Dortmund plant keine Wintertransfers

Watzke plant neuen Vertrag mit Zorc

SID
Freitag, 10.01.2014 | 16:35 Uhr
Wolen die Zusammenarbeit fortsetzen: Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke
© getty
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Ungeachtet der Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde planen die Verantwortlichen die Zukunft von Borussia Dortmund. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc deuteten erste Schritte im Trainingslager in La Manga an.

Ungewöhnlich trüb mit tiefhängenden grauen Wolken präsentierte sich das südspanische La Manga, als Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke einen Einblick in die Planungen von Borussia Dortmund gewährte. "Wir werden uns noch im Januar mit Michael Zorc bezüglich der Vertragsverlängerung zusammensetzen", verriet der 54-Jährige im Trainingslager des deutschen Fußball-Vizemeisters.

Nach Trainer Jürgen Klopp, der sich Ende Oktober vorzeitig bis 2018 an den BVB band, wären die Unterschrift von Zorc und damit eine weitere vorzeitige Vertragsverlängerung ein logischer Schritt, zumal Watzke stets betonte: "Man soll nicht trennen, was zusammengehört." Watzke selbst besitzt noch einen Kontrakt bis 2016. Zorc hatte das Amt 1998 nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn angetreten und ist noch bis 2016 gebunden.

"Wir werden investieren"

Watzke nutzte die Gunst der Stunde, um auch auf die Personalplanungen für den Kader der kommenden Saison hinzuweisen. Tief in die Karten ließ sich der BVB-Bosss jedoch wie gewohnt nicht schauen: "Nur so viel: Wir werden auf jeden Fall im Sommer investieren." Zorc konkretisierte: "Wir werden in jedem Fall einen oder sogar zwei Stürmer holen." Zumal Robert Lewandowski die Westfalen am Saisonende ablösefrei in Richtung Bayern München verlassen wird.

In der bis Ende Januar laufenden Transferperiode hat sich der BVB trotz der Erfahrungen aus der Verletzenmisere in der Hinrunde Zurückhaltung auferlegt. "Wir haben entschieden, dass wir uns wohlfühlen mit unserem aktuellen Kader. Der Transfermarkt bietet derzeit ohnehin nur ein überschaubares Angebot an für uns interessanten Spielern", betonte Ex-Nationalspieler Zorc. Ohnehin sei er kein großer Freund von Wintertransfers.

Verletzten kehren zurück

Viel wichtiger sei es, die Mannschaft hier in Spanien in eine gute Verfassung zu bringen, ergänzte der 51-Jährige, denn Ziel sei es, sich in der Tabelle zu verbessern. Platz vier, zwölf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aus München und besonders die drei Heimniederlagen in Folge vor der Weihnachtspause haben bei den Borussen eine Trotzreaktion provoziert. Die Feststellung, dass der BVB in der laufenden Saison gegen keinen der unmittelbaren Konkurrenten punkten konnten, konterte Watzke lakonisch: "Es ist untypisch für uns, dass wir gegen die Großen verlieren."

Der BVB ist auf der Suche nach seiner alten Spielstärke, nachdem sich die Dauerverletzten Marcel Schmelzer, Mats Hummels und auch Ilkay Gündogan auf dem besten Weg zu einem kurzfristigen Comeback befinden. In langen Hosen und Trainingspullis schufften sie derzeit bei Temperaturen von nur 15 Grad mit ihren Teamkollegen auf einem sattgrünen Rasen. Coach Klopp hat den Schwerpunkt auf das Pressing und Spiel gegen den Ball gelegt. Mehrfach während der Übungseinheiten unterbricht Klopp das Spiel und korrigiert lautstark auch kleinste Fehler.

Erste Ergebnisse will der Kandidat für die Wahl zum Welt-Trainer des Jahres schon zum Auftakt der Testspiel-Serie am Samstag um 16.00 Uhr gegen den belgischen Spitzenklub Standard Lüttich sehen.

Borussia Dortmund im Überblick

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