Fussball

Watzke: "Leipzig herzlich willkommen"

Von Ben Barthmann
Hans-Joachim Watzke würde sich über einen Bundesligisten aus Sachsen freuen
© getty

Hans-Joachim Watzke sieht keinen Haken am Projekt RB Leipzig und wundert sich über die Kritik. Für eine Rückkehr von Shinji Kagawa von Manchester United zu Borussia Dortmund sieht er keinen Platz.

"Nicht sehr lange", so die Antwort des BVB-Sportchefs auf die Frage der "Bild am Sonntag" hin, wie lange er den Drittliga-Aufsteiger in der zweiten Liga sehe. Der Weg gehe direkt nach oben: "Leipzig verfügt über gewisse finanzielle Möglichkeiten, und es war ein kluger Schachzug, sich einen Klub ist Ost-Deutschland auszusuchen. Ich freue mich, wenn es irgendwann in Sachsen einen Bundesligisten gibt, der das große Fußballinteresse in der Region befriedigt."

Solange die DFL die "demokratischen Regeln des Fußballs" und deren Einhaltung überwache, sehe Watzke kein Problem im Projekt von Red Bull. Viel mehr freue er sich über das Gesamtbild: "Wenn Leipzig seinen Spielbetrieb selbst finanziert und eine breite Fanbasis hat, ist der Verein herzlich willkommen. Ich bin überhaupt kein Gegner von RB Leipzig."

Keine Rückkehr von Kagawa

Gerüchten rund um eine Rückkehr von Shinji Kagawa hat er derweil vehement widersprochen. In der Kaderplanung sei kein Platz mehr für den Japaner, die Zusammenstellung "im Grunde abgeschlossen." Es habe aus Dortmund nie ein Signal gegeben, "dass Kagawa ein Thema für den BVB werden könnte."

Derzeit befasse man sich auch nicht mit dem Thema Marco Reus und störende Unruhe durch ständige Gerüchte um den BVB-Star: "Nein, das befürchte ich nicht. Wir beim BVB sind immer sehr klar und ruhig."

Gesunde Konkurrenz mit Bayern

Zuletzt hatte Karl-Heinz Rummenigge angedeutet, dass Dortmund seinen Stürmer nicht mehr lange würde halten können. Eine Aussage, die Watzke überrascht: "Ob das Mitgefühl ist, weiß ich nicht. Ich wundere mich, dass er sich in letzter Zeit so häufig zu Borussia Dortmund äußert."

Dennoch sieht er eine gesunde Beziehung zum Rivalen aus München. Nach dem WM-Titel seien die Spieler näher zusammengerückt und die Verantwortlichen würden sich jederzeit respektieren. Dennoch fügte der 55-Jährige an: "Ich brauche im Fußball ganz grundsätzlich keine Harmonie - wofür? Alle Klubs konkurrieren miteinander. Wir respektieren uns in der Bundesliga gegenseitig. Aber wenn ich Harmonie haben will, geh' ich in einen Gesangsverein."

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