Montag, 26.01.2015

Gewinner und Verlierer der Winterpause

Hoffnungsträger ohne Altlasten

Der Rückrundenstart steht vor der Tür. Zeit, einen Blick auf die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung während der Winterpause zu werfen. Teil eins beschäftigt sich mit den aktuellen Kellerkindern.

Kevin Kampl (l.) soll den BVB wieder in die Spur führen
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Kevin Kampl (l.) soll den BVB wieder in die Spur führen
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Bundesliga-Winterfahrpläne 2014/15

SC Freiburg, Logo

SC Freiburg

So lief die Vorbereitung: Viel Licht und Schatten sah Christian Streich bei den insgesamt vier Partien. Konsequent teilte er die Mannschaft auf und ließ so jeweils elf Mann die kompletten 90 Minuten bestreiten. Negativer Höhepunkt war die 0:5-Pleite gegen den KSC, positiv das deutliche 4:1-Sieg über Münster am gleichen Tag.

Der Gewinner: Florian Kath hat beim Tanken glatt vergessen, die Zapfpistole wieder herauszuziehen, so überrascht war er von der Nachricht, die er eben bekommen hatte. Nach dem Abgang von Sebastian Freis lud Christian Streich den 20-jährigen Linksaußen ins Trainingslager ein - und Kath zahlte das Vertrauen sofort zurück. Gute Ansätze zeigte er in den ersten Spielen, dann folgte ein Doppelpack beim Test gegen Preußen Münster. Kath selbst gab sich begeistert: "Ich habe viel Lob bekommen und konnte tolle Eindrücke sammeln und sehen, dass ich mithalten kann."

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Der Verlierer: Stefan Mitrovic. Von Benfica gekommen, sollte Mitrovic eigentlich der Stabilisator im Abwehrzentrum des SCF sein. Nach einer durchwachsenen Hinrunde wollte der Serbe die Winterpause nutzen, um sich mehr in das Team einzubringen, verlor aber von Training zu Training mehr an Boden. Ausgerechnet im Test gegen Basel wäre seine Chance in Abwesenheit von Marc-Oliver Kempf und Pavel Krmas gekommen - dann fehlte er aber selbst verletzt und verpasst auch den Rückrundenstart.

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Dortmund, BVB, Logo, Wappen

Borussia Dortmund

So lief die Vorbereitung: Vier Testspiele, drei Siege, jeweils ein Tor - Schützenfeste waren vom BVB nicht zu erwarten. Mit Sven Bender, Erik Durm und Sebastian Kehl meldeten sich drei Akteure verletzungsbedingt ab, drei weitere (Aubameyang, Langerak, Kagawa) weilten bei ihren Nationalmannschaften. Dennoch fand Dortmund ausreichend Zeit, um im Training an den verloren gegangenen Abläufen zu feilen. Die Generalprobe in Düsseldorf (1:1) offenbarte allerdings mehr Schatten als Licht.

Der Gewinner: Kevin Kampl. Dem Neuzugang merkte man in der Vorbereitungsphase an, dass er an den Geschehnissen der Hinrunde nicht zu knabbern hatte. Kampl pflügte mit Tempo, Aggressivität und Leichtigkeit durch Trainingseinheiten wie Testspiele und hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Die Hoffnung des BVB, dass er als einer von wenigen Einkäufen auf Anhieb funktioniert, scheint nicht unberechtigt. Kampl hat seinen Stammplatz jedenfalls sicher in der Tasche.

Der Verlierer: Erik Durm hing wie viele seiner Kollegen in der Hinrunde mächtig durch. Daher ging auch er mit dem Vorhaben in die Winterpause, den schwachen Eindruck, den der Weltmeister häufig hinterließ, vergessen zu machen. Mitten in der Vorbereitungszeit erlitt der Außenverteidiger beim Aufwärmen vor der Partie gegen den FC Sion (1:0) einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich. Durm wird erst Anfang Februar wieder daran arbeiten können, den Rückstand aufzuholen. Dann könnte es schwieriger werden, in die Startformation zu finden, sucht der BVB doch nach personeller Stabilität.

Bremen, Logo, Wappen

Werder Bremen

So lief die Vorbereitung: Gut gerüstet für den Abstiegskampf scheint Werder nach fünf Testspielen im Winter. Drei Siege, unter anderem gegen Borussia Mönchengladbach, machen die Niederlage gegen Duisburg vergessen. Allerdings zeigt die Anzahl an Gegentoren sehr offensichtlich weiterhin die Probleme in der Defensive auf.

Der Gewinner: Sebastian Prödl. Der Österreicher ist verletzt und doch der Gewinner der Winterpause. Denn trotz eines Innenbandteilrisses wird Prödl in der Rückrunde wohl seinen Platz sicher haben, zu unsicher wirkte die Defensive ohne ihn. Schon in der Hinrunde musste Werder zu viele Gegentreffer hinnehmen, die Testspiele brachten keine Besserung. "Alles ist schief gelaufen", resümierte Theodor Gebre-Selassie und hielt damit fest: Ohne Prödl gibt es noch mehr Lücken in der Abwehr.

Der Verlierer: Raphael Wolf. Mit Koen Casteels hat Bremen einen neuen Torhüter verpflichtet. Der meldete gleich Ambitionen an und erklärte, nicht die ruhige Nummer zwei bleiben zu wollen. Ganz zum Leidwesen von Wolf, der zwar laut Thomas Eichin nun "perfekt abgesichert durch Richard Strebinger und Koen Casteels" ist, allerdings auch ganz offensichtlich nicht die volle Rückendeckung bekommt. Er steht nun noch mehr unter Beobachtung, als im schwierigen Abstiegskampf mit wackligen Vorderleuten ohnehin schon.

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