Mittwoch, 12.11.2014

Im Schatten der Stars - von der Jugend bis zur 2. Mannschaft

Die Tormaschine vom Kiez

Beim FC St. Pauli spielt der derzeit beste Nachwuchs-Torjäger des Landes. In Stuttgart und Berlin gibt es abseits der Profis einige Lichtblicke. Nur Eintracht Frankfurts Konzept scheint nicht aufzugehen.

Nico Empen, Odisseas Vlachodimos und Korbinian Vollmann (v.r.) trumpfen auf
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Nico Empen, Odisseas Vlachodimos und Korbinian Vollmann (v.r.) trumpfen auf
Stuttgart, Logo, Wappen

VfB Stuttgart: Hoffnung inmitten der Tristesse

Der VfB geht die Länderspielpause als Tabellenletzter an, die Lage bei den Profis ist mal wieder sehr ernst. Und mal wieder wird der Ruf nach neuem Personal laut. Dabei spielen im eigenen Nachwuchs einige Perlen, die zumindest mittelfristig eine Rolle bei den Profis einnehmen könnten.

Am Wochenende erst kam Timo Baumgartl zu seinem Bundesliga-Debüt. 18 Jahre ist der Innenverteidiger jung, für den "ein Traum in Erfüllung gegangen" ist. Baumgartl kann als Vorbild dienen für andere: Adrian Grbic (18, Angriff), Prince Osei Owusu (17, Angriff), Max Besuschkow (17, Mittelfeld) oder Arianit Ferati (17, Mittelfeld). Und eine Reihe dahinter die großen Talente Daniele James Collinge (16, Abwehr) und Georgios Spanoudakis (15, Mittelfeld). Als Geheimtipp für den Sprung zu den Profis und vielleicht noch mehr gilt Odisseas Vlachodimos.

Der Torhüter hat bei der U 23 in der Vorrunde einen starken Eindruck hinterlassen und verringert den Abstand zu Thorsten Kirschbaum und Sven Ulreich, die in der Bundesliga bisher nicht überzeugen konnten. Zwar schließt Trainer Armin Veh einen erneuten Wechsel im Tor bisher kategorisch aus. Auf Dauer werden dem 20-jährigen Vlachodimos aber durchaus gute Chance eingeräumt, den Platz im Stuttgarter Tor auszufüllen.

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Hertha BSC: Zwei Youngster klopfen oben an

Auch in Berlin geht es derzeit bergab, die Hertha rutscht in der Tabelle immer tiefer in den Keller. Trainer Jos Luhukay erhöht deshalb den Druck auf seine Spieler - indem er unter anderem frisches Blut aus der eigenen Jugend zuführt. Die beiden Innenverteidiger Nico Beyer (18) und Anthony Syhre (19) stehen auf dem Sprung in den Profikader. Besonders U-19-Kapitän Beyer kann sich gute Chancen ausrechnen, sich schon bald in der ersten Mannschaft zu etablieren.

"Der Sprung von der Jugend ins Profi-Team ist der schwierigste Karriereschritt", betont Sportdirektor Michael Preetz zwar nochmals die besondere Herausforderung, aber: "Wir hoffen und trauen ihm aber zu, dass Nico ihn schafft." Zumal die Lage im Abwehrzentrum immer schwieriger wird. Die langen Ausfälle von Sebastian Langkamp (Sprunggelenk) und Fabian Lustenberger (Anriss der Adduktorensehne) lassen Johnny Heitinga und John Anthony Brooks als derzeit erste Wahl zurück.

Wobei dahinter die Alternativen rar gesät sind und Brooks deutlich in seinen Leistungen zulegen muss. "Das Wellental, das John letzte Saison hatte, ist jetzt nicht mehr akzeptabel", sagt Preetz unmissverständlich. Beyer spielt seit seinem zehnten Lebensjahr bei der Hertha, ist auf Grund seiner Größe (1,90 Meter) stark in der Luft, und trotzdem sicher am Ball. Und anders als Syhre kann Beyer die Länderspielpause zur Eigenwerbung nutzen: In diesen Tagen trainiert er bereits mit den Profis - Syhre dagegen ist mit Deutschlands U 20 unterwegs.

Frankurt, Logo, Wappen

Eintracht Frankfurt: Viel Leerlauf im Unterbau

Den Unterbau der Profis hat die Eintracht im Vorfeld der Saison freiwillig aufgegeben. Die Abmeldung der U 23 vom Spielbetrieb wurde kontrovers diskutiert, in der Bundesliga folgte nur Bayer Leverkusen diesem ungewöhnlichen Beispiel. Bleiben für die Eintracht also die beiden höchsten Jahrgangsklassen der Jugend, um eigene Talente zu rekrutieren. Nur sieht es dabei auch nicht gerade besonders gut aus.

Die U 17 hängt in der Bundesliga Süd/Südwest tief unten drin, immerhin beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz trotz der neuerlichen Niederlage am Wochenende in Hoffenheim noch sieben Punkte. Deutlich prekärer ist die Lage bei den A-Junioren. Die konnten zwar am letzten Spieltag gegen Spitzenreiter Hoffenheim einen Punkt holen, bleiben aber trotz des Teilerfolgs Vorletzter.

Ein Abstieg in die Hessen-Liga wäre schon schlimm genug. Zieht man dann auch noch das Fehlen der U 23 in Betracht, sähe es in naher Zukunft ziemlich schlecht aus mit potenziellen Nachrückern für die Mannschaft von Thomas Schaaf. Talente wie Enis Bunjaki (17) oder Janis Häuser (17) dürften deshalb nur schwer zu halten sein.

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