Mittwoch, 01.04.2015

Bundesliga-Check, Teil 1

Wie in Beton gegossen

Drei Viertel der Bundesligasaison 2014/15 sind vorüber. Höchste Zeit, vor dem Endspurt einen Blick auf die 18 Teams zu werfen. Wie ist die aktuelle Lage, was steht in den kommenden Wochen an und wohin geht die Reise nach 34 Spieltagen? Teil 1 beschäftigt sich mit den Teams in der komfortabelsten Tabellenregion. Dort ist ein wirkliches Stühlerücken kaum zu erwarten.

Stehen diese vier Trainer auch am Ende der Saison unter den ersten vier Plätzen?
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Stehen diese vier Trainer auch am Ende der Saison unter den ersten vier Plätzen?
Bayern, Logo

FC Bayern München (Platz 1, 70:13 Tore, 64 Punkte)

Aktuelle Lage: Es menschelt beim FC Bayern. Mehr aber auch nicht. Zum Rückrundenauftakt untermauerte der VfL Wolfsburg die Verwundbarkeit des Rekordmeisters mit einem 4:1 eindrucksvoll. Am letzten Spieltag entführte Gladbach sogar drei Punkte aus der Allianz Arena. Jetzt eine Bayern-Krise herbeizureden, wäre aber dennoch maßlos übertrieben. Denn wenn es wichtig wird, sind die Bayern da. Das zeigte nicht zuletzt das 7:0 im CL-Achtelfinale gegen Donezk. Alle Spiele der Kategorie Pflichtsieg (Paderborn, Hannover, Werder) absolvierten die Münchener außerdem in beängstigend guter Manier. Wermutstropfen sind aber die neuen Verletzungsprobleme: David Alaba fällt mit einem Innenband-Riss im linken Knie lange aus. Arjen Robben plagt eine Blessur im Bereich der Bauchmuskeln.

Ausblick: Es stehen echte Highlight-Wochen an - allerdings nur bedingt in der Bundesliga, wo einzig Dortmund und Leverkusen Problempotenzial haben. Pep Guardiola wird aber auf keinen Fall den Fehler machen, die Liga zu früh abzuhaken. Das hat er spätestens nach dem CL-Aus gegen Real Madrid in der vergangenen Saison gelernt. Die Bayern werden sich entsprechend auch in der Liga voll ins Zeug legen, um die Konzentration dauerhaft auf einem hohen Level zu halten.

Prognose: Der FC Bayern hat zehn Punkte Vorsprung in der Tabelle auf Wolfsburg und erledigt seine Hausaufgaben in der Bundesliga mit Leichtigkeit. Da die Konkurrenz regelmäßig Federn lässt, stellt sich in puncto Meisterschaft eigentlich nur die Frage: Wann ist es diesmal soweit?

VfL Wolfsburg (Platz 2, 57:29 Tore, 54 Punkte)

Aktuelle Lage: Die Wölfe sind auf Kurs. Mindestens. Das souveräne Weiterkommen in der Europa League gegen Inter Mailand hat eines gezeigt: Wolfsburg ist stabil. Zwar schleichen sich immer mal kleinere Ausrutscher ein (0:1 gegen Augsburg, 1:1 gegen Mainz), allerdings haben die Wölfe dennoch 15 Punkte Vorsprung auf Schalke und Platz fünf. Aus der Wolfsburger Offensivreihe kann jeder regelmäßig treffen (zweitbeste Offensive der Liga) und Kevin de Bruyne kann im Zweifelsfall Spiele allein entscheiden. Deshalb ist der Belgier auch immer wieder in Transfergerüchte verstrickt. Sein Keeper Benaglio glaubt: "Gerade wenn es uns gelingt, die gesteckten Ziele zu erreichen - sprich die Champions League. Dann kann er mit uns und seinem gewohnten Umfeld den nächsten Schritt machen. Da würde er nichts verpassen."

Ausblick: In der Europa League haben die Wölfe mit dem SSC Neapel ein denkbar schweres Los erwischt. Ausscheiden nicht ausgeschlossen. In der Bundesliga warten mit Stuttgart, Hamburg und Hannover absolute Abstiegskandidaten. In der Hinrunde erledigten die Wölfe diese Aufgaben souverän. Die endgültige Entscheidung um Platz zwei wird wohl im schweren Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach am 30. Spieltag fallen.

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Prognose: Die Champions League ist den Wölfen sicher. 15 Punkte Vorsprung auf Schalke sprechen eine deutliche Sprache. Auch auf Platz drei beträgt der Vorsprung schon sieben Punkte. Alles andere als Platz zwei wäre eine faustdicke Überraschung.

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