Samstag, 01.03.2014

Stuttgart-Coach Schneider unter Druck

"Nur noch Endspiele"

Nach sieben Niederlagen in Serie muss Stuttgarts Trainer Thomas Schneider um seinen Job fürchten. Die Wende soll am Sonntag beim ebenfalls kriselnden Konkurrenten Eintracht Frankfurt gelingen.

Thomas Schneider braucht mit dem VfB dringend Punkte
© getty
Thomas Schneider braucht mit dem VfB dringend Punkte

Im Duell der Frustrierten hofft Fredi Bobic auf die langersehnte Wende - und spricht Trainer Thomas Schneider noch einmal das Vertrauen aus. "Wir sind überzeugt, dass wir das Ding mit ihm drehen können", meinte der Sportvorstand des kriselnden VfB Stuttgart vor dem Spiel beim ebenfalls angeschlagenen Konkurrenten Eintracht Frankfurt am Sonntag (17.30 Uhr im LIVE-TICKER).

Mit "ihm" ist Schneider gemeint, um dessen Zukunft es bei einer weiteren Niederlage wieder Diskussionen geben dürfte. Es wäre die achte Pleite hintereinander - womöglich zu viel in einer Phase, in der "wir nur noch Endspiele vor der Brust haben", wie Bobic mit ernstem Blick auf Tabelle und Restprogramm sagt. Vor dem 23. Spieltag ist der Tabellen-15. aus Schwaben nur noch einen Punkt von einem direkten Abstiegsplatz entfernt.

"Kein Entscheidungsspiel"

Noch hat Schneider aber auch die Rückendeckung von Aufsichtsratschef Joachim Schmidt: Das Spiel in Frankfurt sei für Schneider "kein Entscheidungsspiel. Es ist ein extrem wichtiges Spiel, aber keines, das letztendlich die Entscheidung über den Trainer bedeutet", sagte er in einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten.

Auch Schneider spürt vor der Partie am Main das Vertrauen der Stuttgarter Verantwortlichen. "Ich denke, dass meine Arbeit gesehen wird", erklärte der 41-Jährige, der sich angesichts der "katastrophalen Serie" in der Pflicht sieht: "Ich will jetzt die Situation bereinigen."

Schwung aus Porto-Spiel mitnehmen

Zuversicht gibt Schneider, dass der endlich genesene Kapitän Christian Gentner und der zuletzt gesperrte Moritz Leitner wieder einsatzfähig sind. Und vielleicht setzt Ex-Profi Schneider auch ein bisschen auf einen möglichen Stimmungs-"Kater" der Frankfurter nach dem bitteren Zwischenrunden-Aus in der Europa League am Donnerstag gegen den FC Porto (3:3).

Doch ausgerechnet Eintracht-Trainer Armin Veh, der 2007 mit den jungen Wilden des VfB deutscher Meister geworden war, erstickte die Hoffnungen von Schneider im Keim. "Ich denke, dass wir die Enttäuschung schnell rauskriegen. Wir haben gesehen, dass wir mit richtig guten Mannschaften mithalten können. Das sollte uns optimistisch stimmen", sagte Veh und sprach von einem "ganz wichtigen Spiel".

Stuttgart mit großer Qualität

Die ebenfalls noch abstiegsgefährdeten Hessen haben immerhin drei Punkte mehr auf dem Konto als die Schwaben. Für Veh aber kein Indiz für eindeutige Kräfteverhältnisse. "Ich habe nicht erwartet, dass sich die Stuttgarter in diesen Gefilden aufhalten. Sie gehören da von der Qualität nicht hin", meinte der 53-jährige Augsburger, den ebenfalls Verletzungssorgen plagen.

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Kapitän Pirmin Schwegler (Gelbsperre) und Sebastian Rode (Knorpelschaden) fallen aus. Auch einige andere Spieler sind angeschlagen. Namen nannte Veh aber nicht. "Ich weiß noch nicht, ob wir am Sonntag die Mannschaft an Bord haben, die notwendig ist", erklärte er besorgt.

Wochen der Wahrheit

Eintracht-Keeper Kevin Trapp will den Euro-Frust so schnell wie möglich aus den Klamotten schütteln. "Wir dürfen nur kurz trauern. Am Sonntag müssen wir dann wieder eine so gute Leistung wie gegen Porto bringen", forderte Trapp.

Beide Teams stehen vor den Wochen der Wahrheit, denn an den nächsten Spieltagen warten ausnahmslos Duelle mit direkten Konkurrenten. "Mit einem Sieg in Frankfurt", sagte Bobic, "können wir die Wende für die restlichen Spiele einleiten."

Im zweiten Sonntagsspiel will der VfL Wolfsburg auch in der Auswärtspartie bei 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr im LIVE-TICKER) seine internationalen Ambitionen untermauern. Für Unruhe sorgen allerdings die Abwanderungswünsche von Stürmer Ivica Olic. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum er unzufrieden ist. Wir haben uns wie verabredet zusammengesetzt. Er müsste genug Wertschätzung erfahren haben", sagte VfL-Manager Klaus Allofs. Der Kroate Olic (34) liebäugelt mit einem Wechsel zum Premier-League-Klub Stoke City.

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