Freitag, 17.10.2014

Trotz Thiago-Schock

Pep: "Nach vorne schauen"

Der Schock über die Verletzung von Thiago sitzt immer noch tief. Doch vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr im LIVE-TICKER) gegen Werder Bremen war Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola sichtlich bemüht, den Blick nach vorne zu richten. Immerhin steht Franck Ribery vor einer Rückkehr

Trotz des Verletzung von Thiago will Pep Guardiola (r.) nach vorne schauen
© getty
Trotz des Verletzung von Thiago will Pep Guardiola (r.) nach vorne schauen

Natürlich sei es eine "schwierige Situation, aber wir müssen weitermachen und nach vorne schauen. Wir müssen das akzeptieren", sagte Guardiola, zumal der deutsche Rekordmeister vor einem heißen Herbst steht. "Dieser Monat ist sehr wichtig für uns, wir haben wichtige Spiele in der Liga, im Pokal, und wir haben zwei Spiele gegen Rom", betonte der Bayern-Coach.

Immerhin gab es am Freitag gute Nachrichten von Superstar Franck Ribery. Der 31 Jahre alte Franzose steht nach überstandener Patellasehnenreizung im linken Knie gegen Schlusslicht Bremen vor seiner Rückkehr. "Er hat zwei Trainingseinheiten gut gemacht und keine Schmerzen. Das ist eine Super-Nachricht", sagte Guardiola, der aber neben Thiago weiter auf Holger Badstuber, Javier Martínez und Bastian Schweinsteiger verzichten muss.

"Haben alles gemacht, was möglich war"

Am Thema Thiago kam Guardiola aber dann doch nicht vorbei. Immerhin räumte er ein, dass dessen Behandlung mit Kortison in Spanien im Mai "vielleicht ein großer Fehler" gewesen sei, aber sicher nicht ursächlich für den erneuten Rückschlag. Zumal "wir alles gemacht haben, was möglich war".

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Wichtig sei jetzt, so Guardiola, "dass er eine gute Behandlung hat. Es wird gut, ich bin sicher." Thiago (23), der sich zum dritten Mal das Innenband im Knie gerissen hat und nach einer geplanten OP mehrere Monate ausfällt, könnten jetzt aber "keine Worte" helfen. "Natürlich sind wir für ihn da. Aber es gibt nur eins: kämpfen, kämpfen, kämpfen."

Das ist das Mindeste, was Guardiola am Samstag auch von seiner Mannschaft erwartet. Vor allem aber fordert er, dass seine Stars den angeschlagenen Tabellenletzten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Ergebnis hänge nur "vom Kopf unserer Spieler ab. Wenn wir uns darauf fokussieren, was der Trainer sagt, dann haben wir eine große Möglichkeit zu gewinnen", betonte der 43-Jährige, "ansonsten haben wir Probleme".

Nächsten Wochen vorentscheidend

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nahm das Team in die Pflicht: "Die Tabelle im Oktober ist so viel wert wie der Wetterbericht im April - nämlich relativ wenig. Wer einen Marathon läuft und sich nach zehn Kilometern feiern lässt, wird auf den restlichen 32 Kilometern Probleme bekommen." In den nächsten Wochen werden "wichtige Weichen gestellt".

Die Statistik spricht ohnehin klar für den FC Bayern, der als Spitzenreiter noch nie zu Hause gegen einen Tabellenletzten verloren hat. Zudem gab es in den vergangenen 13 Pflichtspielen gegen Werder zehn Siege und drei Remis, die letzten sieben Bundesligaspiele wurden allesamt gewonnen.

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