Dienstag, 27.01.2015

DFL-Boss: Vermarktung der Liga vorantreiben

Seifert fordert globale Expansion

DFL-Boss Christian Seifert hat die globale Expansion des Produkts "Fußball-Bundesliga" als großes Ziel ausgegeben. "Es wird mittel- bis langfristig maximal drei Ligen geben, denen die Fans weltweit folgen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) beim Neujahrsempfang.

Die Bundesliga-Prominenz trifft sich in Frankfurt. Christian Seifert (2. v. l.) formuliert hohe Ziele
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Die Bundesliga-Prominenz trifft sich in Frankfurt. Christian Seifert (2. v. l.) formuliert hohe Ziele

Diese Ligen "werden sich finanziell und qualitativ immer weiter absetzen", sagte Seifert, der vergangene Woche den zehnten Bundesliga-Umsatzrekord in Folge (2,45 Milliarden Euro) vermelden konnte, im edlen Frankfurter Palais Thurn und Taxis: "Und entweder wir gehören dazu oder wir wandern in unserer Erfolgskurve langsam wieder nach unten."

Im April 2016 will die DFL die Medienrechte ab der Saison 2017/18 verkaufen. "Wir brauchen einen Abschluss der internationale Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht", sagte Seifert: "Die Bundesliga, egal wie erfolgreich wir im Moment sind, befindet sich in einem Verdrängungswettbewerb. Wir müssen die Liga mit vereinten Kräften national und international noch besser positionieren. Es wird nicht reichen, wenn wir die Bundesliga national als große Institution feiern und nicht über die Grenzen hinaus gehen."

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Bis zu eine Milliarde Umsatz durch Verkauf der Medienrechte

Beim Verkauf der Medienrechte in rund einem Jahr könnte es für die "Weltmeister-Liga" um eine Milliarde Euro pro Spielzeit geben. In der laufenden Saison werden "lediglich" 690 Millionen Euro ausgeschüttet.

Um welche Summen es zukünftig geht, machte Seifert schon vergangene Woche deutlich. Der DFL-Boss prognostizierte 835 Millionen Euro (673 Millionen national, 162 Millionen international) für die Saison 2016/17. Für den folgenden Vertrag peilt Seifert ein Wachstum von rund zehn Prozent bei den nationalen Rechten an, Liga-Boss Reinhard Rauball möchte die internationalen Erlöse auf 200 bis 250 Millionen Euro steigern - und schon wäre die Milliarde mehr oder weniger erreicht.

Und das, obwohl die DFL noch gar nicht weiß, welche Rechtepakete sie ausschreiben darf. Das hängt vom Kartellamt ab, die Gespräche zwischen DFL und Amt laufen aber bereits. Und sollte neben den Interessenten für die Internetrechte auch noch ein Sky-Konkurrent im Pay-TV-Bereich hinzukommen, würde die "Heimat der Weltmeister" (Seifert) noch wertvoller werden.

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