Die Opta-Zahlen zum 20. Spieltag

Arjen und die Jungfräulichkeit

SID
Montag, 09.02.2015 | 13:11 Uhr
Arjen Robben fehlt nur noch ein Treffer gegen Paderborn um die 17 vollzumachen
© getty
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Der "Beckham der Ukraine" ist auf Rekordkurs, während Hamburg trotz eines neuen Goalgetters noch zittern muss. Einem Bayern-Star fehlt währenddessen noch eine Trophäe in seiner Sammlung. Das und mehr in den Opta-Zahlen zum 20. Spieltag.

Mit Beckham nach Europa: Es mag einem fast schon unheimlich werden, aber was Werder Bremen im Moment aus der Trickkiste hechselt ist schon beachtlich. Erstmals seit April/Mai 2010 gewannen die Nordlichter 4 Spiele in Folge. Unter Viktor "Beckham der Ukraine" Skripnik war es der 7. Sieg im 11. Spiel - Platz 1 in der Rückrundentabelle, was für eine Auferstehung - Europa winkt. Ja ist denn heut schon Ostern?

Der Ballstreichler aus Österreich: Apropos Beckham - passend dazu legte Zlatko Junuzovic gegen Leverkusen das 4. Ei per direktem Freistoß in ein fremdes Nest. Letztmals gelang dies in einer Saison für Bremen dem Brasilianer Diego (2008/09).

Hamburgs neuer Goalgetter: Bleiben wir gleich im Norden, denn auch in Hamburg ist man auf dem aufsteigenden Ast. Und wenn dort einer für den Aufschwung und Tore herhalten muss, dann im Moment Marcell Jansen. Der 29-Jährige entwickelt im Super-Sturm des HSV auf seine alten Tage noch wahre Torjägerqualitäten. Zwei Buden in vier Tagen - das waren genauso viele, wie in den letzten beiden Spielzeiten zuvor.

Auf den Spuren von Nürnberg: Supersturm? Auch mit Jansen steht der HSV im Moment bei nur 14 Treffern - Bestwert im negativen Sinne. Und die Mannschaft von Joe Zinnbauer darf gewarnt sein, denn seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 1995/96 stieg in 14 von 19 Fällen das Team mit den wenigsten Toren ab. Die Statistik Lügen strafte zuletzt der 1. FC Nürnberg in der Saison 2009/10 mit 32 Toren.

Die Vielfalt ist entscheidend: Er bekommt den Ball auf rechts, zieht mit dem linken Fuß nach innen - Tor! Tausend Mal gesehen, tausendmal geschehen. Was relativ simpel klingt, ist die Wunderwaffe von Arjen Robben - Stuttgart bekam dies als 16. der 17 aktuellen Bundesligagegner von Bayern München zu spüren. Somit hat Robben seine schwäbische Jungfräulichkeit abgelegt. Es fehlt lediglich noch Paderborn, aber die hatten auch erst einen Versuch und dürfen schon bald wieder ran.

Die Opta-Statistik von Arjen Robben in der Saison 2014/15

Geizige Knappen: Es war nicht der Leckerbissen am Freitagabend - Schalke gewinnt zuhause mit einem mageren 1:0 gegen Gladbach. Hätte man aber auch vorher draufkommen können. Denn: Mit dieser Partie fielen in den letzten vier Duellen in Gelsenkirchen gerade mal fünf Tore.

Ein Glückwunsch dem Jubilar: Immerhin durfte Tranquillo Barnetta bei Schalke feiern. Der Schweizer krönte sein 250. Bundesligaspiel direkt mit dem Treffer zum Sieg. Wenn schon der Schweizer daheim gegen Gladbach trifft, ist es auch nicht überraschend, dass er mit 78 Minuten pro Torbeteiligung der effektivste Spieler in der aktuellen Saison ist.

Halbzeitführung = Sieg: Eines muss man den Schalkern aber trotzdem lassen, denn konsequent sind sie. Führte Königsblau zur Halbzeitpause, ging man in den letzten 18 Bundesligaspielen auch als Sieger vom Platz. Außerdem ist man seit nunmehr fünf Partien ungeschlagen (3 Siege, 2 Remis).

Kevin allein zu Haus: Er managt den Haushalt des VfL Wolfsburg quasi im Alleingang - Kevin de Bruyne ist im Moment einfach nicht zu stoppen. In 20 Spielen war der Belgier an 18 Toren direkt beteiligt (7 Tore, 11 Vorlagen). Absoluter Ligabestwert!

Der BVB und seine Lebensversicherung: Wo stünde Borussia Dortmund nur ohne seine Topstürmer Adrian Ramos und Ciro Immobile - vermutlich nicht viel weiter unten. Denn die Lebensversicherung des BVB heißt Pierre-Emerick Aubameyang. Der Gabuner war an zehn der letzten 15 Bundesligatoren der Schwarz-Gelben direkt beteiligt (6 Tore, 4 Vorlagen).

Freiburg - patzen verboten: Wenn's sche*** läuft, läuft's sche***! Denn der SC Freiburg befindet sich nicht nur auf einem Abstiegsplatz, sondern kassierte in dieser Saison bereits neun Gegentore nach einem groben Patzer. Zum Vergleich: Die Bayern bringen es bislang insgesamt auf neun Gegentore.

Ladehemmung im Ländle: Immerhin einen Negativrekord könnten die Freiburger bald loswerden. Denn seit 554 Minuten wartet Erzrivale Stuttgart zuhause schon auf einen Treffer. Auf den Rekord des SCF aus der Saison 2009/10 fehlen damit nur noch 55 Minuten. Und da soll noch mal einer sagen, die Schwaben wären geizig.

Kölle alaaf: Das dürften sich wohl die Paderborner sagen, denn die Mannschaft von Andre Breitenreiter ist gegen Lieblingsgegner Köln seit nunmehr drei Pflichtspielen ungeschlagen (1 Sieg, 2 Remis).

Minimalistischer Effzeh: Nicht nur konnte die Truppe von Peter Stöger gegen Paderborn nicht gewinnen, das 0:0 gegen den SCP war das dritte torlose Remis vor eigenem Publikum in Folge. Das gab es in 52 Jahren Bundesliga zuvor noch nie.

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