Montag, 09.03.2015

Nach Akteneinsicht

VfB: Doping-Vorwürfe erhärtet

Die Hinweise auf systematisches Doping beim VfB Stuttgart in den den späten 1970er und frühen 1980er Jahren haben sich erhärtet. Der SWR erhielt nach eigenen Angaben Einblick in Akten der Staatsanwaltschaft, in denen sich Belege für die Lieferung von Dopingsubstanzen an den VfB durch den damaligen Freiburger Sportmediziner Armin Klümper finden.

Nach den Dopingberichten forderte Schenk bessere Aufklärungsarbeit im Bereich Fußball
© getty
Nach den Dopingberichten forderte Schenk bessere Aufklärungsarbeit im Bereich Fußball

Laut Aktenlage lieferte Klümper zwischen 1978 und 1981 allein dem VfB Stuttgart Verbandsmaterial sowie Vitamin- und Aufbaupräparate im Gesamtwert von über 117.000 D-Mark.

Nach SWR-Angaben finden sich in den Unterlagen zahlreiche handschriftliche Rechnungen an den VfB, auf denen detailliert Medikamente und ihre Mengen aufgelistet sind. Darunter sei auch das Anabolikum Megagrisevit, damals ein bekanntes und verbotenes Dopingmittel.

Koch weist Vorwürfe zurück

Auch Freiburg verwickelt?

In der vergangenen Woche hatte sich die Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin über Anabolika-Doping beim Bundesligisten VfB Stuttgart und dem damaligen Zweitligisten SC Freiburg in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren geäußert.

Eine zentrale Figur der Affäre soll der ehemalige Freiburger Sportmediziner Professor Klümper (79) gewesen sein. Dieser lebt inzwischen in Südafrika und hat zu den Anschuldigungen bislang keine Stellung bezogen.

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