Donnerstag, 04.12.2014

De Bruyne optimistisch

"Vielleicht schwächelt Bayern noch"

Kevin De Bruyne schielt noch auf Spitzenreiter Bayern München, mit sieben Punkten Rückstand ist sein VfL Wolfsburg immerhin erster Verfolger der Münchner. Eine Rückkehr in die Premier League plant er vorerst nicht mehr, sein Hauptfokus liegt auf der Europa League.

Kevin De Bruyne spielt eine überragende Hinrunde für die Wölfe
© getty
Kevin De Bruyne spielt eine überragende Hinrunde für die Wölfe

"Ich probiere immer, Erster zu werden. Aber jeder weiß, wie schwer es in der Bundesliga ist, das zu erreichen. Platz zwei wäre sehr gut, aber vielleicht schwächeln auch die Bayern noch", betonte De Bruyne im "Kicker". Das wichtigste Ziel sei aber ohnehin "der Sieg in der Europa League. Dann wären wir auch für die Champions League qualifiziert."

National sei der Abstand zu den Münchnern vermutlich schlicht noch zu groß: "Wenn bei Bayern zehn Topspieler verletzt sind, spielen sie trotzdem mit einer Topmannschaft. Das ist bei uns noch etwas anderes."

Gegen weitere Stars in Wolfsburg hätte er daher nichts einzuwenden, dennoch bleibe die Qualifikation für die Königsklasse das oberste Ziel: "Ich hoffe, dass wir es schaffen. Ich denke auch, dass es realistisch ist. Aber auch wir werden noch Phasen haben, in denen wir Spiele verlieren werden. Dann müssen wir ruhig bleiben."

De Bruyne: "Die Ruhe tut mir gut"

Doch auch in der Verfolgerrolle fühlt er sich beim VfL wohl - selbst die Stadt hat es dem Belgier angetan. "Natürlich kann man Wolfsburg nicht mit Großstädten vergleichen. Aber ich bin hier, um Fußball zu spielen. Die Ruhe tut mir gut", betonte De Bruyne, dessen neuer Vertrag in der Autostadt bis 2019 läuft: "Mir ist es wichtig, Stabilität zu haben. Viele Aspekte haben eine Rolle gespielt, natürlich auch das Finanzielle."

Wenn es gut laufe, dann bleibe er auch bis 2019 beim VfL, so der Offensivmann weiter. "Aber das ist Fußball. Es kann auch sein, dass ich irgendwann gehe", mahnte De Bruyne dennoch. Eine Rückkehr nach England, wo er beim FC Chelsea zuvor überhaupt nicht zurecht kam, ist dabei aber nicht geplant: "Wenn ich für den Rest meiner Karriere in der Bundesliga spiele, ist das auch gut für mich."

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"Jetzt habe ich alles gesagt"

Zuletzt hatte der 23-Jährige abseits des Platzes für Aufsehen gesorgt, weil er bereits seine eigene Biographie veröffentlichte. "Man hat mich gefragt, ich habe es mir überlegt. Ich wollte einmal in meinem Leben meine eigene Geschichte erzählen. Die Menschen sollen nicht nur immer das über mich lesen, was die Medien schreiben. Jetzt habe ich alles gesagt", stellte De Bruyne klar.

Immerhin sei er privat gar nicht so verschlossen, wie in den Medien oft dargestellt: "Bezogen auf den Fußball bin ich aber zurückhaltend. Ich bin kein Leader, das will ich im Moment nicht sein. Vielleicht wachse ich irgendwann noch mal in diese Rolle, aber jetzt will ich einfach nur Spaß haben am Leben und am Fußball."

Kevin De Bruyne im Steckbrief

Adrian Franke

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