Donnerstag, 23.01.2014

HSV-Kapitän hofft auf Strukturreform

VdV: "Uns fehlt Killer wie de Jong"

Rafael van der Vaart glaubt, dass dem Hamburger SV ein Raubein auf dem Platz fehlt, dennoch rechnet er nicht mit einem längeren Abstiegskampf in der Rückrunde. Langfristig hofft er außerdem auf eine Strukturreform im Klub.

Mit Rang 14 in der Bundesliga, liegt der HSV weit hinter den Erwartungen
© getty
Mit Rang 14 in der Bundesliga, liegt der HSV weit hinter den Erwartungen

Auf einer Fan-Veranstaltung hatte van der Vaart zuletzt behauptet, dass dem HSV ein richtiger Führungsspieler fehlen würde. In der "Bild" erklärte er jetzt: "Damit meinte ich aber nicht die fehlende Kommunikation in der Kabine, sondern das Handeln auf dem Platz. Da fehlt uns so ein Killer wie es früher Nigel de Jong hier beim HSV war. Einer, der auf dem Rasen mal einen umhaut und klarstellt, wer hier das Sagen hat."

De Jong war 2009 zu Manchester City gewechselt, in 94 Pflichtspielen für den HSV hatte er 31 Karten, darunter eine Rote, gesehen. Doch auch ohne seinen Landsmann glaubt van der Vaart, dass Hamburg die abstiegsnahen Plätze trotz schwacher Hinrunde verlassen wird: "In unserem Team steckt einfach zu viel Qualität, um dauerhaft unten drinzustecken. Wenn alle mitziehen, werden wir schnell da rauskommen."

Daher sieht der 30-Jährige auch keine Gefahr für seinen im Kader der Elftal für die WM 2014 in Brasilien. "Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Rückrunde spielen werden. Wenn ich gesund bleibe, werde ich bei der WM dabei sein", stellte van der Vaart klar.

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"So geht es nicht weiter"

Langfristig aber sieht der Mittelfeldmann in der Hansestadt Handlungsbedarf und fordert neue Strukturen: "Ich als Profi möchte mich nicht groß einmischen. Aber klar ist, dass es im Verein eine Veränderung geben muss. So geht es nicht weiter."

Nach der Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende ist die Initiative "HSVPlus" auf einem guten Weg, wodurch die Profi-Fußballabteilung aus dem Verein ausgegliedert würde und für Investoren offen wäre. Entschieden ist allerdings noch nichts.

Trotz der Unklarheiten plant der Niederländer bereits einen langfristigen Verbleib in Hamburg: "Ich möchte so lange wie möglich den schönsten Beruf der Welt ausüben. Und wenn der HSV mich über mein Vertragsende 2015 hinaus als Fußballer haben möchte, dann könnte ich mir das gut vorstellen."

Der Hamburger SV im Überblick

Adrian Bohrdt

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