Kämpfer in der neuen Welt

Dienstag, 25.03.2014 | 12:34 Uhr
Mandzukic (r.) führt die Torjägerliste der Bundesliga mit 17 Treffern knapp vor Lewandowski an
© imago
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Club Friendlies
FC St. Pauli -
VfL Bochum 1848
Ligue 1
Amiens -
Montpellier
Ligue 1
Angers -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Lyon
Ligue 1
Lille -
Rennes
Ligue 1
Metz -
St. Etienne
Ligue 1
Toulouse -
Nantes
Copa del Rey
DAZN-Konferenz: Copa del Rey
Copa del Rey
Atletico Madrid -
FC Sevilla
Copa del Rey
Valencia -
Alaves
Ligue 1
PSG -
Dijon
Copa del Rey
Espanyol -
FC Barcelona
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)

Stürmer haben es beim FC Bayern traditionell nicht leicht. Trotz guter Leistungen befindet man sich schnell auf dem Abstellgleis. Mario Mandzukic, der vor dem womöglich die Meisterschaft bringenden Spiel bei Hertha BSC (20 Uhr im LIVE-TICKER) die Torjägerliste der Bundesliga mit 17 Treffern anführt, scheint dieses Schicksal nicht zu teilen. Er wird dem Rekordmeister wohl erhalten bleiben - seine Situation wird sich allerdings radikal ändern.

Mario Götze ist ein super, super Spieler und Arjen Robben ist ein super, super Profi. Thiago ist natürlich auch ein super, super Spieler, Philipp Lahm der intelligenteste Spieler, den er je trainiert hat, ja sogar Ersatzmann Diego Contento ist ein super Spieler.

Wenn Pep Guardiola in den Lobeshymnen über seine Schützlinge fast mantrahaft das immer selbe Vokabular benutzt, liegt das zum einen daran, dass der Spanier der deutschen Sprache noch nicht vollends Herr ist. Zum anderen, dass er es in der bayerischen Landeshauptstadt mit der Elite des Fußballs zu tun hat.

Auch Mario Mandzukic durfte schon die eine oder andere Lobhudelei über sich ergehen lassen. "Ich liebe diesen Spieler", sagte Guardiola. Noch nie habe er so einen Fußballer gesehen. Im Sechzehner sei er sowieso der beste Spieler der Welt, vor allem mit dem Kopf.

Mia san die Besten

Spätestens seit der vergangenen Triple-Saison hat sich das Selbstverständnis und -bewusstsein beim FC Bayern nochmals verändert. Man sitzt auf dem Thron Fußball-Europas. Mia san die Besten - und der beste Verein braucht die besten Spieler. Auch deshalb wird sich Mandzukic' Situation kommende Saison radikal ändern.

Zur Weltklasse gehört nämlich auch Robert Lewandowski, momentan in Diensten von Borussia Dortmund und ab dem 1. Juli beim Rekordmeister unter Vertrag. Ablösefrei schnappten sich die Bayern den Polen, der von unzähligen Topklubs gejagt worden war.

Das bayerische Stürmer-Karussell

Bereits letztes Jahr, als Gerüchte um eine Verpflichtung des Dortmunders immer häufiger die Runde machten, beschwerte sich Mario Gomez öffentlich über die fehlende Rückendeckung des Vereins für seine aktuellen Stürmer.

Mandzukic dagegen gab und gibt nicht viel von sich selbst und seiner Gefühlswelt preis. Schon gar nicht zum Thema Lewandowski.

Auch die Startschwierigkeiten unter Guardiola wollte er nicht kommentieren. Lediglich ein "wir haben uns einfach nicht richtig verstanden" ließ er sich über die anfänglichen Probleme mit dem neuen Coach entlocken.

Viele prophezeiten so schon früh einen Bruch mit Guardiola und verwiesen auf die geringe Halbwertzeit der Bayern-Stürmer. Giovane Elber, Luca Toni, Ivica Olic oder Gomez: Sie alle waren Publikumslieblinge, Toptorjäger im besten Alter - und wurden dennoch ausgetauscht. "Stürmer bei Bayern zu sein, nein danke, diese Karriere hätte ich nicht machen wollen", scherzte Oliver Kahn einst.

Fall Mandzukic läuft anders

Droht dieses Schicksal jetzt auch Mandzukic? Beim Audi Cup traf er als Einwechselspieler und jubelte wütend Richtung Trainerbank.

Zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach, kurz nachdem der Lewandowski-Transfer offiziell wurde, strich Guardiola ihn wegen schwacher Trainingsleistungen aus dem Kader. Real Madrid, Juventus, Chelsea, Barcelona - jede Woche wird ein neuer Interessent aus dem Hut gezaubert.

Doch im Fall Mario Mandzukic deutet vieles darauf hin, dass er den Rekordmeister nicht verlassen wird. Schnell schoben die Oberen des Rekordmeisters einem Abschied des Kroaten den Riegel vor.

"Unklug" wäre es laut Ex-Präsident Hoeneß, auf ihn zu verzichten. Karl-Heinz Rummenigge ist zwar "bekannt, dass viele Klubs Interesse an ihm haben. Aber ich glaube, dass er über das Saisonende hinaus bleibt", so der Vorstandsvorsitzende der Bayern.

