Freitag, 30.01.2015

BVB-Präsident warnt

Rauball erwartet "schwere Rückrunde"

Als Tabellenvorletzter startet Borussia Dortmund am Samstagabend bei Bayer Leverkusen (18.30 Uhr im LIVE-TICKER) das Unternehmen Klassenerhalt. BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball prognostiziert eine schwierige Rückrunde und sieht ein bislang unbekanntes Phänomen. Trainer Jürgen Klopp steht derweil trotz der verkorksten Hinrunde nach wie vor nicht zur Diskussion.

Reinhard Rauball warnt den BVB vor einer schweren Rückrunde
© getty
Reinhard Rauball warnt den BVB vor einer schweren Rückrunde

"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Die Mannschaft hat in La Manga ein sehr engagiertes Trainingslager absolviert. Jürgen Klopp hat das Thema Abstiegskampf richtig angesprochen. Und unsere personellen Alternativen sind durch Spieler, die wieder genesen sind und durch Winter-Neuzugang Kevin Kampl besser als in weiten Teilen der Hinrunde. Kampl wird auf Anhieb eine Verstärkung bedeuten", betonte Rauball gegenüber den "Ruhr Nachrichten".

Gleichzeitig sei er aber "auch davon überzeugt, dass es eine sehr schwere Rückrunde wird. Von den Mannschaften im Tabellenkeller sind wir die einzige, die noch in drei Wettbewerben vertreten ist. Neben der Bundesliga noch im DFB-Pokal und in der Champions League. Das muss also noch neben der Meisterschaftssaison bewältigt werden. Das kostet zusätzliche Kraft."

Immerhin hat es der BVB in den vergangenen Jahren "nach einem Champions-League-Spiel häufiger erlebt, dass es in der Meisterschaft nicht unbedingt erfolgreich lief. Es sind zwar in der Liga noch 51 Punkte zu vergeben, aber diese 51 Punkte gab es auch in der Hinrunde zu gewinnen - und davon haben wir eben nur 15 geholt."

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BVB-Lage ein unbekanntes Phänomen

Dennoch befindet sich die Borussia in bester Gesellschaft: Mit Werder Bremen, dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV stecken drei weitere Traditionsvereine im Abstiegskampf. "Ich bin weit davon entfernt, jemanden als Absteiger einzuordnen", betonte Rauball allerdings: "Wir haben genug mit unserer eigenen Situation zu tun und mit einem Phänomen, das ich in meiner ganzen Zeit beim BVB so noch nie vorgefunden habe."

Man könne schließlich jetzt, so Rauball weiter, "eine Umfrage in Dortmund machen zum BVB. Und das Ergebnis wird sein, dass Leute sagen: Borussia Dortmund steigt ab, muss in die Relegation, schafft noch einen internationalen Platz, kommt sogar noch in die Champions League. Letzteres hat gerade erst Günter Netzer gesagt. Eine solche Spanne in den Vorhersagen hat es für eine Mannschaft, die zur Winterpause auf einem Abstiegsplatz steht, noch nie gegeben."

"Großer Fehler, Situation zu unterschätzen"

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Doch sich selbst verbietet er alle Gedanken an einen möglichen Sturmlauf auf die internationalen Plätze: "Meine Gedanken sind ausschließlich auf das Ziel Klassenerhalt ausgerichtet. Es hat noch nie geholfen, Schritt zwei oder drei anzudenken, bevor man Schritt eins getan hat. Es wäre der erste große Fehler, unsere Situation zu unterschätzen."

Trotzdem teilt Rauball die Ansicht von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der kürzlich erklärte, er würde Klopp nie entlassen. "Uneingeschränktes Ja", stellte Rauball klar: "Warum soll dieser überragende Trainer seine Fähigkeiten jetzt nicht mehr haben, nur weil ein paar Spiele nicht so wie erhofft ausgegangen sind?"

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Adrian Franke

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