"Die Gehirnwäsche ist total"

Von Adrian Franke
Montag, 22.09.2014 | 10:00 Uhr
Pep Guardiola geht beim FC Bayern in seine zweite Saison
© getty
Advertisement
Primera División
Live
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Live
Sporting -
Portimonense
Primera División
Live
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Live
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus

Marti Perarnau hat mit seinem Buch "Herr Guardiola - Das erste Jahr mit Bayern München" für ungewöhnlich tiefe Einblicke in die Welt von Pep Guardiola sowie des FC Bayern gesorgt. Der Spanier durfte den Münchner Cheftrainer ein Jahr lang intensiv begleiten und erlebte so alle Trainingseinheiten, Mannschaftssitzungen und Gespräche aus nächster Nähe. Herausgekommen ist eine Sammlung brisanter Anekdoten.

Die einzige Bedingung Guardiolas soll gewesen sein, dass der Journalist keine seiner Aufzeichnungen für aktuelle Tages-News verwendet und alles nur im Buch auftauchen darf - noch heute zeigte sich der frühere Hochspringer gegenüber dem "Kicker" fassungslos über die tiefen Einblicke, die ihm gewährt wurden.

Vor allem über den individuellen Umgang Guardiolas mit einzelnen Spielern berichtete Perarnau. Pierre-Emil Höjbjerg vergleiche Guardiola mit Sergio Busquets und lehre ihn "das ABC des Mittelfeldspiels", während Javi Martinez fürs Abwehrzentrum geschult und von Raum- auf Manndeckung umgepolt wurde.

"Javi irrt kopflos umher, der Trainer stoppt die Aktion, korrigiert Martinez und dann das Ganze wieder von vorn", schreibt der Spanier: "Die Gehirnwäsche ist total." Jerome Boateng habe derweil im Gespräch mit Guardiola zugegeben, "dass ihm nie jemand beigebracht hat, wie man verteidigen muss. Boateng gesteht ihm, er habe nicht gewusst, wie man eine Abwehrkette organisieren kann, und ganz einfach geglaubt, die Kunst des Verteidigens sei angeboren."

Guardiola: Kroos wird den Ton angeben

Zudem verriet Perarnau, Guardiola habe den Bayern-Bossen früh mitgeteilt, dass sie sich "unter keinen Umständen von Toni Kroos trennen sollten" und fühlte sich nach seinem ersten Testspiel mit den Münchnern schon bestätigt - Kroos, so Guardiola damals, werde eine eminent wichtige Rolle in seinem System spielen: "Er wird den Ton angeben."

Doch der Mittelfeldmann ging letztlich, weil er sich mit dem Klub nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnte. Zwar sei Guardiola "zu 90 Prozent der Chef beim FC Bayern", bei Kroos aber war die Situation hinter den Kulissen zu verfahren.

Weiter heißt es, dass Guardiola an Mario Gomez und Luiz Gustavo nicht besonders hing und auch Transfer-Details werden verraten: Demnach hätte der SSC Neapel drei Millionen mehr für Gomez bezahlt.

Interne Kritik nach Real-Debakel

Nach der 0:4-Pleite gegen Real Madrid in der Champions League, so Perarnau weiter, habe es zudem innerhalb der Mannschaft auch lauter werdende, kritische Stimmen gegeben.

Die Mehrheit, namentlich Philipp Lahm, hätte Guardiola zwar den Rücken gestärkt, doch "natürlich sind nicht alle damit einverstanden. Der eine fühlt sich nur als Ersatz und sieht die Sache distanzierter; ein anderer glaubt nicht an Pep und verhält sich abwartend; wieder ein anderer hat seit einem Jahr ein angespanntes Verhältnis zu Pep und verbirgt es nicht nur, sondern brüstet sich auch noch damit."

Ribery-Plan gescheitert

Womöglich eine Anspielung auf den mittlerweile verkauften Mario Mandzukic, von dessen fußballerischen Qualitäten Guardiola zwar überzeugt gewesen sein soll - an den menschlichen Qualitäten des Kroaten aber hatte er angeblich seine Zweifel.

Daher habe er ursprünglich mit Franck Ribery im Sturmzentrum geplant, doch der Franzose habe die Bewegungsläufe nur langsam verstanden.

"Sie sind viel zu ausgeklügelt und kompliziert, weshalb Pep seinen Plan erst mal ad acta legt und auf den geeigneten Moment wartet", schreibt Perarnau. Auch mit Thomas Müller, der mehr Freiheit auf dem Platz gefordert haben soll, war Guardiola demnach zunächst unzufrieden: "Der Trainer antwortet, dass wenn jeder Spieler der Mannschaft frei spielen wolle, es in einem Desaster enden würde."

Daneben gibt es auch mehrere kleine Anekdoten. So könne Guardiola vor Spielen nichts essen, Arjen Robben sei dagegen auch beim Essen einer der Schnellsten. "Ich habe keinem etwas aus dem Innenleben verraten", betonte der Autor mit Blick auf seine Verschwiegenheit während der Saison. Sein Buch dürfte jetzt dennoch für einige Schlagzeilen sorgen.
Alle Infos zum FC Bayern

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung