Stimmen zum 25. Spieltag

"Es gibt noch viel zu tun"

SID
Sonntag, 15.03.2015 | 20:22 Uhr
Lucien Favre hat trotz des Sieges seiner Gladbacher etwas auszusetzen
© getty
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Lucien Favre ist trotz des Sieges gegen Hannover nicht restlos zufrieden. In Bremen freut man sich über die Niederlage gegen die Bayern. Weinzierl ärgert sich über den Spieverlauf, Schalke ist mit dem Punkt bei der Hertha zufrieden. Die Stimmen zum 25. Spieltag der Bundesliga von "Sky" im Überblick.

Borussia Mönchengladbach - Hannover 96 2:0

Lucien Favre (Trainer Mönchengladbach): "Der Sieg war verdient. Wir haben das Spiel gut beherrscht. Uns hat aber die Effizienz gefehlt. Wir haben insgesamt in unserem Spiel Fortschritte gemacht, wenn wir in Ballbesitz sind. Es gibt aber noch viel zu tun."

Max Eberl (Manager Mönchengladbach): "Großes Lob an die Mannschaft. Der Druck war da, weil wir jetzt ein schweres Programm haben und eine gute Ausgangsposition haben wollten."

Tayfun Korkut (Trainer Hannover): "Zunächst einmal ist man enttäuscht. Jetzt werden wir die Sache ab morgen im Training angehen. Ich habe keine andere Information, als die, dass ich gegen Dortmund Trainer bin."

Dirk Dufner (Manager Hannover 96): "Die erste Hälfte war richtig schlecht. Wir haben Defensivtaktik mit Mutlosigkeit verwechselt. Das wurde vom Trainer auch so knallhart angesprochen. Danach wurde es bis zum 0:2 besser. Wenn man hier bestehen will, muss mehr kommen. Und wenn man so defensiv spielt, muss man auch weniger zulassen."

VfL Wolfsburg - SC Freiburg 3:0

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Unterm Strich war es ein Tor zu hoch. Solange es aber nur 1:0 steht, ist man immer in Gefahr. Umso erstaunlicher ist es, wie die Mannschaft sich dann immer wieder zusammenreißt."

Klaus Allofs (Geschäftsführer Wolfsburg): "Wir haben sehr gut angefangen, viel Druck gemacht und hatten sehr viele Chancen. Wir hätten früh schon zwei, drei Tore machen können. Das haben wir nicht - und dann wird es schwer gegen Freiburg. Bei uns spielen sie immer gut."

Diego Benaglio (Wolfsburg): "Sehr, sehr harte Entscheidung. Klar bin ich auf der Seite meines Torhüterkollegen Bürki."

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Wir haben am Anfang zu viele Torchancen zugelassen und hatten zu viele Ballverluste. In der zweiten Halbzeit waren wir gleichwertig, aber dann wird das Spiel durch den Elfmeter entschieden."

Roman Bürki (Freiburg): "Ich berühre klar den Ball, aber auch de Bruyne. Der Ball geht nach außen weg. Es ist schade. Als der Schiedsrichter auf Elfmeter entschieden hat, habe ich wegen der Dreifachbestrafung mit der Roten Karte gerechnet. Ich habe dem Schiedsrichter nach dem Spiel gesagt, er soll sich die Szene nochmal anschauen."

Sascha Riether (Freiburg): "Christian Streich ist ein akribischer Arbeiter, der den Spielern alles abverlangt. Unser Ziel war es nicht, Wolfsburg abzuschießen. Die Heimspiele gegen Augsburg und Mainz müssen unsere Messlatte sein."

Werder Bremen - FC Bayern München 0:3

Viktor Skripnik (Trainer Bremen): "Wir sind stolz auf das 0:4. Diese Niederlage nehmen wir gerne mit. Es ist besser als das 0:6 in der Hinrunde. Es zeigt unsere Entwicklung."

Sebastian Prödl (Bremen): "Der Unterschied war die individuellen Klasse. Die Bayern sind einfach eiskalt, wenn sie eine Torchance haben."

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Die Mannschaft hat stets die volle Konzentration gewahrt und es sehr, sehr gut gemacht. Es war nicht leicht nach dem Spiel gegen Donezk, sich wieder auf einen anderen Gegner einzustellen. Heute war so ein Tag, wo ich stolz war, Trainer dieser Mannschaft zu sein."

Matthias Sammer (Sportvorstand FC Bayern) über den Streit mit Thomas Eichin: "Wir haben uns in der Halbzeit die Hand gegeben. Das Thema ist durch. Wir sind ja nicht nachtragend."

Philipp Lahm (FC Bayern): "Es war schön. Danke an die Mannschaft! Wenn es enger gewesen wäre, wäre ich heute wohl nicht mehr reingekommen."

Eintracht Frankfurt - SC Paderborn 4:0

Andre Breitenreiter (Trainer SCP): "Wir haben heute gespielt wie ein Absteiger. Nach dem 0:1 waren wir wie eine Amateurmannschaft, die Köpfe waren unten. So werden wir in der Liga keine Chance haben."

Thomas Schaaf (Trainer Eintracht Frankfurt): "Natürlich war es auch wichtig, zu Null zu spielen. Wir waren nicht nur in den Aktionen sehr konzentriert. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung."

Nelson Valdez (Frankfurt): "Es war ein unbeschreibliches Gefühl, Gänsehaut! Danke an Gott und die Fans, die mich immer unterstützt haben."

Hertha BSC - Schalke 04 2:2

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Schalke hat in der ersten Halbzeit das Spiel dominiert, wir haben aber in der zweiten Hälfte auch offensiv Aggressivität gezeigt. Vielleicht waren wir am Ende ein bisschen zu naiv, vielleicht ein bisschen zu nett. Aber wir nehmen das Positive aus dem Spiel mit."

Änis Ben-Hatira (Hertha): "Ich habe ein Versprechen für einen kleinen Freund eingelöst, der den Krebs besiegt hat. Für den Kleinen habe ich die Gelbe Karte gern in Kauf genommen."

Roberto Di Matteo (Trainer Schalke): "Das Spiel am Dienstag hat uns viel Kraft gekostet, aber die Reaktion meiner Mannschaft hat mir gut gefallen. Nach dem Spielverlauf bin ich zufrieden mit dem Punkt."

Benedikt Höwedes (Schalke): "Wir haben mal wieder blöde Gegentore bekommen. Aber wir haben eine gute Moral bewiesen und hochverdient einen Punkt mitgenommen."

TSG Hoffenheim 1899 - Hamburger SV 3:0

Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir haben ein gutes Spiel von unserer Seite gesehen. Wir sind sehr gut reingekommen. Nach dem Elfmeter und der Roten Karte war es eine schwierige Situation gegen einen Mann weniger, das ist dann eine psychologische Sache. Da war es sehr wichtig, dass wir die Spielkontrolle hatten."

Eugen Polanski (1899 Hoffenheim): "Ab Montag müssen wir mit den Köpfen in Paderborn sein. Wenn wir mal zwei Spiele in Folge gewinnen, ist diese Saison einiges drin."

Joe Zinnbauer (Trainer Hamburger SV): "In den ersten 15 Minuten haben wir viel Druck bekommen, aber wenig zugelassen. Der Elfmeter hat uns aus dem Konzept gebracht. Dennoch konnten wir das Spiel bis zur 80. Minute defensiv kontrollieren und ein paar Nadelstiche nach vorne setzen."

René Adler (Hamburger SV): "In Hoffenheim in Unterzahl zu spielen, ist für jede Mannschaft schwer. Als das zweite Tor gefallen war, war es nur noch eine Frage der Höhe. Wir müssen auch mal einen machen, dann nehmen wir halt ein 1:1 mit. So machen wir blind auf und verlieren das. Aber das wäre anderen Mannschaften in Unterzahl nicht anders gegangen."

FC Augsburg - FSV Mainz 05 0:2

Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): "Die Mainzer Qualitäten beim Kontern sind immer noch da. Wir haben es nicht geschafft, uns viele Chancen zu erspielen. Shawn Parker muss das 1:1 machen, dann nehmen wir noch was mit."

Martin Schmidt (Trainer Mainz 05): "Es ist heute so gekommen, wie wir uns das ausgemalt hatten. Wir wollten eine gute Pressingzone schaffen und dann unsere Umschaltaktionen starten. In der Viertelstunde vor der Pause haben wir ein bisschen Harakiri gespielt, da ist alles verloren gegangen. Danach haben das Spiel dann ein bisschen bremsen und stabilisieren können, Augsburg hat lange Bälle und in die Breite gespielt. Nach dem zweiten Tor war der Deckel dann drauf, aber vorher war es eine lange Leidenszeit. 29 Punkte, das ist noch zu wenig, wenn ich sehe, welche Hausnummern da noch kommen."

Leverkusen - VfB Stuttgart 4:0

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Die erste halbe Stunde hat Stuttgart gut gespielt, wir haben unsere Linie nicht gefunden und viele leichte Ballverluste gehabt. Aber: Man sieht, dass wir gefestigt sind und dass wir Selbstvertrauen haben. Mit dem ersten richtigen Angriff sind wir in Führung gegangen und haben das danach gut gemacht."

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Wenn ich spüre, dass die Spieler nicht mehr an mich glauben, dann melde ich mich beim Verein. Aber ich erreiche die Spieler noch. Die ersten 30 Minuten waren das Beste, was ich bisher von meiner Mannschaft gesehen habe. Danach haben wir das Spiel innerhalb von fünf Minuten verloren. Wir müssen uns jetzt am Positiven festhalten, das ist der einzige Weg für uns."

Borussia Dortmund - 1. FC Köln 0:0 (0:0)

Jürgen Klopp (Trainer BVB): "Die Kölner spielen auf Konter. Das ist legitim, aber das macht es sehr schwer. Wir haben zwar immer mehr Druck entwickelt, aber die ganz hellen Momente waren nicht dabei. In der zweiten Halbzeit waren wir in den richtigen Räumen, aber da war die Leichtigkeit nicht da. Köln ist nur aus dem Konter gekommen. Da ist es kein Wunder, dass man zuhause so ein Spiel spielt. Das 0:0 in Hamburg hat mir weniger geschmeckt als das heute. Wir haben zuletzt keine tollen Erfolge gefeiert. Wir müssen uns das weiter erarbeiten."

Peter Stöger (Trainer Köln): "Wir haben gewusst, dass wir zu unseren Möglichkeiten kommen. Das hat funktioniert, aber die Umsetzung war nicht ideal. Wir wissen, was unser Ziel ist gegen so eine Mannschaft in so einem Stadion - deswegen sind wir zufrieden. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen, wenn er die Ruhe und Abgebrühtheit vor dem Tor nicht hat. Ich kann mich nur ärgern, wenn ich das Gefühl habe, dass man sich Zweikämpfe und wichtige Meter spart."

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