Mustervertrag offenbart Vorhaben

DFL plante Fastenverbot

SID
Freitag, 30.01.2015 | 19:42 Uhr
Die DFL plante ein Fastverbot für Bundesliga-Profis
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
Serie A
Fr02:00
Flamengo -
Chapecoense
CSL
Sa13:35
Tianjin Teda -
Guangzhou R&F
Segunda División
Sa21:00
Getafe -
Teneriffa (Finale Rückspiel)
Serie A
So00:00
Santos -
Sport Recife
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Sao Paulo -
Fluminense
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plante ein Fastenverbot für Bundesligaprofis. Dies geht aus dem 29 Seiten umfassenden Entwurf eines Mustervertrags hervor, den die DFL im April 2014 formuliert hat und der dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" vorliegt.

Unter der Überschrift "Gesundheit und Krankheit" heißt es, dass ein Spieler einen "Konflikt zwischen der Befolgung religiöser oder hiermit vergleichbarer Regeln [...] (zum Beispiel durch eine Fastenzeitregel)" und seiner Fitness "zugunsten der Sicherung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit auflösen" werde.

Der Passus zielte vor allem auf muslimische Profis, die den Ramadan befolgen und während dieses heiligen Monats zwischen Sonnenaufgang und -untergang nichts essen. Nach Protesten vieler Klubs und der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) hat die DFL die Passage Ende vergangenen Jahres aus dem Vertragsentwurf gestrichen. Nach Ansicht des VDV-Geschäftsführers Ulf Baranowsky sei eine solche Klausel "nicht mit der verfassungsmäßig geschützten Religionsfreiheit vereinbar und würde auch im Hinblick auf die internationale Vermarktung der Bundesliga ein ungünstiges Signal setzen".

Die DFL teilte mit, dass sie in dem Mustervertrag "nach einer weiteren internen Überarbeitungsrunde" auf die umstrittene Klausel verzichten werde. 2009 hatte Zweitligist FSV Frankfurt drei muslimische Profis abgemahnt, weil sie die Regeln des Ramadan befolgten. Man einigte sich außergerichtlich.

Die Bundesliga in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung