Die SPOX-Top-11 des 22. Spieltags

Nach acht Spieltagen der Dürre

Von SPOX
Sonntag, 23.02.2014 | 19:46 Uhr
HSV und FCB dominieren die Top-11 des 22. Spieltags
© getty
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Acht Spiele am Stück hatte der Hamburger SV nicht gewonnen - und genau so lange stand auch kein Spieler mehr in der SPOX-Top-11. Nach dem Befreiungsschlag gegen Borussia Dortmund sind die Hamburger gleich dreifach vertreten. Die Bayern watschen das nächste Team ab und werden ebenfalls belohnt. Außerdem: der Elfmeter-Killer aus Nürnberg.

Raphael Schäfer (FC Nürnberg): In einer unfassbaren Partie, in der Nürnberg und Braunschweig Geschichte schreiben sollten, war der Keeper der große Rückhalt der Franken. Er parierte zwei Elfmeter, Marjan Petkovic auf der Gegenseite einen weiteren: Rekord. Auch in den anderen Szenen war Schäfer stets auf dem Posten. Einzig sein Foul an Kumbela, das zum ersten Strafstoß führte, trübt die Leistung ein wenig.

Nikolce Noveski (FSV Mainz 05): Der Mazedonier war einer der Gründe dafür, dass Huntelaar kaum stattfand und die Null bei den Mainzern stand. Stark auch die Rettungsaktion kurz vor der Halbzeit, als er Farfans Schuss entschärfte. Brachte fast all seine Pässe an den Mann und war damit ausschlaggebend für ein geordnetes Aufbauspiel der Mainzer.

Slobodan Rajkovic (Hamburger SV): Zum ersten Mal stand der Innenverteidiger in der laufenden Saison auf dem Platz und war einer der Garanten für den Erfolg der Hamburger. Der Serbe verlieh der HSV-Abwehr die nötige Sicherheit, gewann fast 80 Prozent seiner Zweikämpfe und ließ die gefürchtete Dortmunder Offensive nicht zur Entfaltung kommen.

Paul Verhaegh (FC Augsburg): Nicht nur wegen seines Treffers zum zwischenzeitlichen Ausgleich war der Niederländer einer der Besten auf dem Platz. Stark auch, wie er das 3:2 von Halil Altintop vorbereitete. Doch nicht nur in der Offensive überzeugte der Kapitän. Abgesehen von einer Unachtsamkeit, aus der der 2:1-Führungstreffer für Freiburg entstand, zeigte Verhaegh auch nach hinten eine ansprechende Leistung.

Rafinha (FC Bayern München): Der flinke Brasilianer profitierte erneut von Lahms Einsatz im Mittelfeld. Und erneut überzeugte er: Sowohl das erste als auch das vierte Tor bereitete Rafinha mit einer präzisen Flanke vor. Spielte zudem überragende 92 Pässe (nur Lahm und Boateng hatten mehr) und brachte davon fast 94 Prozent an den Mann.

Luiz Gustavo (VfL Wolfsburg): Wolfsburgs Mittelfeldregisseur zeigte sowohl defensiv als auch offensiv eine starke Partie. Zusammen mit Slobodan Medojevic machte er das Zentrum dicht und spielte nach vorne immer wieder kluge Pässe. Gustavo war mit einer starken Passquote von über 90 Prozent der ballsicherste Spieler der Gastgeber und brachte die Wölfe mit dem 2:1 auf die Siegerstraße.

Tolgay Arslan (Hamburger SV): Sorgte für die Stabilität im Mittelfeld der Hamburger und spulte selbst nach einem schmerzhaften Kung-Fu-Tritt von Pierre-Emerick Aubameyang unbeirrt sein Programm ab. Arslan war stets anspielbar und ging kompromisslos in die Zweikämpfe. Der 23-Jährige war zudem Wegbereiter des vorentscheidenden 2:0.

Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München): Gegen Arsenal war Toni Kroos noch der "unverzichtbare" Mann im Bayern-Mittelfeld, diese Rolle fiel heute Bastian Schweinsteiger zu. Erstmals seit Anfang November stand er wieder in der Startelf und riss das Spiel von Beginn an an sich. Strahlte eine große Präsenz aus und trieb das Bayern-Spiel unermüdlich an. Überragend seine Pässe vor dem 1:0 und 2:0.

Roberto Firmino (1899 Hoffenheim): Firmino ist hinter Lewandowski zweitbester Scorer der Bundesliga und bewies auch gegen Gladbach seine Klasse. Der 22-Jährige war im Mittelfeld überall zu finden und fütterte seine Mitspieler mit klugen Pässen. Gewann die wichtigen Zweikämpfe (67 Prozent) und ließ beim Anschlusstreffer die Borussia-Defensive alt aussehen.

Thomas Müller (FC Bayern München): Vielleicht hatte Thomas Müller etwas Wut im Bauch, nachdem er gegen Arsenal zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Auf jeden Fall nutzte er seine Chance und netzte in 62 Minuten gleich zweimal ein. Tauchte sonst oft ab, war aber zur Stelle, als er gebraucht wurde.

Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV): Zwei bärenstarke Aktionen von Lasogga kippten das Spiel zugunsten der Hamburger. Vor dem Führungstor behauptete er den Ball gegen zwei Dortmunder und schlug die präzise Flanke auf Jiracek, den zweiten Treffer legte er dann selbst an Weidenfeller vorbei ins Tor. Starke Partie von der Hertha-Leihgabe.

Der 22. Spieltag im Überblick

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