Sonntag, 26.10.2014

Werder: 5 Fragen nach dem Dutt-Aus

Angekommen in der Normalität

Bremen verliert seinen Status als "etwas anderer" Bundesliga-Standort immer mehr. Die Aufgaben in naher Zukunft sind enorm, die Verantwortlichen brauchen schnelle Lösungen - allen voran Thomas Eichin.

Werder, Eichin, Skripnik
© getty

Welche Fehler hat Robin Dutt gemacht?

Werder ist Tabellenletzter, hat noch keinen Sieg eingefahren und den schlechtesten Saisonstart der Klubgeschichte hingelegt. Seit seiner Amtsübernahme hat die Mannschaft mehr als zwei Gegentore pro Partie kassiert - dabei war es eines von Dutts Primärzielen, die Defensivbewegung endlich zu stärken.

Mittlerweile ist die Mannschaft total verunsichert, mit jedem Spiel ohne Sieg oder zuletzt mit jeder weiteren Niederlagen wachsen die Selbstzweifel einer ohnehin schon verängstigten Mannschaft. Neben den rein handwerklichen Kniffen in den Trainingseinheiten war Dutt zuletzt auch bei vielen Einzelgesprächen als Motivator gefragt. Zu einer sichtbaren Verbesserung haben diese aber nicht geführt.

"Robin hat einen sehr, sehr guten Job gemacht in allen Bereichen. Er hat alles aus sich rausgeholt und alles gegeben", sagte Thomas Eichin am Sonntag in der Sendung "Doppelpass" auf "Sport1". Inhaltlich wollte der Sportdirektor seinem Angestellten auch nach dessen Demission nichts vorwerfen. Trotzdem ist Werder nach einer selbst definierten Ergebniskrise in den letzten Wochen auch in eine spielerische Krise geschlittert.

Und die warf einige Fragen auf, speziell in der Besetzung bestimmter Spielpositionen. Dutt vertraute zu lange auf das offensichtlich überforderte Innenverteidigerpärchen Lukimya und Prödl - beide waren in der Defensive immer für einen gravierenden individuellen Fehler gut und im Aufbauspiel unbrauchbar.

Zugang Galvez, als Innenverteidiger geholt, wurde im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Routinier Fritz, der erkennbare Probleme mit dem Tempo des Spiels hat, wurde trotzdem immer wieder berücksichtigt. Dutts Wunschspieler Makiadi erscheint auch nach fast anderthalb Jahren in Bremen wie ein Fremdkörper. Die Entscheidung, Elia aus dem Kader zu verbannen, war überfällig. Der Niederländer hat auch von Dutt massig Chancen bekommen und keine davon nachhaltig genutzt.

Die Defensive wurde nach einem kurzen Zwischenhoch wieder rissig wie zu schlimmsten Schaaf-Zeiten, im Gegenzug ist von einem durchdachten Bremer Offensivspiel aber gar nichts mehr zu sehen. Die letzten Partien waren eine Art Offenbarungseid.

Man muss konstatieren, dass sich die Mannschaft unterm Strich nicht weiterentwickelt hat in den letzten 18 Monaten. Insofern ist der Klassenerhalt in der abgelaufenen Saison als Erfolg zu verbuchen. Mehr konnte Dutt in Bremen aber nicht bewegen.

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