Alex Meier for Ballon d'Or!

Von SPOX
Donnerstag, 18.12.2014 | 13:21 Uhr
Ästhetik pur: Alex Meier führt mit zwölf Treffern die Torschützenliste an
© getty
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Eintracht-Knipser Alexander Meier, der so groß ist wie der Henninger Turm und trifft wie der kleine Leo Messi, versetzt die Bundesliga in Aufruhr. Außerdem in den Opta-Zahlen zum 16. Spieltag: Die Kritik an Stefan Kießling ist ungerecht, Werder feiert einen neuen Rekord und der BVB hat einen Weg aus der Krise gefunden.

Der ganz normale Wahnsinn: Das 4:4 zwischen Frankfurt und Berlin war schon schier unglaublich. Und dass Alex Meier innerhalb von wenigen Sekunden in der Nachspielzeit mit einem Doppelpack den Punkt für die Hessen sicherte, noch viel verrückter. Alex der Große hat nun zwölf Treffer auf dem Konto, was alleine schon bemerkenswert ist. Die beiden Tore gegen die Alte Dame aber waren zudem sein dritter Doppelpack in dieser Saison. Lionel Messi hat im selben Zeitraum nur einen Treffer mehr erzielt und dabei lediglich zwei Doppelpacks (...und zwei Hattricks, okay) geschnürt. La Pulga brauchte allerdings 104 Minuten für einen Treffer. Darüber kann der Alex natürlich nur Lachen, haut er die Kugel doch alle 102 Minuten ins Tor. Tja, und wer hat jetzt den Ballon d'Or verdient?

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Der Englische Patient: Die Werkself freut sich anscheinend jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein Bundesliga-Spieltag unter der Woche stattfindet. Denn die letzten sieben Partien, die Bayer in der Englischen Woche bestritt, konnten allesamt gewonnen werden. Am Mittwoch dank eines Nicht-Phantomtors von Stefan Kießling. Der Nationalspieler a. D. freute sich nur unwesentlich mehr, als im vergangen Jahr, aber als Feier-Exhibitionist würden wir den Kieß ja eh nicht beschreiben. #kuessdastattoo

Opta-Statistik: Stefan Kießlings Arbeitsprotokoll gegen Hoffenenheim

Kritiker? Eat this! Bleiben wir doch gleich bei Bayers Stürmer, dem in den letzten Wochen und Monaten eine handfeste Torkrise angedichtet wurde. Zugegeben, Kießling traf auch nicht mehr in der gewohnten Häufigkeit, sondern zeichnete sich eher durch sein Mannschaftsspiel aus. Dennoch war das Tor gegen 1899 im 26. Pflichtspiel sein 12. Treffer - kein anderer Bundesligaspieler in dieser Saison traf so oft. Und nun dürfen ihn alle wieder fürs DFB-Team fordern...

Vorne pfui, hinten... auch: Irgendwie hatte man an der Weser das Gefühl, dass unter Viktor Skripnik alles besser wird. Aber irgendwie war das nur so ein Gefühl. 38 Gegentore bekamen die Bremen bisher in der laufenden Saison. Das ist - natürlich - ein neuer persönlicher Negativrekord. Dabei hatte man doch erst im letzten Jahr einen neuen aufgestellt. Aber gut, so lange man so wundervolle Tore schießt wie Zlatko Junuzovic (seit wann kann der das eigentlich so gut?!) hat man bei Werder noch Hoffnung. Irgendwie.

Das erste Mal: Jaja, das soll immer besonders schön sein. Oder zumindest besonders. Es sollte in jedem Fall mal stattgefunden haben. Dachte sich nun auch Eric Maxim Choupo-Moting und hämmerte die Kugel gegen Paderborn aus gut 18 Metern links unten ins Eck. Bemerkenswert daran war nicht, dass der Kameruner traf. Nein, das tut er nämlich ganz ordentlich in dieser Runde, sondern bemerkenswert war, dass er einen Treffer außerhalb des Strafraums erzielte. Das hat Choupo-Moting bei seinen 36. Bundesligatoren bisher noch nicht geschafft. So was nennt sich dann wohl Strafraumstürmer.

In Zeiten der Krise: Derzeit läuft es einfach nicht bei Borussia Dortmund. Auch gegen den VfL Wolfsburg gab es am Ende nur ein unbefriedigendes 2:2, dabei ging der BVB zwei Mal in Führung. Zur Pause hatte es 1:1 gestanden. Dabei hätten die Gelb-Schwarzen in der zweiten Hälfte mit ganz, ganz breiter Brust auflaufen können, denn die letzten zehn Bundesligaspiele verlor der BVB nicht, wenn es zur Halbzeit 1:1 stand. Am Ende gab es sieben Siege und drei Unentschieden. Dinge, an denen man sich in Dortmund festhalten muss. Im neuen Jahr wird bestimmt alles wieder gut...

Brüder im Geiste: An diesem Spieltag gab es mal keine Rekordstatistik vom FC Bayern. Nun gut, vielleicht doch. Nur haben wir die nicht gefunden. Dafür haben jetzt Franck Ribery, Arjen Robben und Thomas Müller allesamt jeweils 65 Tore in der Bundesliga erzielt. Nur so am Rande. Und: Robben erzielte zudem seinen 100. Pflichtspieltreffer im Bayern-Trikot. Lässige 184 Spiele hat er dafür gebraucht.

Dr. Jekyl & Mr. Hyde: Nach 13 Gegentoren in den vier Spielen zuvor stand bei Hannover 96 gegen Augsburg endlich mal wieder die Null. Ohne Gegentor blieben die Niedersachsen damit zum 7. Mal in der laufenden Spielzeit. Das ist der Bestwert in der Liga - hinter den Bayern. Aber die zählen ja eigentlich schon nicht mehr.

Schlechtes Omen: Der Hamburger SV hat nach 16 Spieltagen nur neun Tore erzielt. Die gleiche Statistik hatte im letzten Jahr auch Eintracht Braunschweig. Wir lassen das mal kommentarlos so stehen...

Die Opta-Statistiken zur Saison

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