschen und am 32. Spieltag von Bernd Hoffmann entlassen zu werden. Wenige Monate zuvor hatte man sich von Dietmar Beiersdorfer getrennt.

Tausch: Genug vom HSV. Wenden wir uns dem Derbysieger zu. Werder Bremen ließ seinem Gegner trotz allem Mitleidspotenzial keine Chance und wechselte dafür sogar den Torhüter. Raphael Wolf hat mit 56,4 Prozent die schlechteste Abwehrquote aller Bundesliga-Torhüter. Sein Vorgänger in der Saison 2013/14? Koen Casteels mit 54,7.

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Weser-Power: Eben jener Casteels trug seinen Teil bei zum 500. Heimsieg in der Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen. Nur noch der FC Bayern hat mehr Siege im eigenen Stadion eingefahren. Die Münchner müssen es, wie immer eigentlich, gleich wieder übertreiben und sammelten in ihrer Geschichte 627 Heimsiege.

Letztes Aufgebot: Dass es genauso auswärts läuft, zeigten sie an diesem Spieltag. Mit 25 Jahren und 81 Tagen schickte Pep Guardiola zwar die jüngste Mannschaft sei dem 11. April 2012 (0:1 in Dortmund) auf den Platz, trotzdem gelang ein überzeugender Sieg. Nicht nur, dass Hoffenheim einen einzigen Torschuss im Strafraum abgab, es war sogar der vierte Sieg in vier Pflichtspielen mit der Kombination aus Holger Badstuber und Dante in der Defensive.

Held: Trotz Niederlage hätte der Spieltag für Stuttgart schlimmer enden können. Dass die Schwaben inzwischen wieder Hoffnung schöpfen, liegt vor allem an einem Mann. Daniel Ginczek erzielte die letzten drei Tore des VfB und sogar fünf der letzten acht. Hätte man den Mann nicht auch mit Kreuzbandriss aufstellen können? Immerhin ist das ein Tor alle 160 Minuten - der HSV erzielt insgesamt ein Tor alle 163 Zeigerumdrehungen.

Laaaaangweilig: Wir machen es so wie der 1. FC Köln. Schlicht. Mit acht torlosen Unentschieden haben die Aufsteiger einen neuen Bundesliga-Rekord aufgestellt.

Zukunft: Und zum Abschluss noch ein kurzer Blick in die Zukunft. Thomas Tuchel, der alte Nachmacher, holte in Mainz im Schnitt 1,41 Punkte pro Spiel. Jürgen Klopp brachte es an selber Stelle nur auf 1,13 Punkte, in Dortmund dann jedoch auf 1,91 Punkte. Das muss Tuchel dann auch erstmal nachmachen.

Ergebnisse, Tabelle, Torjäger

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