Fussball

Mehr Schicksalswoche geht nicht

Von Adrian Bohrdt
Hakan Calhanoglu soll es für den HSV richten
© getty

Der Hamburger SV steht in den Relegationsspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth (ab 20:15 Uhr im LIVE-TICKER) unter riesigem Druck. Für die Hanseaten geht es nicht nur um die unmittelbare sportliche Zukunft, der ganze Verein könnte im Abstiegsfalle jahrelang an den finanziellen Folgen leiden. Hoffnungsträger gibt es nur wenige und Investor Kühne stellt Bedingungen an HSVPlus. Ein Blick auf die Situation beim HSV vor den Schicksalsspielen.

Wer sind die Hoffnungsträger?

Einfach gesagt: Hakan Calhanoglu und Pierre-Michel Lasogga. Die einzigen beiden HSV-Profis, die über die Saison konstant gute Leistungen geliefert haben. Ohne die Tore der beiden (Lasogga: 13, Calhanoglu: 11 - kein anderer HSV-Profi traf zweistellig) wäre Hamburg schon längst abgestiegen. Im Schnitt traf der von der Hertha ausgeliehene Lasogga alle 114 Minuten.

Neben den beiden Youngstern müssen drei Routiniers ihre teilweise desolate Saison vergessen und der Mannschaft mit ihrer Erfahrung helfen: Rafael van der Vaart, Rene Adler und Heiko Westermann stehen gegen Fürth besonders in der Pflicht.

"So ein geiler Klub wie der HSV muss drinbleiben. Egal wie. Wir müssen uns für alle den Arsch aufreißen", sagte etwa van der Vaart gegenüber der "Hamburger Morgenpost": "Ich fühle mich auf dem Platz deutlich besser als noch vor ein paar Wochen. Ich denke, meine wichtigen Tore schieße ich noch in den nächsten beiden Spielen."

Zeit wäre es für den Kapitän der Rothosen: In der kompletten Rückrunde war er an genau drei Treffern direkt beteiligt (drei Assists). Auf ein eigenes Tor wartet van der Vaart seit dem 21. Dezember (2:3 gegen Mainz).

Westermann, dessen Blackout die Niederlage am letzten Spieltag in Mainz einleitete, muss derweil entscheidenden Anteil daran haben, die Defensive gegen die beste Offensive der 2. Liga (64 Treffer) zu stabilisieren. "Wir haben noch nichts erreicht. Jetzt kommen erst die wichtigen Spiele", richtete auch der 30-Jährige den Blick nach vorne.

Adler soll indes hinter der Schießbude der Liga (75 Gegentore) endlich die Sicherheit ausstrahlen, die man von einem ehemaligen Nationaltorwart erwarten können sollte - und die er im Vorjahr auch demonstrierte.

In dieser Saison, vor allem in der Rückrunde, war das zu selten der Fall. Aussetzer wie etwa gegen Augsburg sind in den Spielen gegen Fürth, wo es auf jeden Treffer ankommen dürfte, tabu.

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