Fussball

Rummenigge wittert "Rassismus"

Von Marco Nehmer
Karl-Heinz Rummenigge hat mit drastischen Worten auf Kritik reagiert
© getty

Die Debatte um den Spanien-Trend beim FC Bayern geht Karl-Heinz Rummenigge gehörig gegen den Strich. Der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters teilt gegen die Kritiker aus, spricht in diesem Zusammenhang gar von Rassismus und betont, dass die Bayern auch in Zukunft zweigleisig fahren werden.

"Diese schäbige Kampagne steht im völligen Widerspruch zu Werten wie Respekt, Toleranz und Vielfalt, die in Deutschland gesellschaftlicher Konsens sind", so Rummenigge im Vorwort des aktuellen Stadionhefts der Münchner.

"DFB, UEFA und FIFA engagieren sich seit Jahren aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Rassismus", wartete der 58-Jährige mit scharfer rhetorischer Munition auf, um dem Gerede vom "FC Espanol Bayern" Einhalt zu gebieten.

"Dumpfer Denkweise einen Riegel vorschieben"

In Deutschland neige man dazu, sich "nach dem WM-Titel schon wieder als Nabel der Fußballwelt zu verstehen, der keine Einflüsse von außen mehr braucht", echauffierte sich Rummenigge und betonte: "Solch einer dumpfen und provinziellen Denkweise muss ein Riegel vorgeschoben werden."

Mit Javi Martinez, Thiago Alcantara, Juan Bernat, Pepe Reina und Xabi Alonso tummeln sich mittlerweile fünf Spanier im Kader der Bayern. Rummenigge rechtfertigte die Transferpolitik: "Dabei ist für den FC Bayern die Qualität eines Spielers entscheidend - und nicht seine Nationalität."

Dass der Weg für Eigengewächse damit versperrt sei, bestritt Rummenigge vehement. Die Bayern würden nur ihrer Linie folgen. "Wir werden weiterhin unsere Talente in die erste Mannschaft führen. Und wir werden auch künftig Topspieler dazu holen, die uns sportlich voranbringen", so der Europameister von 1980.

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