Einmal Evolution und zurück

Freitag, 24.04.2015 | 11:01 Uhr
Roberto di Matteo hat viele Fragen beantwortet, aber auch neue aufgeworfen
© getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
La Liga
Sa23.12.
El Clasico auf DAZN:
Real Madrid vs. Barcelona
FIFA Club World Cup
Casablanca -
Urawa
FIFA Club World Cup
Gremio -
Pachuca
Coupe de la Ligue
Toulouse -
Bordeaux
Serie A
Genua -
Atalanta
Coppa Italia
Inter Mailand -
Pordenone
Premier League
Huddersfield -
Chelsea
Coupe de la Ligue
Monaco -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV Eindhoven
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian – Glasgow Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo Funchal
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Napoli -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
Saint-Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Strasbourg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennaiyin -
Kerala Blasters
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheff Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
Roma
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II

Der FC Schalke 04 hat die Qualifikation für die Champions League vor dem Duell mit dem 1. FSV Mainz 05 (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) verpasst. Dennoch ging es lange vorwärts, bis Trainer Roberto di Matteo von seinen eigenen Überlegungen überholt wurde.

Die Saison ist noch nicht vorbei. Zumindest in weiten Teilen Deutschlands stehen noch fünf Ligaspiele auf dem Programm. Natürlich ist das auch in Gelsenkirchen nicht anders, doch die Anspannung scheint verloren gegangen. Spätestens mit dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg hat Schalke das große Saisonziel, die Qualifikation für die Königsklasse, verpasst.

Natürlich sind da noch Spiele gegen Hamburg oder Stuttgart und natürlich ist die Europa League ein zu verkraftendes Trostpflaster, das noch dazu gar nicht sicher gebucht ist. Aber eigentlich sollte in der Veltins Arena in der nächsten Saison doch mindestens drei, vier mal die Champions-League-Hymne zu hören sein.

Was die Ergebnisse betrifft, hat Schake eine durchschnittliche Saison erlebt. Das Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals, das holprige Jahr im europäischen Geschäft und dazu eine Liga-Saison mit viel Mittelmaß. Dabei ist lange alles nicht so schlecht, wie es angesichts der Resultate vermuten lässt.

Der Plan von weniger Gegentoren

Mit Roberto di Matteo hat man einen Trainer gefunden, der Kontinuität verspricht. Ausgestattet mit einem Vertrag bis 2017 kann der Italiener weiter an seinem Projekt arbeiten, das in dieser Saison erste Formen annahm, ohne je komplettiert zu werden. Die Monate seit der Entlassung von Jens Keller wirken wie ein königsblaues Geduldsspiel.

Konnte er einen Baustein anfügen, brach ihm ein anderer wieder weg. Mit wenig Vorschusslorbeeren gestartet, ist es di Matteo gelungen, die Mannschaft zumindest zu stabilisieren. An der "defensiven Struktur arbeiten" war sein erstes, großes Ziel.

Das hat er geschafft. 32 Gegentore sind es nach 29 Spieltagen, zwölf davon gehen noch auf das Konto von Keller. Ordentlich, wenn auch nicht herausstechend, aber ein erstes Zwischenziel. Zwischenziel ist ohnehin ein Wort, das öfter fallen dürfte, wenn es um die erste Saison di Matteos auf Schalke geht.

Das 5-3-2/3-5-2 kommt

Nach einigen Experimenten in der Liga und wenig erfolgversprechenden Partien wagte er einen Schritt, den sich sein Vorgänger nicht getraut hatte. Der Italiener warf die 4-2-3-1-Grundordnung, die er bei seinem Amtsantritt noch mit "viel Potenzial nach vorne" beschrieben hatte, über den Haufen und erntete kritische, wie interessierte Blicke.

Ein 5-3-2 bzw. ein 3-5-2 wurde es. Verletzungen und die Inkonstanz seiner Mannschaft zwangen di Matteo zu einem simplen, aber doch effektiven Konstrukt. Viel lehrbuchmäßiger als in den ersten Partien hätte Schalke kaum spielen können. Die Fans sahen eine sehr klassische Interpretation, die Schalke endlich das gab, was der Trainer sich so dringend gewünscht hatte: "Man muss versuchen, eine solide Abwehr zu haben. Die generelle Organisation der Defensive ist sehr wichtig."

Ohne die zahlreichen Verletzten, dafür aber mit vielseitig einsetzbaren Defensivkräften wie Benedikt Höwedes, Kaan Ayhan, Roman Neustädter oder Jan Kirchhoff eine nahelegende Wahl. Gegen Wolfsburg (3:2) ließ Schalke zum ersten Mal die Fünferkette los und fuhr gleich einen Dreier ein.

Spielaufbau und Gegenpressing

Die Anpassungen zeigten sich jedoch nicht nur in der Grundordnung. Di Matteo ließ mit Viererkette noch behutsam und sehr tief, aber dafür unbedingt kurz aufbauen. Ralf Fährmann war gegen Bayer Leverkusen (0:1) der Mann mit den meisten Ballkontakten seiner Mannschaft gewesen. Mit der Dreierkette fiel ihm diese Aufgabe nicht mehr in gleichem Umfang zu, Schalke wurde Stück für Stück stabiler im Aufbau.

Das 3-5-2 im eigenen Ballbesitz macht das Spielfeld breit, die Ballzirkulation fällt mit bis zu sieben kurzen Anspielstationen für den zentralen Verteidiger einfach. Besonders, wenn dieser sich noch hinter seine beiden Halbverteidiger fallen lässt. Die Defensive und der Spielaufbau durfte di Matteo auf seinem Zettel bald mit einem kleinen Haken versehen.

Gegen Köln (1:2) folgte der nächste Schritt. Eine merklich höhere Mannschaft stand auf dem Platz, der Italiener forcierte jetzt das Umschalten nach Ballverlust. Sicher auch dem Gegner geschuldet, standen die Knappen extrem hoch und eroberten viele Bälle bereits in der gegnerischen Hälfte wieder. Die Überzahl im Zentrum macht das negative Umschalten einfach, ist doch stets eine Absicherung vorhanden.

Vergleich der durchschnittlichen Positionen Schalkes gegen Mainz (4:1) und Köln (1:2): Mit nur zwei Wochen Abstand hat di Matteo seine Mannschaft deutlich höher stehen lassen, als noch beim deutlichen Sieg über Mainz. Schon gegen Stuttgart (4:0), das zwischen beiden Begegnungen lag, fanden dementsprechend erste Anpassungen statt.

Ausbau und Stabilisierung

Ersten Problemen in der Umschaltbewegung stellte di Matteo noch ein 3-1-4-2 gegenüber. Damit war der "Safety-Player" im Gegenpressing einfacher bestimmt, die Abläufe wurden weniger komplex. Ein System, das später gegen Real Madrid in der Champions League situativ wieder Anwendung finden sollte.

Mit der Verpflichtung von Matija Nastasic schien klar, in welche Richtung sich Schalke entwickeln will. Der Serbe ist sowohl Linksfuß, als auch erfahren im Spiel als Halbverteidiger und damit bestens geeignet für die halblinke Rolle in der Dreierkette. Das Spiel sollte vertieft und mit einem Spezialisten weiter gefestigt werden.

Über die Winterpause hinweg fand zudem eine Verbesserung des Übergangsspiel statt. Zwischen Spielaufbau und Chancenerarbeitung tendierten die Achter fortan weiter nach außen. Angesichts der neu erlangten Sicherheit kein zu großes Risiko mehr und doch effektiv, um grundlegende gruppentaktische Abläufe im zweiten Drittel zu nutzen.

Dennoch ist S04 noch immer auf der Suche nach der richtigen Balance. Die Defensive stimmt, sobald man jedoch offensiver zu Werke geht, setzt es glatt Niederlagen. Das Gegenpressing funktioniert über weite Strecken, der Aufbau ist sicher und die Mannschaft auch nach Ballverlusten schnell wieder geordnet. Doch kleine Aussetzer, oft mehrere pro Spiel zeigen doch, dass noch nicht alle Abläufe optimiert sind.

Seite 1: Schritt für Schritt zur Stabilisation

Seite 2: Das Problem mit Farfan und Draxler

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung