Donnerstag, 11.12.2014

Augsburg empfängt Bayern als Tabellendritter

Weinzierl: Sieg gegen Bayern möglich

Am Samstag empfängt der FC Augsburg den FC Bayern zum Duell des Tabellendritten gegen den Spitzenreiter. FCA-Coach Markus Weinzierl sieht eine Chance, den Münchnern wie schon im Vorjahr die erste Saisonpleite zuzufügen und ist mit der Entwicklung seiner Mannschaft in vielerlei Hinsicht zufrieden.

Markus Weinzierl hätte nichts dagegen, am Samstag gegen die BAyern erneut zu jubeln
© getty
Markus Weinzierl hätte nichts dagegen, am Samstag gegen die BAyern erneut zu jubeln

"Es ist ein absolutes Highlight. Am 15. Spieltag so eine Konstellation zu haben ist für den FC Augsburg eine Sensation. Wir werden jeden Moment genießen", betonte Weinzierl im Gespräch mit dem "Kicker" und fügte hinzu: "Es wäre normal, wenn Bayern gewinnt. Aber was ist schon normal in diesem Jahr in der Bundesliga? Wir werden alles dafür tun, wieder eine Sensation zu schaffen."

Allerdings brauche man für einen Punktgewinn gegen Bayern "auch das notwendige Glück. Wir müssen über uns hinauswachsen, und Bayern darf nicht seine beste Leistung finden." Immerhin habe der Spitzenreiter keine große Schwachstelle: "Sie spielen in einer eigenen Liga und sind auch international das Maß aller Dinge."

Weinzierl: Entwicklung "außergewöhnlich"

Doch der FCA kommt mit vier Siegen in Folge im Gepäck und Weinzierl sieht den Höhenflug durchaus als kleines Wunder an: "Es ist zwar das Ergebnis von harter Arbeit, großem Willen und gestiegenem Selbstvertrauen, wir haben gute Spieler mit guten Charakteren. Wenn man aber die Ausgangssituation Ende 2012 nimmt, als wir im Winter neun Punkte hatten, und das mit den letzten beiden Jahren vergleicht, ist das außergewöhnlich."

Die Basis allerdings sei, neben der Bodenständigkeit und dem Realismus im Verein, der "gute Charakter der Mannschaft. Wenn du einen guten Kern hast, der sich versteht und zusammenhält, färbt das auf den gesamten Kader ab. Dann ist es auch leichter, immer wieder Neuzugänge zu integrieren."

Darüber hinaus hat sich das Team aber auch taktisch gesteigert. In der vergangenen Saison trumpfte Augsburg noch mit hohen Kilometerzahlen auf, diese sind in der laufenden Saison im Ligavergleich aber deutlich zurückgegangen. "Das ist ein gutes Zeichen und bedeutet, dass wir effektiver und klarer werden. Die Laufleistung ist das eine, andererseits haben wir die beste Zweikampfquote der Liga", betonte Weinzierl.

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Saisonziel? Klassenerhalt!

Im Klartext bedeute das: "Wir haben Kompaktheit, sind gut organisiert und haben dadurch kurze Wege. Dazu kommt, dass wir uns bei eigenem Ballbesitz weiterentwickelt haben." Doch trotz des Höhenfluges und des Lobes rückt der 39-Jährige nicht von seinem ursprünglichen Ziel, dem Klassenerhalt, ab. Weinzierl ging zuletzt sogar einen Schritt weiter und mahnte, dass der Europapokal für Augsburg ungesund sein könnte.

"In erster Linie sind wir realistisch. Deshalb ist es unser Ziel, in der Liga zu bleiben", führte er seine Bedenken aus: "Wenn wir das geschafft haben, können wir uns über den Europapokal Gedanken machen. Zehnter oder Zwölfter zu werden wäre dann kein Ziel, weil es keinen Unterschied macht. Viele kleinere Klubs bekamen aber Probleme mit der Doppelbelastung, als sie im internationalen Geschäft waren."

Teams, warnte Weinzierl, müssen sich dorthin langfristig entwickeln - ein Projekt, an dem er durchaus noch einige Jahre mitarbeiten könnte: "Ich habe sehr viel Spaß an der Arbeit, den Verein zu etablieren. Da sind wir noch mittendrin, die Aufgabe ist nicht ausgereizt."

Der Kader des FC Augsburg im Überblick

Adrian Franke

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