Montag, 27.10.2014

Kapitän begeistert von Neu-Trainer

Höwedes schwärmt von Di Matteo

Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes ist begeistert vom neuen Trainer Roberto Di Matteo. Der Italiener habe eine besondere Aura und packe die Mannschaft richtig an. Gleichzeitig seien jetzt aber auch die Spieler in der Pflicht und müssen Di Matteos Vorgaben umsetzen.

Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes lobt Neu-Trainer Robero Di Matteo
© getty
Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes lobt Neu-Trainer Robero Di Matteo

"Er hat eine klare Spielphilosophie und arbeitet sehr strukturiert, auf dem Trainingsplatz und in der ganzen Planung. Dazu kommt eine gute, klare Ansprache", berichtete Höwedes im "Kicker": "Ich bekomme viel Unterstützung von ihm, das tut gut. Die vorherigen Trainer haben aber auch voll auf mich gebaut. Vielleicht ist die Rückendeckung jetzt noch mal einen Tick größer."

Vor allem Di Matteos Ausstrahlung hat es dem Abwehrmann angetan: "Ein erfolgreicher Lebenslauf ist natürlich zusätzlich hilfreich für ihn. Jeder weiß, dass er die Champions League gewonnen hat, mit Spielen gegen Barca und Bayern. Niemand hätte daran geglaubt, trotzdem hat er es geschafft. Das hat jeder von uns genau wahrgenommen. Trotzdem: Das Wichtigste bleibt seine persönliche Aura."

Konkret bedeute das: "Wenn er in den Raum kommt, wird sofort klar: Er ist der Chef. Trotzdem ist er sehr verständnisvoll. Aber er hat eine klare Linie, direkt am ersten Tag ganz klare Regeln aufgestellt. Damit strahlt er Sicherheit aus, die sich auf uns überträgt."

Höwedes: "Es herrscht eine gewisse Euphorie"

Darüber hinaus habe der Trainerwechsel generell positive Nebenwirkungen: "Jeder Spieler kann, oder muss, sich wieder neu beweisen. Für viele geht es bei null los. Die ersten Tage und Wochen sind deshalb für jeden eine besondere Motivation, es herrscht eine gewisse Euphorie."

Dabei dürfe die Disziplin aber nicht zu kurz kommen: "Manchmal fehlt jungen Spielern heutzutage schon eine gewisse Demut, die wir früher hatten. Sie haben hohe Ansprüche, aber nicht mehr so den extremen Ehrgeiz, den wir brauchten, um überhaupt im Profibereich Fuß zu fassen. Damals kamen noch nicht so viele Junge hoch, wir mussten uns das härter erarbeiten."

Heute dagegen sehe er "relativ viele Talente, die sich auf ihrem Talent ausruhen und denen dann die letzte Durchschlagskraft fehlt".

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"Mannschaft trägt auch Verantwortung"

Taktisch sei derweil jetzt vor allem das Defensivverhalten unter der Lupe, gerade bei Kontern war Schalke "zu anfällig. Das hat Roberto Di Matteo erkannt. Jetzt muss sich jeder wieder mit neuen defensiven Gedanken auseinandersetzen." Dabei nahm Höwedes das Team in die Pflicht: "Um es klar zu sagen: Es wäre auch mir viel zu einfach, zu behaupten, es liegt jedes Mal am Trainer. Die Mannschaft trägt auch Verantwortung, ohne Frage."

Letztlich hofft der Weltmeister jetzt vor allem auf Kontinuität: "Klar ist: Jede Mannschaft sehnt sich danach, langfristig erfolgreich mit einem Trainer zu arbeiten. Auch wir. Es wäre optimal, wenn ein Trainer in Ruhe etwas aufbauen und seine Vorstellungen immer detaillierter verwirklichen könnte."

Benedikt Höwedes im Steckbrief

Adrian Franke

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