Watzke fordert hartes Durchgreifen

Von Marco Nehmer
Mittwoch, 19.03.2014 | 10:58 Uhr
Hans-Joachim Watzke hält auch Haftstrafen gegen Randalierer für vertretbar
© getty
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Das Reviererby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 am kommenden Dienstag wirft bereits seine Schatten voraus. Nach den Vorfällen aus der Hinrunde steht die Begegnung unter besonderer Beobachtung. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke fordert drakonische Strafen für Randalierer.

Das 144. Aufeinandertreffen zwischen dem BVB und Schalke findet nach den Randalen beim Hinspiel im Oktober unter besonderen Auflagen statt. 500 Hausverbote und 31 Stadionverbote waren die Konsequenz aus den Vorfällen in der Veltins Arena. Kommt es diesmal zu Zwischenfällen, wird das nächste Derby ohne Gästefans stattfinden - doch Watzke plädiert für ein individuell härteres Strafmaß.

"Leute, die sich im Stadion danebenbenehmen" müssten "auch mal ein paar Tage sitzen", so der BVB-Geschäftsführer in der "Sport Bild". Zu kurzen Haftstrafen verurteilte Randalierer würden "folgerichtig an ihrem Arbeitsplatz fehlen, sich gegenüber ihrem Chef verantworten müssen - und nicht am nächsten Tag ihrem potenziellen Opfer schon wieder beim Bäcker begegnen und es im schlimmsten Fall noch höhnisch anlachen."

"Können die Symptome nur lindern"

"Wir müssen uns mal darüber klar werden, dass der Fußball nicht alle gesellschaftlichen Probleme lösen kann. Wir werden für alles verantwortlich gemacht, aber wir können die Symptome nur lindern", so Watzke über den begrenzten Handlungsspielraum der Vereine, denen die Politik in solchen Fällen beispringen müsse.

"Solange sich das nicht ändert und nur Worthülsen und Aktionismus an den Tag gelegt werden, sind wir ein wenig hilflos. Nur können wir das nicht ändern, dafür ist der Gesetzgeber zuständig", so der 54-Jährige, dessen Schalker Kollege Clemens Tönnies sich trotz der jüngsten Vorfälle wieder unter die Zuschauer in der Fankurve mischen wird.

"Wir freuen uns auf dieses Spiel. Es ist wieder etwas ganz Besonderes", so Tönnies. "Es soll rund um das Spiel und im Stadion nichts Schlimmes passieren - und ich bin zuversichtlich: Es wird nichts Schlimmes passieren."

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