Fussball

Heidel: "Spanischer Markt am Ende"

Von Marco Nehmer
Christian Heidel holte den Spanier Jairo zum FSV Mainz 05
© getty

Christian Heidel hat gegen Ende der Transferperiode ganze Arbeit geleistet und den Kader von Mainz 05 breiter aufgestellt. Während der FSV-Manager sich bei Jonas Hofmann noch die Augen reibt, sei der Jairo-Transfer nur logisch gewesen: Das Angebot spanischer Spieler übersteige die Nachfrage derzeit massiv.

Der 21-jährige spanische Juniorennationalspieler Jairo kam für rund zwei Millionen Euro vom FC Sevilla zu den Mainzern - ein vor Jahren wohl noch undenkbarer Coup. "Dass wir einen Spieler seiner Qualität bekommen konnten, hat insbesondere mit dem spanischen Markt zu tun", betonte Heidel nun in der "Sport Bild".

"Der spanische Markt ist am Ende. Ich glaube, ganz Spanien will nach Deutschland", so Heidel. Neben Jairo wechselte ein ganzes Füllhorn von Spaniern in die Bundesliga. Die Bayern holten Juan Bernat, Pepe Reina und Xabi Alonso, Alejandro Galvez ging nach Bremen, Rafa nach Paderborn. Der VfB Stuttgart sicherte sich Oriol Romeu.

"Jeden Tag rufen fünf spanische Berater bei mir an, die ihre Spieler bei uns unterbringen wollen", betonte der Mainzer Manager, der mehrere Faktoren dafür verantwortlich machte. Der Trend sei Folge "von den wirtschaftlichen Problemen in Spanien, von Pep Guardiolas Tätigkeit beim FC Bayern und auch von WM-Sieg des deutschen Nationalteams".

"Wer Geduld hat, wird manchmal belohnt"

Jairo ist einer von fünf Neuzugängen, die Heidel erst kurz vor Transferschluss an den Bruchweg lockte. Sami Allagui, Pablo de Blasis, Philipp Wollscheid und Jonas Hofmann laufen fortan ebenfalls für die Rheinhessen auf. "Wer Geduld hat und bis zum letzten Tag der Transferperiode abwartet, wird manchmal belohnt - aber nicht immer", so Heidel.

Das Credo des 51-Jährigen kommt besonders bei Neuzugang Hofmann zum Tragen. "Wenn mir vor vier Wochen jemand gesagt hätte, dass Jonas Hofmann zu uns wechselt, hätte ich ihn für verrückt erklärt", so Heidel. "Die halbe Bundesliga hätte Jonas genommen. Sicher hat uns unsere gute Verbindung nach Dortmund hier geholfen."

Alles zu Mainz 05

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung