Freitag, 31.10.2014

Vorschau zum 10. Spieltag

Duell der Unbesiegbaren

Gleich drei Spiele gibt es zum Abschluss des 10. Spieltags am Sonntag: Im Mittelpunkt steht das Duell zwischen den Bayern-Verfolgern Gladbach und Hoffenheim, die beide in dieser Saison noch nicht verloren haben. Dazu: Köln empfängt das noch sieglose Freiburg, Hertha BSC fordert Aufsteiger Paderborn.

In der vergangenen Saison holte Hoffenheim beim 2:2 einen Punkt in Gladbach
© getty
In der vergangenen Saison holte Hoffenheim beim 2:2 einen Punkt in Gladbach

Mönchengladbach - 1899 Hoffenheim (So., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Das sagen die Beteiligten

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Wir müssen eine Top-Leistung bringen. Hoffenheim besitzt großes Potenzial, sie sind brandgefährlich bei Kontern."

Martin Stranzl (Gladbach): "Jeder weiß, dass wir uns in der Vergangenheit mit Hoffenheim stets sehr enge Duelle geliefert und uns teilweise auch schwer getan haben."

Markus Gisdol (Trainer Hoffenheim): "Ich habe nun schon über einen längeren Zeitraum keinen Leistungsabfall bei der Borussia mehr erkennen können. Zwar mag es in der Vergangenheit auch schlechtere Zeiten gegeben haben, doch der Verein ist stets ruhig geblieben und hat auf Favre und die Entwicklung des Teams vertraut. Man sieht ja, wo das hingeführt hat. Am liebsten würde ich elf Stürmer und elf Abwehrspieler aufstellen, denn das wird am Sonntag ein hartes Stück Arbeit."

Personal

Bei Gladbach fehlen: G. Xhaka (Bänderriss)

Bei Hoffenheim fehlen: Casteels (Trainingsrückstand), Grahl (Schleudertrauma), Akpoguma (U 23), J.-S. Kim (Trainingsrückstand), Toljan (Adduktorenprobleme), Salihovic (Trainingsrückstand)

Darum geht's:

Es ist das Duell zweier noch ungeschlagener Teams in der Bundesliga. Mönchengladbach spielt im Moment einen beeindruckenden Fußball, wobei die Defensive nahezu unüberwindbar scheint - dies durften auch die Bayern am letzten Spieltag erfahren. Ein Sieg gegen das punktgleiche Hoffenheim wäre sehr wichtig, damit könnte man weiter Druck auf den Tabellenführer aus München ausüben.

Für Hoffenheim, das wie Gladbach im Pokal weiterkam, gilt es, die aktuelle Form zu konservieren. Dabei kommt es nicht mehr so sehr - im Vergleich zur letzten Spielzeit - auf das Spektakel an, sondern auf eine solide Defensive. Es treffen die zweit- und die drittbeste Abwehrreihe aufeinander, das spricht nicht unbedingt für Tore.

Die Opta-Facts zum Spiel

  • Gladbach gewann nur 2 der 15 Pflichtspiele gegen Hoffenheim (5 Remis, 8 Nieder-lagen) und ist seit 3 Duellen mit den Kraichgauern sieglos (2 Remis, 1 Niederlage).

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  • 1899 blieb erstmals in seiner BL-Geschichte in den ersten 9 Partien unbesiegt. Saisonübergreifend sind es 10 Partien ohne Niederlage - ein neuer Klub-Rekord. Ligaweit hat aktuell nur Bayern eine längere Serie ohne Niederlage (13 Spiele).
  • Lucien Favre feiert am Spieltag seinen 57. Geburtstag. In seinen 123 BL-Spielen als Borussen-Trainer kommt er auf einen Punkteschnitt von 1.62 - besser waren nur Hennes Weisweiler (1.74) und Udo Lattek (1.72).
  • Gladbachs Branimir Hrgota könnte sein 50. BL-Spiel bestreiten. Keines seiner ersten 49 bestritt er über die volle Distanz, das gab es noch nie zuvor im Oberhaus.

1. FC Köln - SC Freiburg (So., 17.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Das sagen die Beteiligten:

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Im Pokal haben wir wieder miteinander Fußball gespielt. Da konnte man phasenweise erkennen: Das war Freiburg"

Sascha Riether (Freiburg): "Es ist gar nicht so einfach, kurz nach dem Pokalspiel, das muss man schon erst einmal verarbeiten. Aber ich verfolge den FC natürlich. Die Kölner stehen in der Defensive wahnsinnig gut und sind bei Kontern über ihre schnellen Spieler saugefährlich. Da müssen wir aufpassen, im gegnerischen Stadion nicht ausgekontert zu werden."

Personal:

Bei Köln fehlen: Golobart (Regionalliga-Team), Kalas (Muskelverletzung im Hüftbereich), Helmes (Knorpelschaden in der Hüfte)

Bei Freiburg fehlen: Krmas (Innenbandverletzung), Philipp (Außenbandriss), Stanko (Kreuzbandriss)

Darum geht's:

Lief der Saisonstart noch etwas durchwachsen, kommen die Kölner im Moment immer besser ins Rollen. Zuletzt zwei Siege in der Bundesliga, dazu weiter im Pokal - da gilt es oben zu bleiben, vor allem gegen die noch sieglosen Freiburger.

