Bayerns Vorstandsvorsitzender Rummenigge hofft auf starke Konkurrenz

Wollen BVB nicht schwächen

Von Adrian Bohrdt
Donnerstag, 23.01.2014 | 11:07 Uhr
Elf Punkte Rückstand haben die Dortmunder auf die Bayern
© getty
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Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hofft in den kommenden Jahren auf nationale Konkurrenz. Im "Kicker" betonte er, die Münchner würden Borussia Dortmund keine Spieler wegkaufen, um den Klub zu schwächen. Um Bastian Schweinsteiger sorgt sich der 58-Jährige, in der Abwehr hoffen die Bayern weiter auf Holger Badstuber. Für die Liga wünscht sich Rummenigge Premier-League-Verhältnisse.

"Wir brauchen fünf, sechs Klubs in der Bundesliga, die konkurrieren. Das wünschen wir uns", stellte Rummenigge klar: "Die Premier League ist uns da noch voraus. In der Spitze geht es da geballter zu als bei uns. Das muss auch unser Ziel sein. Wir sind noch nicht die beste Liga der Welt. Wir sind auf einem guten Weg dahin, mehr nicht."

Zur Winterpause führen die Münchner mit einem Spiel weniger auf dem Konto die Tabelle mit sieben Zählern Vorsprung an, auf den fünften Platz sind es bereits 14 Punkte. Dennoch verpflichtete der Klub im Januar bereits BVB-Topstürmer Robert Lewandowski zur kommenden Saison. "Das sieht nach außen zwar so aus, aber wir holen keinen Spieler aus Dortmund, um sie zu schwächen", betonte Rummenigge.

Solche Spieler finde man nun mal nicht in Nürnberg oder Freiburg, sondern nur bei Top-Klubs: "Und der Heimatmarkt ist einfach der wichtigste, obwohl der mittlerweile auch teuer ist." Gleichzeitig habe Bayern aber auch Nachholbedarf im Jugendbereich. "Da müssen wir ein Stück besser werden", forderte Rummenigge, der gerade ein neues Leistungszentrum plant: "Wir müssen dann wieder versuchen, die besten Talente Deutschlands in München ausbilden zu lassen."

"Es wird Unzufriedenheit geben"

Aktuell aber hat Bayern vielleicht den weltweit besten Kader, was früher oder später zu Reibungen führen könnte wenn Stars im WM-Jahr nicht oft in der Startelf stehen: "Wer sich freiwillig auf die Bank setzt, der ist bei Bayern München beim absolut falschen Verein. Dann muss er sich einen anderen Job suchen. Es wird Unzufriedenheit geben, aber die ist manchmal auch erwünscht. Man muss nur diszipliniert damit umgehen."

Ein besonderer Fall ist dabei aber Bastian Schweinsteiger. Der Mittelfeldmann plagt sich seit Monaten mit Problemen am Sprunggelenk herum, seit Anfang November hat er kein Pflichtspiel mehr absolviert. Im Trainingslager warf ihn schließlich eine Patellasehnenverletzung zurück. "Er ist ein Spieler, der fit sein muss", stellte Rummenigge klar: "Wir brauchen Schweinsteiger, um unsere Ziele zu erreichen."

Wenn der 29-Jährige wieder fit ist, glaubt der FCB-Vorstandschef auch an dessen Startelf-Chancen, wenngleich Außenverteidiger Philipp Lahm in der Hinrunde im Mittelfeld stark spielte: "Ich weiß nicht, ob er diese Position an Lahm verliert. Guardiola hat auch schon uns gegenüber gesagt, dass er sich vorstellen kann, dass Lahm in der Rückrunde wieder mehr rechts spielen kann."

Rummenigge sieht Badstuber als Neuzugang

Außerdem äußerte sich der 58-Jährige zu den Münchner Defensivplanungen. Der Vertrag von Daniel van Buyten läuft im Sommer aus, ohne den 35-jährigen Belgier hätte Bayern mit Dante und Jerome Boateng nur zwei etatmäßige Innenverteidiger. Chelseas David Luiz sowie Freiburgs Matthias Ginter wurden daher zuletzt mit dem Champions-League-Sieger in Verbindung gebracht und offenbar intern diskutiert.

Allerdings baut der Verein weiter auf Holger Badstuber, der sich im Dezember 2012 das Kreuzband riss und fünf Monate später einen erneuten Riss erlitt. "Es gibt keinen Beschluss, einen neuen Abwehrspieler zu kaufen", stellte Rummenigge klar: "Wir haben derzeit zu keinem anderen Abwehrspieler konkreten Kontakt. Das Liebste wäre mir, Holger Badstuber kommt zurück."

Der 24-Jährige stärkt diese Hoffnung derzeit. "Ich bin gesund, habe wieder ein Kreuzband. Letztendlich kann ich wieder auf den Platz zurück", erklärte Badstuber im Trainingslager in Katar und Rummenigge forderte daher: " Wir müssen aufpassen, dass wir ihn jetzt, wo es mit dem Knie aufwärtsgeht, nicht psychologisch in die Parade reinfahren." Badstuber, so Rummenigge weiter, wäre im Sommer immerhin "wie ein Neuzugang."

Der FC Bayern München im Überblick

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