Königstransfer ohne Transferperiode

Mittwoch, 25.02.2015 | 17:11 Uhr
Thorgan Hazard erzielte vier Treffer in 29 Pflichtspielen für Gladbach und bereitete acht weitere vor
© getty
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Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl ist mit der festen Verpflichtung von Thorgan Hazard vor dem Europa-League-Rückspiel gegen Sevilla (19 Uhr im LIVE-TICKER) ein Transfercoup gelungen, an den vor einem Jahr nicht zu denken war. Der Belgier hat am Niederrhein den nächsten Entwicklungsschritt gemacht und entwächst dem Schatten seines Bruders Eden Hazard zusehends. Die Entscheidung pro Borussia ist aber auch für den Youngster die richtige.

So richtig fit war keiner der Gladbach-Profis am vergangenen Montagmorgen. Zwei Auswärtsreisen nach Sevilla und Hamburg binnen vier Tagen lagen hinter den Profis, mehr als 180 Pflichtspielminuten mit nur sehr wenig Regenerationszeit steckten den Fohlen in den Knochen. Entsprechend müde schlurften die VfL-Kicker in ihren Trainingsanzügen vom Parkplatz zum Trainingsgelände.

Nur einem sah man die Anstrengung der vergangenen Tage nicht an. Mit schicken Schuhen, Jeans, Hemd und Sakko betrat Thorgan Hazard die Geschäftsstelle auf der Hennes-Weisweiler-Allee. Lange brauchten seine Mannschaftskollegen nicht, um den feinen Zwirn des Belgiers einordnen zu können. "Ah, ist es soweit, unterschreibst Du?", fragten Sie ihn, erzählte Hazard unmittelbar nach seiner Vertragsverlängerung bis 2020.

Dem Schatten des Bruders entwachsen

Eine Unterschrift, mit der vor einem Jahr noch niemand rechnen konnte. Hazard gilt als eins der größten Talente im belgischen Fußball. Der FC Chelsea holte den damals 18-Jährigen 2012 zusammen mit seinem Bruder Eden Hazard, der wie Thorgan in der Ligue 1 kickte, nach England, verlieh ihn anschließend aber sofort zum SV Zulte Waregem. Während sein Bruder mit den Blues bereits um internationale Titel spielte, machte Thorgan den nächsten Schritt in seiner belgischen Heimat.

Vom Nobody zum Sonnenschein: Thorgan Hazard im Porträt

Schon nach seiner ersten Saison wurde er zum Spieler des Jahres in Belgien gekürt und feierte völlig überraschend die Vizemeisterschaft mit seinem Klub. In der folgenden Spielzeit gelangen ihm satte 14 Tore und 15 Vorlagen. "Ich bin stolz, dass ich mir jetzt selbst einen Namen gemacht habe", freute sich Hazard nach seinen überragenden Leistungen in der Jupiler League.

Eberl spielt das beste Blatt

Dass Chelsea im Anschluss an die Leihe signalisierte, Hazard ein weiteres Jahr in einer Top-Liga parken zu wollen, rief halb Europa auf den Plan. In Deutschland buhlten unter anderem Schalke, Wolfsburg und Gladbach um das belgische Riesen-Talent. "Er ist ein sehr interessanter junger Spieler", erklärte Sportdirektor Max Eberl und ergänzte: "Es ist ja bekannt, dass wir versuchen, immer wieder einen jungen Überraschungsspieler zu finden. Das könnte auch in diesem Jahr so sein."

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Eberl stellte einmal mehr sein Überzeugungs- und Verhandlungsgeschick unter Beweis und lotste Hazard an den Niederrhein. Für ein Jahr, ohne Kaufoption. "Die Spielweise und Philosophie der Borussia passt am besten zu mir", begründete der Neuzugang seine Entscheidung. Wirklich große Chancen, ein Talent dieses Kalibers über die Leihe hinaus in Gladbach halten zu können, machte sich bei den Borussen aber niemand.

Knapp acht Monate später hat Hazard einen langfristigen Vertrag bis zum Sommer 2020 am Niederrhein unterschrieben. "Ich habe hier für vier Jahre plus ein weiteres Jahr Option unterschrieben, weil ich denke, dass Borussia für mich der richtige Verein ist, um weiter zu wachsen", erklärte Hazard, der den Standort Mönchengladbach in seinem ersten halben Jahr zu schätzen gelernt hat.

"Wenn man für so eine lange Zeit unterschreibt, muss man den Verein vorher kennen und sich wohl fühlen. Eine gute Mannschaft, ein guter Trainer, das ist für mich ein guter Platz, um mich weiter zu entwickeln", so der 21-Jährige weiter.

Erstaunlich bodenständig

Ähnlich wie Landsmann Kevin De Bruyne, der ebenfalls beim FC Chelsea unter Vertrag stand und ins Ausland verliehen wurde, war es auch Hazard wichtig, eine gewisse Beständigkeit in sein Leben zu bekommen. "Ich will mehrere Jahre für einen Klub spielen", freut sich Hazard, nachdem er seine Zelte in den vergangenen drei Jahren in drei Ländern auf- und wieder abbrach.

Ein wichtiger Faktor ist auch seine Familie, die fußballbegeisterter kaum sein könnte. Neben Eden spielten auch Mutter Carine und Vater Thierry Fußball auf Erst- bzw. Zweitligalevel. Es versteht sich von selbst, dass auch seine beiden jüngeren Brüder Kylian und Ethan versuchen, es ihren älteren Geschwistern gleich zu tun.

Auch Hazards Privatleben ist weit von dem eines typischen 21-Jährigen entfernt. Seit mehr als sechs Jahren ist er mit seiner Freundin liiert, zusammen habe beide eine einjährige Tochter.

Die richtige Entscheidung

Hazards Entscheidung, nicht zum FC Chelsea zurückzukehren, ist aber nicht nur aufgrund der Nähe zu seiner belgischen Heimat, ein logischer Schritt. Mit Lucien Favre hat er in Gladbach einen Trainer, der schon mehrfach bewiesen hat, dass er das richtige Gespür und Näschen hat, Talente Stück für Stück aufzubauen und zu entwickeln.

Dass Hazard zu Beginn der Saison nur selten berücksichtigt wurde, sorgte bei seinem Bruder Eden, der sich so oft wie möglich die Spiele der Borussia anschaut, zwar für Verärgerung, ist aber typisch für Favres Umgang mit Talenten. Jose Mourinho, Favres Pendant in London, liegt die Arbeit mit fertigen Spielern mehr.

Den Fohlen ist mir der Verpflichtung ein großer Coup gelungen, auch die kolportierte Ablöse von acht Millionen Euro ist absolut gerechtfertigt. Sollte Hazard seine Entwicklung so vorantreiben, wie es ihm in der Vergangenheit gelungen ist, wäre er für einen Verein wie Mönchengladbach schon in ein oder zwei Jahren nicht mehr finanzierbar.

Zwar wird es ebenso schwer werden, den Youngster zu halten, im Falle eines Abgangs winkt der Borussia aber eine zweistellige Ablösesumme. Gut möglich, dass diese dann aus London kommt. Die Blues ließen sich eine Rückkauf-Option im Transfervertrag Hazards eintragen.

Alles zu Thorgan Hazard

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