Die tankten beim 5:2-Pokalerfolg bei 1860 München immerhin ordentlich Selbstvertrauen, wobei auch bei Dreierpacker Admir Mehmedi der Knoten geplatzt zu sein scheint. Auf diesem Erfolgserlebnis gilt es aufzubauen, wenngleich Köln die zweitbeste Defensive der Liga stellt.

Die Opta-Facts zum Spiel

  • Von den letzten 11 Pflichtspielduellen gegen Freiburg gewannen die Rheinländer nur 2, es waren die letzten beiden Duelle in Köln (3 Remis, 6 Niederlagen).

  • Köln kassierte nur 7 Gegentore in den ersten 9 Spielen - das schafften zuvor nur 2 Aufsteiger in der BL-Historie: Bielefeld 2004/05 und der FC Bayern 1965/66. 7 Gegentore nach 10 Spielen wären neuer Bestwert für einen BL-Aufsteiger.

  • Freiburg ist seit 12 BL-Spielen sieglos (6 Remis, 6 Niederlagen), das gab es zuletzt von Dezember 2009 bis März 2010 (ebenfalls 12). In der Vorsaison musste Freiburg sogar bis zum 11. Spieltag auf den 1. Saisonsieg warten (3-0 in Nürnberg).
  • Köln verlor nur 1 der vergangenen 11 Pflichtspiele im heimischen Stadion (6 Siege, 4 Remis), mit 0-2 gegen die Bayern am 6. Spieltag. Gemeinsam mit Bremen und Hamburg stellen die Kölner aber die schwächste Heimoffensive der Liga (je 2 Tore).

SC Paderborn - Hertha BSC (So., 17.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Das sagen die Beteiligten:

Michael Preetz (Geschäftsführer Hertha): "Die Mannschaft war nach dem Pokalaus natürlich ein bisschen ratlos. Das wirkt schon noch nach. Wir brauchen in Paderborn einen komplett anderen Auftritt. Die letzten Auswärtsspiele waren alles andere als befriedigend."

Elias Kachunga (Paderborn): "Für mich ist das ein sehr besonderes Spiel. Ein Tor wäre eine überragende Sache. Das wäre für mich die Bestätigung, dass ich in meiner Selbsteinschätzung richtig gelegen habe. Ich weiß nicht aus welchen Gründen ich in Berlin keine richtige Berücksichtigung gefunden habe. In Paderborn kann ich meine Qualitäten jetzt zeigen."

Personal:

Bei Paderborn fehlen: Bertels (Fersenoperation)

Bei Berlin fehlen: Burchert (Muskelfaserriss), Gersbeck (Meniskusoperation), S. Langkamp (Sprunggelenkverletzung), J. van den Bergh (Muskelfaserriss), Baumjohann (Kreuzbandriss), Ben-Hatira (Muskelfaserriss), Cigerci (Lauftraining nach Zehoperation), N. Schulz (muskuläre Probleme im Oberschenkel)

Darum geht's:

Der Aufsteiger spielt nach wie vor eine überraschend starke Saison und konnte sich unter der Woche ausruhen. Dennoch gab es in den letzten fünf Bundesligaspielen nur einen Dreier, wobei man gerade gegen die kriselnde Hertha voll auf Angriff setzen sollte.

Sieg - Niederlage - Sieg - Niederlage - Sieg: Die Berliner Bilanz aus den letzten fünf Spielen liest sich durchwachsen. Nimmt man die Niederlage im Pokal gegen Bielefeld hinzu, wäre eigentlich wieder ein Dreier an der Reihe. Der verbesserungswürdige Aspekt ist eindeutig die Konstanz, wobei es die vielen Verletzungen nicht gerade einfach machen.

Die Opta-Facts zum Spiel

  • Beide Klubs treffen erstmals im Oberhaus aufeinander. In Liga 2 gab es 4 Duelle, dabei siegte Berlin 2-mal, der SCP 1-mal (zudem 1 Remis).

  • Bundesliga Spielplaner - Der Tabellenrechner von SPOX.com
  • Paderborn verlor in dieser Saison nur gegen die Spitzenteams Bayern (aktuell:
    Platz 1), Gladbach (2) und Hoffenheim (4) - aus den restlichen 6 Partien holten die Ostwestfalen 12 Zähler.

  • Hertha ist das auswärtsschwächste Team der Liga (1 Punkt aus 4 Spielen, alleiniger Tiefstwert) und gewann saisonübergreifend keines der letzten 10 Auswärtsspiele in der Liga (7 Niederlagen, 3 Remis), das ist aktuell die längste Serie ligaweit.

  • Paderborn hat nach 9 Spielen in der BL mehr Punkte geholt (12), mehr Tore erzielt (13) und weniger Gegentore zugelassen (12) als in der Vorsaison in der 2. Liga (9 Punkte, 10-18 Tore), die der Klub auf Rang 2 abschloss.

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