"Mario fühlt sich in München sehr wohl. Guardiola schätzt ihn sehr", sagte Berater Ivan Cjetkovic. Und: "Mario ist bereit zu kämpfen. Er hat keine Angst." Sein Nationalcoach Niko Kovac schlägt in die selbe Kerbe: "Er wird kämpfen. Auch ein Lewandowski muss erstmal zeigen, dass er besser ist als Mario."

"Brauche Schläge, sonst schlafe ich ein"

Mandzukic hat schon in seiner ersten Saison bewiesen, dass er sich gegen Konkurrenz behaupten kann. Bei seiner Ankunft wurde er noch von vielen belächelt, als er ankündigte, er werde sich durchsetzen - auch beim FC Bayern, auch gegen Gomez.

Am Schluss war es Mandzukic, der in den unwichtigen Bundesliga-Spielen geschont wurde, um in den entscheidenden Partien in DFB-Pokal und Königsklasse fit zu sein.

Mandzukic hat sich als Arbeitstier und Teamplayer einen exzellenten Ruf erarbeitet. "Nur mit solchen Spielern kannst du Großes gewinnen", lobte schon Jupp Heynckes. Als Dieter Hoeneß ihn 2010 zu Wolfsburg holte, schwärmte er: "Er flößt Respekt ein - und er tut weh."

Im letztjährigen Champions-League-Viertelfinale gegen Juventus zum Beispiel lieferte er sich im Hinspiel einen 90-minütigen, privaten Kampf mit Giorgio Chiellini. "Ich habe wieder viele Schläge bekommen", sagte er danach. "Ich kann das alles aushalten, für die Mannschaft mache ich das gerne. Besser so, als wenn mich jemand in Ruhe lässt. Sonst schlafe ich ein."

Vom Techniker zur Brechstange

Doch mittlerweile ist vieles anders. "Seit Guardiola gekommen ist, hat sich für ihn die Welt komplett geändert", weiß Mehmet Scholl. Unter Heynckes' Bayern galt er als spielerische Variante im Sturm. Jetzt, da es im Kader vor Ballvirtuosen nur so wimmelt, kommt einem Mandzukic wie die rustikale Variante vor, die Brechstangen-Lösung.

Es mache ihm "Spaß, sich immer wieder zu beweisen" meinte Mandzukic einmal. Im System Guardiola hat er es geschafft, ab Sommer hat er es mit einer neuen Konkurrenz-Situation zu tun. Mittlerweile steht er nämlich auf der anderen Seite. Er ist nicht mehr der Herausforderer, der Underdog. Der Kroate ist jetzt der Platzhirsch, den es zu verdrängen gilt.

22 Tore und vier Assists steuerte Mandzukic in der vergangenen Spielzeit bei, aktuell hat er beide Marken bereits in weniger Spielen übertroffen (23 Tore, neun Vorlagen). Er hat seine Spielweise dem neuen System angepasst und konstant gute Leistungen gezeigt.

Ob gegen Schalke, Dortmund, Leverkusen, Arsenal, ManCity oder Chelsea - lediglich zwei Mal stand Mandzukic in den Topspielen nicht in der Startelf.

Statussymbol, Kampfansage - Problem?

Für den FC Bayern wäre es Statussymbol und Kampfansage zugleich, sollte man mit zwei Stürmern des Kalibers Mandzukic und Lewandowski in die Saison gehen. Zumal mit Götze und Thomas Müller als potentiellen falschen Neunern zwei weitere Optionen für eine vakante Stelle verfügbar wären. Die Zukunft von Claudio Pizarro ist zudem noch offen.

Guardiola könnte das auf den ersten Blick in die Bredouille bringen. Der Spanier ist ein Fan davon, in seinem favorisierten 4-1-4-1 selbst auf der einzigen Stürmer-Position einen Mittelfeldspieler auflaufen zu lassen - zugunsten der kompletten Ballsicherheit und -kontrolle.

Zwar hat auch Pep mittlerweile die Vorzüge des Mittelstürmers Mandzukic erkannt - die Aggressivität im Pressing, die Kopfballstärke, das ungeheure Laufpensum -, permanent mit einem echten Neuner zu spielen oder eine radikale Umstellung auf ein System mit zwei Spitzen, das wird es dennoch nicht geben.

"Super-Super-Stempel" für Lewandowski

Wie er seine Stürmer bei noch weniger Spielzeit bei Laune halten will, wird eine der Aufgaben für Guardiola in der kommenden Saison. Behalten will er sie dennoch alle. "Er war sehr wichtig bis jetzt in meiner Zeit hier", sagte der Spanier über Mandzukic. "Er hat uns geholfen, die Spiele zu gewinnen. Er hat Vertrag und bleibt hier.

Über den Neuzugang aus Dortmund redet Guardiola indes noch nicht. Das sei seinen Spielern, Lewandowski selbst, dem BVB und Jürgen Klopp gegenüber nicht fair.

"In der nächsten Saison spreche ich über ihn." Spätestens Anfang Juli, wenn der Pole bei den Münchnern vorgestellt wird, wird Pep ihm dann den obligatorischen "Super-Super-Stempel" verpassen.

Mario Madzukic im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung