Montag, 10.11.2014

Der Spieltag in Opta-Zahlen

Ein Spiel dauert 45 Minuten

Schalke und Stuttgart widerlegen grundlegende Gesetzmäßigkeiten, während HW4 weiter an seiner Legende bastelt. In Köln hagelt es Schnaps. Und was zur Hölle hat Hami Mandirali damit zu tun? Der Spieltag in Opta-Zahlen.

Läuft bei dir! Max Meyer und Schalke 04
© getty
Läuft bei dir! Max Meyer und Schalke 04

Ein Spiel dauert 45 Minuten: Wer als Trainer Deutschland zum WM-Titel führt, dem wird auch mal wilkürlich-wirres Schwadronieren liebevoll nachgesehen. Bester Beweis ist die hinlänglich etablierte Phrase: "Der Kaiser hat immer Recht". Auch Sepp Herberger, seines Zeichens Architekt des "Wunders von Bern", meinte einst, dass der Ball rund sei und überhaupt ein Spiel 90 Minuten dauere. Der durchschnittliche VfB-Fan lacht sich dabei voller Galgenhumor ins Fäustchen, während der durchschnittliche Schalke-Fan neben ihm bereits jeglichen Galgenhumor verloren haben dürfte.

Denn wenn Stuttgart zur Pause zurückliegt, könnte der zuständige Referee auch besten Gewissens abpfeifen. Spieler würden geschont und die Nerven der Zuschauer nicht weiter strapaziert. Und: Am Spielausgang würde sich ohnehin kaum was ändern. Keine der letzten 16 Bundesliga-Partien, in denen der VfB zur Halbzeit zurücklag, konnte noch gewonnen werden. Auf Schalke sind es derer gar 17. Viel weniger Comeback-Qualität geht kaum.

Immer munter druff: Schon mehrmals hat Bayer Leverkusen diese Saison lustig-unterhaltsamen Feuerwerk-Fußball zelebriert und dem Zuschauer bestes Entertainment beschert. Man erinnere sich an die Dreizudrei gegen Werder oder Stuttgart, das 4:2 gegen die Hertha und und und... So schien auch der Plan gegen Mainz zu lauten, zumindest feuerte die Werkself wild drauflos. Einziges Problem: Kollege Karius schlüpfte kurzerhand in die Spielverderberrolle. Und so blieben alle 24 Leverkusener Torschüsse erfolglos. Glückwunsch zum Saisonhöchstwert! Und in einem geheimen Bayer-Labor arbeitet ein einsamer Professor an der Formel für Zielwasser...

Bayer Leverkusens erfolglose Torschüsse gegen Mainz 05


Huldigt dem Heiko: Irgendwie immer belächelt, irgendwie immer unterschätzt und irgendwie immer wieder auf dem Rasen: Haa-Wee-Vier gehört zweifelsohne zu den großen Individuen des Bundesliga-Geschäfts. Erst kürzlich bewies er gegen Bayern auf beeindruckende Weise, dass der tödliche Fehlpass tatsächlich das Erfolgsrezept der Zukunft sein könnte (Philipp Lahm, verdammtes Taktik-Genie!). Gegen den VfL schloss auch er sich einer überschaubaren Teamleistung an und konnte das 0:2 nicht verhindern. Dennoch war es ein besonderes Spiel: Der 300. Bundesliga-Auftritt des legendären Heiko Westermann. Nur sechs aktuelle Spieler haben mehr auf dem Konto. Hiermit, Heiko, sei dir gehuldigt!

Die müssen hier auch rein: Auch wenn so ein spaziergängliches Viernull bei der Eintracht nicht wirklich überrascht: Den Tabellenführer können wir an dieser Stelle kaum verschweigen. Die Bayern arbeiten weiter an der Meisterfeier im Februar (Matthias Sammer wird diesen Satz lieben!) und glänzen dabei auf kollektiver wie individueller Ebene. Thomas Müller zum Beispiel, seit jeher "genialster Körperklaus" des Weltfußballs, hat in Frankfurt dreimal die Kugel in gewohnter Unnachahmlichkeit ins Netz manövriert - Premiere in dieser Saison! Sein Kollege Jerome Boateng kratzt indes weiter an der Legende des HW4: Seit 50 Bundesliga-Partien ist er nun schon ungeschlagen. Neuer Rekord! Heiko Westermann gefällt das.

Seite 1: Die Legende des HW4 und die Zielwasser-Formel

Seite 2: Schnaps! Schnaps! Schnaps!

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