Freitag, 13.02.2015

Sportdirektor Hübner pessimistisch

Scheitert Zambrano-Verlängerung?

Nachdem Eintracht Frankfurt Torwart Kevin Trapp bis 2019 gebunden hatte, sollte mit Carlos Zambrano der nächste Leistungsträger zeitnah folgen. Doch der Zwischenstand in den Verhandlungen mit dem Peruaner wirkt alles andere als ermutigend: Offenbar wird eine externe Hürde zum Problem für die Hessen und macht eine Einigung zunehmend unwahrscheinlich.

Carlos Zambrano spielt seit der Saison 2012/13 für Eintracht Frankfurt
© getty
Carlos Zambrano spielt seit der Saison 2012/13 für Eintracht Frankfurt

Wie die "Frankfurter Nachrichten" berichten, ist in den Verhandlungen noch eine Schweizer Agentur zwischengeschaltet, die Teile der Rechte an Zambrano hält. Bereits die Verhandlungen beim Wechsel des Abwehrmannes vom FC St. Pauli zur Eintracht seien deshalb extrem schwierig und langwierig gewesen.

"Das ist alles kompliziert", gab Zambrano selbst kürzlich zu und auch Sportdirektor Bruno Hübner gab ein pessimistisches Zwischenfazit: "Carlos hat großes Interesse, bei der Eintracht zu bleiben. Aber er hat deutlich gemacht, dass er unter diesen Bedingungen die Chancen auf einen Verbleib als gering einschätzt."

Hübner: Absage "durchaus möglich"

Eine Absage, so Hübner weiter sei daher aufgrund der "vorhandenen Komplexität durchaus möglich". Dem Vernehmen nach haben die Frankfurter Zambrano einen Vertrag bis 2020 vorgelegt, der ihm mit allen Prämien ein durchschnittliches Jahresgehalt von drei Millionen Euro einbringen würde. Allerdings wollen die Frankfurter die Agentur dabei wohl aus dem Boot haben.

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Andernfalls würden die Frankfurter bei einem Weiterverkauf des 25-Jährigen deutlich weniger verdienen. Darüber hinaus ist die Third-Party-Ownership, bei der dritte Parteien Anteile an Spielern und somit Einfluss auf deren Karriere haben, ins Visier des Weltverbandes FIFA gekommen und soll zunehmend verboten werden.

Zambranos Vertrag läuft nach der Saison aus, er könnte Frankfurt also ablösefrei verlassen, sollten sich beide Seiten nicht einigen. Doch Hübner gibt noch nicht auf: "Carlos hat seine Position gegenüber der Agentur deutlich vertreten und besteht auf Klärung seiner Situation." Aufgrund der ausstehenden Entscheidung aber sei auch klar, "dass wir zweigleisig fahren müssen und den Markt genau analysieren".

Carlos Zambrano im Steckbrief

Adrian Franke

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