"Habe mich nicht verändert"

SID
Benedikt Höwedes wurde in Brasilien Weltmeister
© getty

Für Benedikt Höwedes hätte die Fußball-WM in Brasilien nicht besser laufen können. Der 26-Jährige stand als "Umschüler" auf der linken Abwehrseite in allen sieben WM-Partien vom Anfang bis Ende auf dem Platz.

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Für "Kaiser" Franz Beckenbauer war er gar der Spieler, "der mir am meisten imponiert hat. Er hat auf einer für ihn völlig fremden Position gespielt und hat das mit Bravour gemeistert", sagte Beckenbauer über den Defensiv-Allrounder, der auf Schalke noch Vertrag bis 2017 hat.

Das ist für den 26-Jährigen kein Grund abzuheben. "Ich denke, dass es für ganz Deutschland ein besonderer Sommer war. Ich selbst habe mich nicht verändert", sagte der gebürtige Halterner, der erst zwei Wochen vor dem Saisonstart ins Mannschaftstraining einstieg. Zwar dürfe er sich jetzt "Weltmeister" nennen, doch längst habe ihn die Normalität wieder eingeholt. "Jetzt freue ich mich auf die Saison mit Schalke. Selbstverständlich bin ich auch weiterhin erfolgshungrig. Mein Ehrgeiz ist ungebrochen", meinte er.

Wichtig für den Verein sei in der neuen Spielzeit Kontinuität, die Leistungen aus den letzten Jahren sollen bestätigt werden. "Wir wollen uns in erster Linie wieder für die Champions League qualifizieren und um den dritten Platz kämpfen", sagte Höwedes, der die Einkaufspolitik von Manager Horst Heldt und Trainer Jens Keller lobte: "Die Qualität ist da, auch mit den Neuzugängen. Jetzt müssen wir dahin kommen, diese Qualität auch konstant zu präsentieren."

Interesse aus England geweckt

Durch seine soliden Leistungen auf der ungewohnten Position bei der WM sind einige europäische Top-Klubs auf den 1,88 m großen Verteidiger aufmerksam geworden. Der FC Arsenal soll Interesse bekundet haben. Höwedes wiegelte jedoch ab: "Es gibt immer Gerüchte, insbesondere wenn man Weltmeister geworden ist. Ich spiele aber seit 13 Jahren auf Schalke und wäre nicht so lange hier, wenn ich diesen Verein nicht lieben würde."

Dass er bei der WM auf der linken Abwehrseite überzeugte, macht Höwedes "sehr stolz". Auf Schalke indes möchte er jedoch lieber auf der gewohnten Position in der Innenverteidigung agieren. "Aber auch die rechte Seite macht mir durchaus Spaß und der Trainer weiß, dass er mich auch dort bringen kann", sagt Höwedes, der 2001 mit 13 Jahren zum FC Schalke kam.

Nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub überraschte der eigentlich so uneitle Westfale derweil mit einer persönlichen Veränderung. "Ja, ich habe mich einer Haartransplantation unterzogen", bekannte er und gab einen einfachen Grund an: "Für eine Glatze fühle ich mich noch zu jung."

Benedikt Höwedes im Steckbrief

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