Seuchenvogel, Lichtblick, Superstar

Von SPOX
Zwei Spieler, für die die Rückrunde wichtig wird: Marco Reus und Daniel Didavi (r.)
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Zlatko Junuzovic (Werder Bremen, 17 Spiele, 3 Tore)

Hat als einer von wenigen Werder-Spielern sportlich für positive Momente gesorgt. Glänzte mit seinen Standardsituationen als herausragender Vorbereiter (sechs Assists) und Torschütze (drei Treffer).

Das ist der Konkurrenz natürlich nicht verborgen geblieben und weckt Begehrlichkeiten, zumal sein Vertrag am Ende der Saison ausläuft und der Österreicher schon erklärt hat, nicht dauerhaft gegen den Abstieg spielen zu wollen. Borussia Mönchengladbach soll unter anderen an Junuzovic interessiert sein.

Der 27-Jährige ist keiner, der sich mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Das kann, wie in dieser Saison schon geschehen, für Unruhe sorgen. Nicht optimal für den Abstiegskampf, in dem Werder vermutlich bis zum Ende der Spielzeit stecken wird.

Junuzovic ist Hoffnungsträger und möglicher Störenfried zugleich. Werders sportlicher Erfolg hängt stark an den Leistungen des Österreichers, über seine persönliche Zukunft entscheidet dagegen nur er selbst.

Daniel Didavi (VfB Stuttgart, 6 Spiele, 2 Tore)

Ein Knorpelschaden sowie ein Knochenödem zwangen Didavi bereits frühzeitig in seiner Karriere in die Knie, der 24-Jährige hatte fast durchgehend mit Verletzungen zu kämpfen. Welch wichtige Funktion der spielstarke Mittelfeldspieler innerhalb des oft wackligen VfB-Gebildes einnehmen kann, zeigte sich am Ende der vergangenen Saison, als er im Abstiegskampf zu den konstantesten Stuttgartern gehörte.

Damals warf ihn Huub Stevens nach langer Pause ins kalte Wasser. Nun steht wieder derselbe Übungsleiter an der Seitenlinie, in der Hinrunde hat er von Didavi aber nur ein überzeugendes Spiel gesehen: Beim 2:2 in Dortmund erzielte Didavi beide Treffer, musste sich aber nur ein paar Tage später mit einem Muskelbündelriss erneut längerfristig abmelden.

Im letzten Heimspiel des vergangenen Jahres gegen Paderborn feierte er ein 65-minütiges Comeback und war schon dort beim trostlosen Auftreten der Schwaben so etwas wie der einzige Lichtblick. Aktuell ist Didavi dabei, die letzten Rückstände während der Winter-Vorbereitung wett zu machen. Didavi sollte nun tunlichst verletzungsfrei bleiben, braucht doch der VfB dringend spielerische Impulse für sein Offensivspiel. Auch Stevens dürfte dann nicht lange zögern und einen fitten Didavi in seine Formation ohne Umschweife einbauen.

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