Montag, 16.02.2015

Der 21. Spieltag in Opta-Zahlen

Diagnose: Hexenschuss!

Hamburgs bemitleidenswertem Keeper Jaroslav Drobny bescheren die Bayern-Spiele üble Rückenschmerzen, während Kölns Bettlaken-Krieger sich am Rosenmontag die Rheinderby-Bilanz schönsaufen können. Außerdem: Weshalb der Skripnicker einen Rentenvertrag verdient.

Regelmäßiges Deja-Vu für Jaroslav Drobny: Gegen Bayern Bälle aus dem Netz holen
© getty
Regelmäßiges Deja-Vu für Jaroslav Drobny: Gegen Bayern Bälle aus dem Netz holen

Stuttgart - noch nicht ganz meisterlich: Ende 2012 hat Gotoku Sakai mal in einem "Bild"-Interview gesagt: "Ich will bleiben und mit dem VfB Meister werden". Reicht eigentlich als Pointe, doch hier müssen ja Zahlen rein. Die 18 passt derzeit recht gut zum VfB, das haben aber die meisten mitbekommen. Was nicht jeder auf dem Zettel hat: Sakais Billard-esker Zufallsbolzer war sein erstes Bundesliga-Tor im 84. Anlauf. Zugegeben: noch nicht ganz meisterlich...

2019 vs. 05 = 8: Eine ähnlich bemerkenswerte Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit kennt man diese Saison auch in Dortmund. Doch zwischen Vertragsverlängerungspoker und den üblichen wechselseitigen Verbalkindereien mit den Lieblingsfreunden aus München werden nun auch sportlich wieder positive Schlagzeilen geschrieben. Erstmals seit dem dritten Spieltag feiert der BVB zwei Siege in Serie. Und #reus2019 spielte gegen Mainz entfesselt auf: Achtes Bundesligator gegen die 05er - mehr Lieblingsgegner geht nicht.

Marco Reus' Statistik im Spiel gegen Mainz 05


Rentenvertrag für Viktor S.: In Bremen hingegen ticken die Uhren anders. Vollkommen desillusioniert von Abstiegskämpfen und diversen Superlativen des Den-eigenen-Ansprüchen-Hinterherlaufens reibt sich derzeit die Weserstadt verblüfft die Augen. W-W-N-W-N-U-N-W-W-W-W-W! Victory Skripnik hat Werder mit der trockensten Aura seit Thomas Schaaf wieder in die Spur gebracht. Fünf Siege in Folge gab es zuletzt 2006/2007. Damals stand am Ende die Champions League, wo die Rosenbergs und Sanogos dieser Welt sogar Real Madrid schlugen. Wir fordern: Rentenvertrag für den Skripnicker!

Arbeitsverweigerung in Zahlen: Die einzig sinnvolle Anschluss an das Thema Champions League kann - wer sonst? - nur der Hamburger SV sein. Dem gelang in München einmal mehr Rekordverdächtiges und der Beweis, dass sich körperlos-kollektive Arbeitsverweigerung in der Defensive auch in Zahlen messen lässt: Gewaltigste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte? Check. Für Bayern wiederum war es der höchste Sieg seit 1984, einem 9:0 gegen Offenbach. Vierfacher Torschütze damals: Karl-Heinz Rummenigge.

Der Hexenschuss des Jaroslav: Und dann war da noch der bemitleidenswerte Jaroslav Drobny. Hamburgs Schlussmann dürfte aus den meisten Spielen gegen Bayern einen verheerenden Hexenschuss vom ständigen Bälle-aus-dem-Netz-Holen davontragen. In seiner Zeit mit Hertha und Hamburg hat sein Team sagenhafte 37 Buden gegen Bayern kassiert - auch wenn er bisweilen nur auf der Bank Platz nahm. Macht nichtsdestotrotz 2,64 pro Partie. Autsch! Die schmerzhafte Auflistung besagter 13 Drobny-Duelle mit dem FCB hier nochmal zur Übersicht: 0:0, 1:4, 1:4, 2:1, 2:5, 1:3, 0:0, 0:6, 0:5, 1:1, 0:3, 2:9, 1:3, 1:4, 0:0, 0:8.

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