Kritik an Bayern-Spiel in Saudi-Arabien

SID
Dienstag, 20.01.2015 | 11:17 Uhr
David Alaba und der FC Bayern spielten ein Freundschaftsspiel in Saudi-Arabien
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe

Die Reise von Rekordmeister Bayern München nach Saudi-Arabien und das Freundschaftsspiel gegen Al-Hilal haben für Kritik aus der Politik gesorgt.

"Der Sport hat so eine starke Stimme, aber er nutzt sie leider nicht an den Stellen, an denen es sinnvoll und hilfreich wäre", sagte Dagmar Freitag (SPD).

Die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag ergänzte in der "Süddeutschen Zeitung": "Fußballer müssen ja keine Politiker sein, aber sie sollen sich der Menschenrechtslage bewusst sein und durchaus mal ein Zeichen setzen."

Die Bayern hatten den Test am Samstagabend in Riad (4:1) auf dem Rückweg von ihrem Trainingslager in Katar bestritten.

"Es liegt keine Ehre darin"

"Wir verfolgen die Entwicklung der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien genau und es ist wichtig, dass wir bei sportlichen Veranstaltungen nicht die Augen davor verschließen, sondern auch diese Themen aufnehmen. Sport kann dabei nicht die Lösung sein, aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten", sagte Christoph Strösser, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, der "SZ".

Auch der sportpolitische Sprecher der Grünen, Özcan Mutlu, kritisierte den Auftritt: "Es liegt keine Ehre darin, ein Testspiel in Riad durchzuführen, wenn sozusagen neben dem Stadion dem Blogger Badawi mit 1000 Peitschenhieben die Haut vom Rücken gezogen wird", sagte er.

Auch Saudis sauer auf Bayern

Stress haben die Bayern auch mit den Saudis selbst, weil die Spieler von Al-Hilal nicht auf das Bankett mit den Bayern kamen. "Das ist unverschämt und inakzeptabel. Meinem Team wurde verboten, hineinzugehen. Uns wurde zugesagt, dass wir ein gemeinsames Dinner haben werden", zitiert die "Bild" Klub-Boss Prinz Abdulrahman bin Musaid.

Die Bayern wollen sich dafür offenbar beim Prinzen entschuldigen, auch wenn sie laut eigener Aussage keine Schuld trifft. ""Das war ein großes Missverständnis. Wir hatten im Saal noch auf die Mannschaft gewartet. Als Gast konnten wir die Zugangsberechtigungen gar nicht vor Ort bestimmen", sagte Mediendirektor Markus Hörwick.

Der FC Bayern in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung