Starkes Kampl-Debüt bei BVB-Sieg

SID
Dienstag, 13.01.2015 | 12:02 Uhr
Kevin Kampl (l.) zeigte bei Test gegen den FC Sion ein starkes Debüt
© getty
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Hertha BSC unterliegt dem Drittligisten aus Halle, der erst spät richtig aufdreht. Gladbach verliert erst gegen Werder und einen gut aufgelegten Junuzovic - und später gegen Genclerbirligi. Stuttgart feiert in einem kurzfristig angesetzten Test-Erfolg gegen Nürnberg. Dortmund siegt beim Debüt des Neuzugangs, auch ein 16-Jähriger überzeugt. Der FC Bayern eröffnete seine Testphase mit einem Sieg in Doha.

Katar Stars - Bayern München 1:4 (1:3)

Tore: 0:1 Weiser (3.), 0:2 Weiser (14.), 1:2 Harbaoui (26.), 1:3 Ribery (43.), 1:4 Pizarro (90.)

Aufstellung FC Bayern: Reina (62. Zingerle) - Boateng (63. Badstuber), Dante, Bernat (46. Rafinha) - Rode (69. Kurt), Schweinsteiger (46. Xabi Alonso), Gaudino (69. Hingerl) - Müller (46. Götze) - Weiser, Lewandowski (60. Pizarro), Ribery (46. Eberwein).

Im ersten Test im Trainingslager von Doha/Katar kam der FC Bayern zu einem mühelosen 3:1 (3:1)-Erfolg über die Katar Stars, einem Auswahlteam aus der nationalen Liga, das von Michael Laudrup trainiert wurde.

Die Münchner erwischten einen Blitzstart und gingen bereits in der vierten Minute durch einen Treffer von Mitchell Weiser nach Vorlage von Thomas Müller in Führung (3.). Weiser war es auch, der elf Minuten später in Robben-Manier von rechts nach innen zog und den Ball von der Strafraumkante ins lange Eck beförderte.

Der Weiser-Doppelpack im RE-LIVE

Die Gastgeber erzielten dann zur Überraschung aller den Ehrentreffer bereits in der 26. Minute, als die Münchner vergeblich auf Abseits spielten und Hernandez laufen ließen. Dieser legte von rechts quer und dann überwand Hamdi Harbaoui den geschlagenen Ersatzkeeper Pepe Reina. Doch noch vor der Pause gelang Franck Ribery der Treffer zum Halbzeitstand. Den Endstand besorgte derweil der eingewechselte Claudio Pizarro in der Nachspielzeit.

Nach der Pause fingen die Wechselspiele von Pep Guardiola an, der bis auf Dante und den Doppeltorschützen Weiser die komplette Startelf durchtauschte. Nicht zum Einsatz kamen Manuel Neuer und Arjen Robben, die erst spät aus Zürich von der FIFA-Gala zurückkamen.

Borussia Dortmund - FC Sion 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Stankovic (59.)

Aufstellung Dortmund (1. Hälfte): Weidenfeller - Piszczek, Hummels, Ginter, Dudziak - Sahin, Gündogan - Passlack, Kampl Großkreutz - Immobile

Aufstellung Dortmund (2. Hälfte): Alomerovic - Passlack, Subotic, Stankovic, Schmelzer - Kehl - Kuba, Kirch, Jojic, Dudziak (62. Harder) - Immobile

Der BVB tankt im Trainingslager in La Manga die erste Portion Selbstvertrauen. Winter-Neuzugang Kevin Kampl zeigte dabei ein sehr ansprechendes Debüt für die Dortmunder. Der Slowene war in der ersten Hälfte der Aktivposten im BVB-Spiel, forderte viele Bälle und war stets anspielbar. Neben Kampl überzeugte auch der erst 16-jährige Felix Passlack auf dem rechten Flügel.

Die Borussen waren im ersten Abschnitt klar feldüberlegen, konnte die sich bietenden Chancen allerdings nicht nutzen. Roman Weidenfeller wurde im ersten Durchgang lediglich einmal gefordert.

Kampls Debüt im RE-LIVE

Nach dem Seitenwechsel tauschte Jürgen Klopp fast komplett aus, einzig Ciro Immobile und Passlack durften 90 Minuten ran. Die Schweizer aus Sion waren in der zweiten Hälfte noch ungefährlicher, so dass der Treffer von U-23-Verteidiger Jon Gorenc-Stankovic absolut überfällig war. Einen Tag vor seinem 19. Geburtstag traf der Slowene nach einer Ecke.

"Ich habe viele gute Dinge gesehen, das Bemühen um vieles war da. Wir haben einige Möglichkeuiten gehabt, haben uns ordentliche Chancen kreeiert, auch wenn das Tor nach einer Standardsituation gefallen ist. Ich bin zufrieden für heute", sagte Klopp nach dem Spiel zu der Leistung seiner Truppe, die am Morgen noch eine Trainingseinheit absolviert hatte.

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 2:3 (2:0)

Tore: 1:0 Kruse (22.), 2:0 Hahn (36.), 2:1 Aycicek (58.), 2:2 Junuzovic (69.), 2:3 Junuzovic (70.)

Aufstellung Mönchengladbach: Blaswich - Daems (48. Schulz), Stranzl, Nkansah, Jantschke - Nordtveit, Xhaka, Herrmann, Hahn, - Johnson (75. Ritter), Kruse

Aufstellung Werder Bremen: Wolf - Selassie (46. Busch), Galvez, Caldirola, Garcia (46. Sternberg) - Bargfrede (Eggestein), Bartels (46. Kroos), Junuzovic, Aycicek - Öztunali, Lorenzen (46. Selke)

Zlatko Junuzovic nimmt Gladbach einen sicher geglaubten Sieg! Dabei erwischte Favres Elf den besseren Start in die Partie. Nachdem Max Kruse in der 19. Minute noch an der Latte scheiterte, machte es der Stürmer vier Minuten mit einem Schuss ins lange Eck genauer. Kurz darauf erhöhte Andre Hahn, der von Granit Xhaka mit einem weiten Pass in Szene gesetzt wurde, auf 2:0.

Doch mit frischem Personal übernahm Werder in der zweiten Halbzeit die Initiative und verkürzte nach rund einer Stunde in Person von Levent Aycicek. Dann schlug die Stunde von Junuzovic: Mit einem Doppelpack in der 69. und 70. Minute belohnte der Bremer sein Team für den engagierten Auftritt.

Die Fohlen erholten sich von diesen Treffern nicht mehr und konnten sich am Ende sogar noch bei Janis Blaswich bedanken, dass es beim 2:3 blieb.

Borussia Mönchengladbach - Genclerbirligi 2:4 (1:2)

Tore: 0:1 Stancu ( 6./FE), 0:2 Stancu (13.), 1:2 Ritter (27.), 1:3 Celik (69.), 2:3 Ritter (74.), 2:4 Petrovic (88.)

Austellung Möchengladbach: Heimeroth - Korb, Schulz, Brouwers, Wendt - Kramer, Marx - Sezer, Dahoud - Ritter, Hrgota

Die Borussia musste schon nach gut 15 Minuten einem Rückstand hinterherlaufen. Bogdan Stancu wurde im Sechzehner von Marvin Schulz gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selber (6.). Wenige Minuten später legte der Stürmer per Kopf nach (13.) und erhöhte auf 2:0 für die Gäste.

Noch vor der Pause gelang den Fohlen durch Marlon Ritter nach Vorarbeit von Mahmoud Dahound der Anschlusstreffer (27.). Unverändert startete das Team von Lucien Favre dann in Halbzeit zwei.

Das Süper-Lig-Team baute Mitte der zweiten Halbzeit seine Führung auf 3:1 aus. Eine Kocer-Flanke fand in Mervan Celik einen dankbaren Abnehmer (69.). Doch die Gladbacher steckten nicht auf. Ritter brachte sein Team per Freistoß nochmal heran (74.), doch Petrovic machte zum Ende der Partie den Deckel drauf (88.).

Hertha BSC - Hallescher FC 1:3 (1:1)

Tore: 0:1 Gogia (27.), 1:1 Stocker (42.), 1:2 Aydemir (84.), 1:3 Aydemir (87.)

Aufstellung: Jarstein - Pekarik (46. Ndjeng), Langkamp (61. Heitinga), Brooks (75. Janker), Plattenhardt (46. van den Bergh) - Hegeler (75. Hosogai), Lustenberger (61. Niemeyer)- Haraguchi, Ronny, Stocker (61. Schulz) - Schieber (61. Wagner)

Kalte Dusche für die Hertha im neuen Jahr! Gegen den Drittligisten Hallescher FC setzte es gleich mit der ersten Chance der Gäste den Rückstand. Einen Foulelfmeter sowie den ersten Nachschuss von Akai Gogia konnte Rune Jarstein jeweils parieren, doch Gogia netzte im dritten Anlauf - weil Berlins Abwehr kollektiv pennte.

Die Hauptstädter dominierten zwar, konnten ihre Überlegenheit aber lange nicht in Tore ummünzen. Erst Valentin Stocker besorgte kurz vor der Pause mit einem trockenen Abschluss den Ausgleich. Nach Wiederanpfiff tat sich die Hertha jedoch schwerer, auch Halle kam zu Chancen. Jarstein bewahrte Berlin mehrmals vor dem erneuten Rückstand.

In der Schlussphase schien dem Team von Jos Luhukay jedoch die Konzentration auszugehen. Selim Aydemir gab der Hertha innerhalb von drei Minuten mit einem Doppelpack den Rest.

VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Gentner (3.), 2:0 Werner (75.)

VfB Stuttgart: Ulreich (46. Kirschbaum) - Schwaab, Haggui, Niedermeier - Klein, Romeu (46.Rausch), Gentner (46. Ristl) , Maxim (46. Leitner), Hlousek (46. Kostic) - Harnik (46.Werner), Sararer (46. Ibisevic)

Früher Schock für den 1. FC Nürnberg! Bereits in der dritten Minute vollendete Christian Gentner eine gelungene Kombination zur Führung des VfB. In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit zahlreichen Torchancen, wobei beide Teams die letzte Präzision aber vermissen ließen.

In der zweiten Halbzeit wechselte Huub Stevens munter durch und so war es kein Zufall, dass mit Timo Werner ein Einwechselspieler für den Endstand sorgte. Die Nürnberger hatten ihre beste Chance in Person von Even Hovland, der Thorsten Kirschbaum nach einer Ecke mit einem Kopfball zu einer Glanztat zwang.

"Ich bin mit dem Test zufrieden. Wir haben zwar zwei, drei gut herausgespielte Angriffe, nicht konsequent zu Ende gebracht, dennoch hat mir unser Spiel gefallen", zog Stevens nach der Partie ein positives Fazit.

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