Dienstag, 04.02.2014

DFL-Vertrag mit Fox

Buli bald in 90 Mio. US-Haushalten

Die DFLwill die Einnahmen aus ihrer Auslandsvermarktung ab 2015 verdoppeln. Als wesentliche Grundlage dafür nannte Jörg Daubitzer beim SpoBiS den neu abgeschlossenen Vertrag mit "21st Century Fox" in den USA.

Jörg Daubitzer sieht die Bundesliga auch im Ausland auf dem Weg nach oben
© getty
Jörg Daubitzer sieht die Bundesliga auch im Ausland auf dem Weg nach oben

Der Geschäftsführer von DFL Sports Enterprises bezeichnete die im Herbst 2013 vereinbarte Kooperation mit "Fox" als "grandiosen Schritt nach vorne". Die Bundesliga werde ab 2015/16 durch die Zusammenarbeit mit dem Murdoch-Unternehmen rund 90 Millionen TV-Haushalte in den USA erreichen.

Diese technische Reichweite hat der für die Übertragungen vorgesehene Sender "Fox Sports 1". Bislang sind die Spiele aus der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse in den USA nur auf dem deutlich weniger verbreiteten Sender "GolTV" empfangbar.

Insgesamt umfasse die Zusammenarbeit mit Fox die Auswertung der DFL-Spiele in 80 TV-Märkten auf vier Kontinenten, berichtete Daubitzer bei seinem Vortrag im CCD in Düsseldorf. "Diese Vereinbarung spiegelt wider, dass der viertgrößte Medienkonzern der Welt an die Bundesliga glaubt."

Umsatz-Verdopplung auf 140 Mio.

In der kommenden Lizenzperiode, die die Spielzeiten 2015/16 bis 2017/18 umfasst, solle der Umsatz aus der DFL-Auslandsvermarktung insgesamt auf durchschnittlich rund 140 Mio. Euro pro Saison verdoppelt werden, führte der Geschäftsführer aus. Die Entwicklung sei auch vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass der Ligaverband erst zur Spielzeit 2009/10 selbst die Vermarktung seiner Auslandsrechte übernommen habe. Zuvor war dieser Bereich von externen Partnern betreut worden.

"Insgesamt sehe ich uns auf einem sehr positiven Weg", erklärte Daubitzer. Die DFL wolle in der Auslandsvermarktung zunehmend ihre Stärken ausspielen. "Mit 42.000 Zuschauern pro Spiel belegt die Fußball-Bundesliga weltweit den zweiten Platz unter allen Profisport-Ligen", führte er aus. Besser aufgestellt seien nur die American Footballer in der NFL mit einem Schnitt von 68.000 Besuchern.

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