Beiersdorfer dementiert Tuchel-Gerücht

Von Marco Nehmer
Mittwoch, 30.07.2014 | 13:04 Uhr
Thomas Tuchel wird mit dem Hamburger Sv in Verbindung gebracht
© getty
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Beim Hamburger SV wird unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden und Hoffnungsträger Dietmar Beiersdorfer jeder Stein umgedreht. Ein neuer Sportdirektor ist im Anflug - während der Vorgänger mit juristischen Mitteln droht. Neues gibt es von den Kühne-Millionen. Der Trainer steht jedoch entgegen erster Gerüchte doch nicht zur Debatte.

Der Hamburger SV hat in Person von Dietmar Beiersdorfer Gerüchten um eine mögliche Verpflichtung von Thomas Tuchel eine Absage erteilt. "Ich habe mehrfach betont, dass ich beeindruckt war, mit welcher Ruhe Mirko Slomka unsere Mannschaft nach seiner Amtsübernahme durch diese schwere Situation geführt hat. Ich bin dabei sehr angetan von seiner Arbeitsweise", gab er am Mittwoch zu Protokoll.

"Damit kann man die Spekulationen ein für alle Mal beenden. Mirko Slomka hat meine volle Unterstützung", stellte Beiersdorfer klar.

Zuvor hatte die "Sport Bild" berichtet, dass sich Beiersdorfer bereits vor einiger Zeit mit dem früheren Mainzer Coach getroffen haben soll, um eine mögliche Übernahme des Traineramts bei den Rothosen zu diskutieren. Demnach sollte Tuchel bereitstehen, wenn Slomka scheitert.

Einigung mit Knäbel?

Zudem hat sich der HSV laut "Sport Bild" mit Peter Knäbel geeinigt. Der technische Direktor der Schweizer Nationalmannschaft, der als ausgewiesener Tuchel-Fan gilt und den 40-Jährigen im Winter als Hitzfeld-Nachfolger bei den Eidgenossen ins Spiel gebracht hat, soll beim HSV den vakanten Sportdirektor-Posten übernehmen.

Allerdings wird der Bundesliga-Dino auf den früheren Profi von Bochum, St. Pauli und Nürnberg noch ein wenig warten müssen. Mit einer Freigabe durch den Schweizer Verband ist wohl nicht vor September zu rechnen. Noch langwieriger indes dürfte der sich anbahnende juristische Streit mit Knäbels Vorgänger sein: Oliver Kreuzer erwägt womöglich, den HSV zu verklagen.

Kreuzer prüft rechtliche Schritte

Wie die "Bild" berichtet, hat der am 14. Juli entlassene Sportchef der Norddeutschen seinen Anwalt eingeschaltet, um rechtliche Schritte zu prüfen. "Im Vertrag gibt es Klauseln, über die man diskutieren muss. Ich habe bereits mit Beiersdorfer und den Vereinsanwälten gesprochen", so Kreuzers Anwalt Horst Kletke.

"Wir haben unsere verschiedenen Sichtweisen ausgetauscht. Wir sind uns einig, dass wir die Gespräche weiterführen wollen. Die Gespräche werden einvernehmlich geführt", so Kletke weiter. Kreuzer stünden bei voller Vertragslaufzeit 1,4 Millionen Euro zu, trotz einer Rauswurfklausel ist die Einseitigkeit der Auflösung des Kontrakts umstritten.

Der 48-Jährige soll vertraglich fixiert im Falle einer Beurlaubung bis zum Ende der Laufzeit bis 2016 nur noch die Hälfte seines monatlichen Grundgehalts von 60.000 Euro erhalten - ein Umstand, den Kreuzer wohl nicht akzeptieren wird. Ein Prozess scheint unwahrscheinlich, denkbar ist ein Vergleich zwischen den Parteien.

Kühne-Darlehen vor dem Abschluss

Der Streitwert des Kreuzer-Themas ist jedoch ein Kleckerbetrag gegenüber den Zahlen, die zuletzt hinsichtlich des zugesicherten Kühne-Darlehens gehandelt wurden. Der Milliardär soll bereit sein, 20 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung zu stellen. Dem "Hamburger Abendblatt" zufolge soll es damit nun ganz schnell gehen: Die Gespräche über die Finanzspritze könnten noch in dieser Woche abgeschlossen sein.

Mit den Millionen des Logistikunternehmers wären die Hamburger umgehend handlungsfähig, um auf dem Transfermarkt noch einmal nachzuschießen. Neben den gehandelten Namen Valon Behrami, Niklas Moisander und Matthias Ostrzolek ist seit Tagen Nicolai Müller das vordringliche Thema an der Elbe.

Wie der populäre HSV-Blog "Matz ab" berichtet, hat der HSV für den Offensivmann aus Mainz ein Angebot in Höhe von vier Millionen Euro abgegeben. Die Rheinhessen zieren sich jedoch noch, Manager Christian Heidel würde einem Müller-Abschied nur bei einem passenden Angebot und vorhandenen Alternativen zustimmen. Beiersdorfer möchte den Deal jedoch offenbar so schnell wie möglich abwickeln.

Thomas Tuchel im Steckbrief

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