Coming for to carry me home

Montag, 08.09.2014 | 21:21 Uhr
Lewis Holtby kam auf Leihbasis von den Tottenham Hotspur zum HSV
© getty
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Lewis Holtby hat mit 23 Jahren schon viel gesehen. Die Entscheidung, in sein Vaterland zurückzukehren, für die Tottenham Hotspur und den FC Fulham aufzulaufen, verlief aber weitgehend erfolgslos. Der Hamburger SV bietet eine neue Chance.

Ausgerechnet für "Swing Low, Sweet Chariot" entschied sich Lewis Holtby beim mannschaftsinternen Aufnahmeritual. Das Lied der englischen Rugby-Nationalmannschaft sang er wenige Tage nach seinem Wechsel zu den Tottenham Hotspur vor den versammelten Teamkameraden. Der deutsche Akzent war gespielt, denn Holtby spricht perfektes Englisch.

Um das "nach Hause bringen" dreht sich der Song von Wallace Willis - für Schalkes Mittelfeldspieler war der Wechsel zu den Spurs im Winter 2013 so etwas wie eine Heimkehr. Sein Vater ist Engländer, zu Weihnachten und Geburtstagen bekam er Shirts der Three Lions geschenkt.

"Ich habe mit meinem Vater öfter Rugby aus Twickenham gesehen und das war der Song, den er immer gesungen hat", erklärte er die Musikwahl. Eineinhalb Jahre später ist das Kapitel Heimkehr beendet. Holtby "freut sich wahnsinnig" auf den Start mit dem Hamburger SV, die Zeit in seinem Vaterland lässt er möglichst schnell hinter sich.

Anruf von Beiersdorfer

Denn wirklich konstant erfolgreich war der 23-Jährige nicht im Mutterland des Fußballs. Ein Einsatz hier, ein Einsatz dort. Mal ein paar wenige am Stück, mal ein paar Spiele ohne Einsatz im Kader. Die Konkurrenz im Spurs-Mittelfeld war noch zu groß, beim FC Fulham fand er auf stetig wechselnden Positionen nicht den nötigen Rhythmus.

Zu wenig für einen "Typ, der einfach nur kicken will", wie Kumpel Andre Schürrle ihn beschreibt und ganz besonders zu wenig für einen potentiellen Mann für Joachim Löw. Beim klischeehaft britischen Golf drehten sich der Wind und auch der "Sweet Chariot."

"Ich sah über den Jordan und was sah ich, um mich nach Hause zu holen? Eine Gruppe Engel, die mich jagen, kommen um mich zu holen", beginnt besagter Song. Auch wenn der Vergleich zwischen Jordan und Ärmelkanal, sowie dem HSV und einer Gruppe Engel hinkt - für Holtby hieß das Angebot: durchatmen. "Ich war Golfspielen und wollte gerade putten - da kam ein Anruf aus Deutschland. Danach konnte ich nicht mehr so gut Golf spielen."

Erfahrung und Qualität

Dietmar Beiersdorfer hat seinen Wunschspieler bekommen. Den Spieler, der einst bei den Tottenham Hotspur für Rafael van der Vaart einspringen sollte, den Spieler, der dies nun auch wieder tun soll. Die Qualitäten dafür bringt Holtby mit. "Lewis ist ein passstarker Techniker, der unserem Spiel mit seiner Kreativität guttun wird. Er hat mit seinen gerade mal 23 Jahren sowohl in der Bundesliga, der Premier League als auch international bereits eine Menge Erfahrungen gesammelt", lobte der Vorstandsvorsitzende.

Bei Borussia Mönchengladbach im Jugendalter noch aussortiert, ähnelt Holtby tatsächlich der HSV-Führungsfigur. Er lenkt das Spiel, fordert Bälle und gibt sie nahtlos weiter. Durchaus torgefährlich ist Holtby auch - wenn er auch sichtlich defensiver auftritt als sein niederländischer Mitspieler.

Noch dazu ist er bereits bestens eingespielt. Mit Pierre-Michel Lasogga, Tolgay Arslan und Maximilian Beister spielte er in der deutschen U 21, mit Rene Adler und Heiko Westermann in der Nationalmannschaft. Das kaschiert eventuelle Schnelligkeitsdefizite und die teils zu langsame Entscheidungsfindung.

Abstiegskampf statt Europa

Dinge, die ihm besonders in der Premier League zu Lasten fielen. Im Interview mit "Sport1" verweigerte sich Holtby der medialen Erkenntnis, dass der deutsche Mittelfeldspieler sich nie zurecht gefunden hätte: "Auch wenn viele meinen, ich sei bei den Spurs gescheitert: Ich sehe das nicht so."

Um Einsätze und Spielzeiten zu sammeln, aber auch um den Traum von der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 aufrecht zu erhalten, entschied er sich für eine Leihe zum FC Fulham. Abstiegskampf pur in der englischen Liga - mit einem schlechten Ausgang. In den letzten Spielen der Saison fiel er zusehends aus der Mannschaft, im letzten Spiel der Saison wurde er gar nicht erst in den Kader berufen.

Zeit für einen Tapetenwechsel. Zurück in die Liga, in die er vor wenigen Jahren noch für Furore sorgte. Zusammen mit den Bruchweg-Boys in der Tabelle nach oben kletterte und dem 1. FSV Mainz 05 eine der besten Saisons in der Vereinsgeschichte verschaffte.

Begeisterung für Fußball

"Manchmal bin ich obenauf, manchmal niedergeschlagen, aber meine Seele hängt himmlisch daran" - Holtby hofft in Hamburg auf erneutes Hoch in seiner Karriere, wie in "Swing Low, Sweet Chariot" versprochen. Für den Fußball hat er schon immer alles gegeben und so auch mit 18 Jahren die Schule geschmissen. "Das fanden wir gar nicht gut. Doch für ihn zählte immer nur der Fußball", erzählt sein damaliger Trainer Jürgen Seeberger bei Alemannia Aachen.

Die ersten Worte beim HSV zeugen davon. "Ich habe Spaß, habe richtig Spielfreude und freue mich wahnsinnig auf das erste Spiel. Ich kann jetzt nicht viel erzählen, aber ich kann sagen, dass ich auf jeden Fall brenne und richtig Bock habe." Nach der Pleite gegen den SC Paderborn (0:3) dürfte es aber wieder in den Abstiegskampf gehen - etwas, was Holtby gar nicht liegt.

Zumindest wenn es nach dem zweimaligen Ex-Coach Felix Magath geht: "Er hat Qualitäten, aber er ist kein Kämpfer."

Längerfristige Planung beim HSV

Eine Tugend, die beim HSV gefordert sein wird und die Holtby lernen werden muss. Dann ist allerdings alles möglich, denn Holtby bringt die Fähigkeiten mit, zum neuen Gesicht zu werden und im zweiten Anlauf endlich in die Fußstapfen von Rafael van der Vaart zu treten.

Auch wenn er nur für ein Jahr geliehen ist, hält man doch eine Kaufoption, die man bei Möglichkeit gerne ziehen möchte. "Wir haben langfristige Pläne mit Lewis", bestätigt Beiersdorfer. Gut möglich, dass Holtby dann wieder singen muss. Aber schließlich heißt es auch in "Hamburg, meine Perle": "Du bist mein Zuhaus, du bist mein Leben, bist die Stadt, auf die ich kann."

Lewis Holtby im Steckbrief

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