Donnerstag, 05.03.2015

"Hätte ich mir sparen können"

Klopp entschuldigt sich bei Reif

Jürgen Klopp vom Vizemeister Borussia Dortmund hat sich beim Kommentator Marcel Reif für seine Äußerungen entschuldigt. Seine Aussagen standen nicht im Zusammenhang mit den Geschehnissen vor dem Revierderby.

Jürgen Klopp rauschte mit Marcel Reif zusammen
© getty
Jürgen Klopp rauschte mit Marcel Reif zusammen
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"Ich kann verstehen, dass das falsch angekommen ist", sagte der BVB-Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag, "das war völlig unnötig, das hätte ich mir sparen können."

Reif hatte nach Anfeindungen Dortmunder Fans Klopp scharf kritisiert. Dessen Aussage nach dem Revierderby und dem Batman-und-Robin-Jubel von Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus, Reif finde "in seinem Leben sowieso nichts mehr witzig", sei "deplatziert bis verantwortungslos" gewesen.

Klopp betonte, zum Zeitpunkt seiner Äußerung nicht von der Attacke Dortmunder Krawallmacher auf Reifs Auto vor dem Stadion gewusst zu haben. "Ich habe noch nie jemanden zu Gewalt aufgefordert, ich distanziere mich davon", sagte der BVB-Trainer, seine Aussage sah er als "nicht so dramatisch" an.

"Grenzwertig und übertrieben"

Reif hatte persönliche Konsequenzen nach den Anfeindungen nicht mehr ausgeschlossen. "Das, was da einem an Hass entgegenschlägt, halte ich für grenzwertig und darüber hinaus", sagte der 65-Jährige im "Sportschau Club" der ARD am Mittwochabend: "Wenn das Normalität wäre, dann wird es Zeit, sich anderen Dingen zuzuwenden."

Reif war im Vorfeld seiner Sky-Reportagen zu den Spielen Borussia Dortmund gegen Schalke 04 am Samstag und Dynamo Dresden gegen Dortmund am Dienstag von Fans attackiert worden. In Dresden wurde der Kommentator im Stadion vor dem Spiel beschimpft, bespuckt und mit Bier bespritzt.

Er fürchte, dass sich "das gerade noch eine Stufe höher schaukelt", sagte Reif, und er wolle "nicht wissen, wie die übernächste aussieht". Der Sky-Chefreporter ergänzte aber auch: "Ich möchte mir nicht von irgendwelchen wahnsinnigen Idioten vorschreiben lassen, wann ich meinen Job noch mache oder wann ich damit aufhöre."

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