Bundesliga: Neuzugang-Check Teil 2

Paderborner Glücksgriffe und der Lord

Von Bob Hemmen/Andreas Dieterle
Dienstag, 07.10.2014 | 19:26 Uhr
Der SC Paderborn liegt aktuell auf Rang neun der Tabelle
© getty
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Die ersten Partien haben die Bundesliga-Neuzugänge in den Knochen. Wer hat überzeugt? Wer hat noch Luft nach oben? SPOX wirft einen Blick auf die Top-3-Transfers der Teams. Im zweiten Teil werden die Neuzugänge des Tabellenmittelfeldes vorgestellt.

VfL Wolfsburg:

Josuha Guilavogui: Für zwei Jahre wurde der Franzose von Atletico Madrid ausgeliehen und duelliert sich mit Junior Malanda um den Platz auf der Doppelsechs neben Luiz Gustavo. Gegen Hoffenheim sah der Nationalspieler 13 Minuten nach seiner Einwechslung die Gelb-Rote Karte und der Stammplatz schien erstmal verloren. An den letzten beiden Spieltagen durfte der Mittelfeldspieler jedoch wieder von Beginn an ran. Bislang ist der 24-Jährige noch nicht die erhoffte Verstärkung, darf sich bei weiter ansteigender Form aber wohl über das Vertrauen von Wolfsburg-Coach Dieter Hecking freuen. Das Potenzial von Josuha Guilavogui ist unumstritten. Hier geht's zum Guilavogui-Porträt

Sebastian Jung: Die einzig wirkliche Problemposition der Wolfsburger wurde mit der Verpflichtung des Ex-Frankfurters behoben. Der Verteidiger kam dank einer Ausstiegsklausel für 2,5 Millionen Euro in die Autostadt. Wie erwartet kam Sebastian Jung in allen Partien zum Einsatz und hat sich bereits zur festen Größe in der Viererkette entwickelt. Ähnlich wie viele seiner Mitspieler hatte der deutsche Nationalspieler Probleme beim holprigen Saisonstart und hat vor allem bei seiner Zweikampfquote Nachholbedarf. Gegen den FC Augsburg steuerte Jung seine erste Torvorlage bei.

Nicklas Bendtner: Eigentlich hatten die Verantwortlichen ganz andere Namen auf dem Schirm, bevor sie sich für den Dänen entschieden. Doch weder Romelu Lukaku noch Alvaro Morata kamen nach Wolfsburg - Allofs Co. schnappten sich den Kultspieler ablösefrei vom FC Arsenal. Der von großem Medieninteresse begleiteten Ankunft folgte erst einmal die Ernüchterung. Im grünen Dress wartet der 26-Jährige "Lord" weiterhin auf seinen ersten Treffer. Der Wille und Einsatz stimmen dagegen und die Niedersachen können ihm keinesfalls mangelnde Einstellung vorwerfen. Neben Bendtner konnte auch der zweite offensive Neuzugang, Aaron Hunt, noch nicht mit Top-Leistungen glänzen. Der ehemalige Bremer erspielte sich zwar Einsatzzeiten, doch fehlt es ihm an Effektivität.

Hannover 96:

Joselu: Nach einem Jahr in Frankfurt kam der Spanier für fünf Millionen Euro aus Hoffenheim nach Hannover. Joselu ersetzte bei den Niedersachsen den abgewanderten Mame Diouf und wurde schnell zu einem wichtigen Faktor im Offensivspiel der Niedersachsen. Mit zwei Treffern und einem Assist in den ersten sieben Spielen hat der 24-Jährige noch Luft nach oben, hat sich mit seiner spielerischen Klasse aber schnell eingelebt und bereits unverzichtbar gemacht. "Er hat einfach Qualität", brachte es 96-Coach Tayfun Korkut kurz und knackig auf den Punkt.

Hiroshi Kiyotake: Der Japaner verließ den 1. FC Nürnberg für 4,3 Millionen Euro, um weiterhin in der Bundesliga zu spielen. In den ersten Partien der neuen Saison übernahm der Mittelfeldspieler gleich Verantwortung und setzte mit starken Pässen seine Mitspieler ein. Die enorme Ballsicherheit, die ihn bei seinem früheren Arbeitgeber auszeichnete, brachte er mit nach Hannover. Obwohl Kiyotake manchmal die Bindung zum Spiel fehlte, hatte er einen durchaus ordentlichen Start bei 96.

Miiko Albornoz: Aus Malmö wechselte der WM-Teilnehmer nach Niedersachsen und setzte sich gegen Christian Pander auf der linken Seite durch. Der Außenverteidiger deutete sein ganzes Potenzial gegen Schalke und Hamburg an und könnte ein wichtiger Mann für die Zukunft werden. Der 24-Jährige muss allerdings noch beweisen, dass er seine Leistungen konstant abrufen kann. Oft wirkt der lauffreudige Chilene eher passiv und beteiligt sich relativ wenig am offensiven Spielgeschehen.

SC Paderborn:

Moritz Stoppelkamp: Für 700.000 Euro wechselte der ehemalige Hannoveraner von 1860 München zum SC Paderborn. Der 27-Jährige integrierte sich wahnsinnig schnell und hatte entscheidenden Anteil am erfolgreichen Saisonstart seiner Mannschaft. In den ersten sieben Partien der Saison erzielte Moritz Stoppelkamp drei Treffer und bereitete einen vor. Mit seinem Rekord-Tor aus 83 Metern trug er sich zudem in die Bundesliga-Geschichtsbücher ein. Die Chemie zwischen Stoppelkamp und seinen Mitspielern scheint zu passen. Die Verantwortlichen haben mit ihm einen Glücksgriff gelandet.

Stefan Kutschke: Nachdem sich der Mittelstürmer beim VfL Wolfsburg nicht durchsetzen konnte, wechselte er vor der Saison zum Aufsteiger. Stefan Kutschke überzeugte in der Saisonvorbereitung und eroberte sich einen Stammplatz beim SCP. Durch einen Systemwechsel von Trainer Andre Breitenreiter landete der 25-Jährige nach dem ersten Spiel aber prompt auf der Bank. Bis zur Länderspielpause verdiente sich Kutschke einen weiteren Startelf-Einsatz, fungiert bislang jedoch als Einwechselspieler.

Lukas Rupp: Der 23-Jährige kam aus Mönchengladbach zu den Blau-Schwarzen und wurde sofort zum Stammspieler. Breitenreiter setzt große Stücke auf den Neuzugang und teilte ihm eine wichtige Rolle im Paderborner Mittelfeld zu. Der laufstarke Rupp weiß mit seiner Spielintelligenz zu überzeugen und drückt der Mannschaft seinen Stempel auf. Gegen Bayer Leverkusen bereitete Rupp beim 2:2 beide Treffer vor und war maßgeblich am Punktgewinn beteiligt.

Seite 1: Hannovers Verstärkungen und Probleme bei Wolfsburg

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